- 19.01.2016, 14:09:29
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Flüchtlingsobergrenze und Asyl auf Zeit diskriminieren auch Kinderflüchtlinge
Don Bosco Flüchtlingswerk: Pläne zur Verschärfung der Flüchtlingspolitik sind Zeichen für Hilfslosigkeit im Umgang mit flüchtenden Menschen, darunter viele Minderjährige.
Utl.: Don Bosco Flüchtlingswerk: Pläne zur Verschärfung der
Flüchtlingspolitik sind Zeichen für Hilfslosigkeit im Umgang
mit flüchtenden Menschen, darunter viele Minderjährige. =
Wien (OTS) - Etwa die Hälfte aller Flüchtlinge ist unter 18 Jahre
alt. Rund ein Viertel dieser Minderjährigen ist ohne Begleitung
Erwachsener auf der Suche nach einem Leben ohne Krieg, Terror und
Elend. Dazu Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco
Flüchtlingswerkes: „Es gibt zahlreiche Kriege und Krisenherde. Kinder
und Jugendliche sterben bei Kämpfen, werden für den Krieg
zwangsrekrutiert, sexuell ausgebeutet oder als Sklaven verkauft. Kein
Wunder, dass so viele flüchten, um ihr Leben zu retten.“
Die Genfer Flüchtlingskonvention und die UN-Kinderrechtskonvention
versprechen Schutz. „Es ist klar, dass nicht jeder zuwandern kann,
der dies möchte. Die Gewährung von Asyl ist jedoch ein
Rechtsanspruch, kein Gnadenakt“, sagt Kern und erklärt: „Es ist zu
gewährleisten, dass Menschen auf der Flucht Schutz finden. Eine
Obergrenze für Kriegsflüchtlinge kann es daher nicht geben.“
Missachtung der Kinderrechte
Der derzeitige Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen
(UMF) verstößt massiv gegen die UN-Kinderrechtskonvention. „Rund
2.000 UMF befinden sich teils monatelang unzureichend betreut in
Massenlagern. Es fehlt an Betreuungsplätzen“, erklärt Kern und
weiter: „Die Errichtung neuer Betreuungseinrichtungen scheitert
wiederum oftmals an gesetzlichen Blockaden und baurechtlichen
Vorschriften, die die Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge sehr
schwierig, wenn nicht sogar unmöglich machen. Hier sind schnelle,
pragmatische Lösungen gefragt.“
Das Don Bosco Flüchtlingswerk und seine Träger, die Salesianer Don
Boscos, die Don Bosco Schwestern und Jugend Eine Welt treten für eine
Flüchtlingspolitik ein, die Menschen in Not Schutz und Hilfe gewährt.
„Kindern und Jugendlichen müssen echte Chancen für ihre Zukunft und
eine gute Integration in die österreichische Gesellschaft geboten
werden“, so Kern und schließt mit den Worten: „Das ist nur über einen
unbefristeten Aufenthaltstitel möglich.“
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