• 19.01.2016, 10:23:35
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Frühe Hilfen in Niederösterreich Süd sehr gut angenommen

Unterstützung für Schwangere und junge Familien in belastenden Situationen wird fortgesetzt und ausgebaut

Utl.: Unterstützung für Schwangere und junge Familien in belastenden
Situationen wird fortgesetzt und ausgebaut =

Wien (OTS) - Seit Frühjahr 2014 stand im Bezirk Wiener Neustadt NÖ
ein Modellprojekt „Frühe Hilfen“ zur Verfügung. Die
niederösterreichische Gebietskrankenkasse hat nun in Zusammenarbeit
mit dem BMG aus Mitteln der Vorsorgestrategie „Frühe Hilfen“ und
Kindergesundheit zum wichtigsten Gesundheitsziel ernannt. Die
Arbeitsgemeinschaft Gesundheitsförderung (ARGEF) wurde von der NÖGKK
beauftragt, „Frühe Hilfen NÖ Süd“ neben Wr. Neustadt in den Bezirken
Neunkirchen und Baden (Einzugsgebiet LKH Mödling) zu etablieren. „Wie
wichtig 'Frühe Hilfen' sind, also der Bedarf junge Familien,
alleinerziehende Frauen, Menschen in schwierigen Lebenssituationen
fachlich fundiert zu begleiten, erkennt man daran, dass bereits zu
Projektbeginn ca. 30 Familien begleitet werden“, so Petra Ruso,
Netzwerkmanagerin. Es wird gerechnet, dass im südlichen NÖ mindestens
230 Familien bis zum derzeit definierten Projektabschluss (Juni 2017)
Unterstützungsbedarf haben werden. „Die Gesundheit eines Menschen
wird in den ersten tausend Tagen seines Lebens entschieden. Dort
setzen „Frühe Hilfen“ an. Sie wollen Gesundheit und eine gute
Entwicklungsmöglichkeit für jedes Kind, unabhängig von seiner
sozialen Herkunft“, so Petra Ruso abschließend.

Was sind „Frühe Hilfen“?

Bei „Frühe Hilfen“ handelt es sich um ein Maßnahmenpaket, das darauf
abzielt, gesundheitliche Belastungen von Familien und Kindern
frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern. Im Mittelpunkt
stehen Familienbegleiter/innen, die als konkrete Ansprechpersonen für
die Familien da sind. Als freiwilliges Angebot helfen sie den
Betroffenen, geeignete soziale und gesundheitsbezogene Angebote zu
finden und in Anspruch zu nehmen. Die Familienbegleiter/innen
arbeiten in sogenannten „Frühe-Hilfen-Netzwerken“, die sich um eine
optimale Vernetzung und Weiterentwicklung dieser Angebote bemühen.
Dieses Netzwerk besteht aus unterschiedlichsten Einrichtungen des
Gesundheit- und Sozialwesen und der Kinder- und Jugendhilfe (z.B.
Krankenanstalten, Krabbelstuben, Schuldnerberatung,
Eltern-Kind-Zentren, Mutterberatungszentren, praktische Ärzte oder
Fachärzte), die einerseits als Zuweiser/innen zu den „Frühen Hilfen“
agieren, andererseits mit ihren Leistungen auch als
Kooperationspartner/innen zur Verfügung stehen. Um Frühe Hilfen
möglichst niederschwellig zu gestalten, gehen die
Familienbegleiter/innen aktiv auf belastete Familien zu –
idealerweise bereits während der Schwangerschaft - und stellen so
sicher, dass die Angebote frühzeitig jene erreichen, die sie
benötigen.

Das Projekt „Frühe Hilfen“ geht auf eine Initiative des
Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zurück. Gesundheitsministerin
Sabine Oberhauser zum Nutzen von Frühen Hilfen: „Präventionsmaßnahmen
in der frühen Kindheit sind besonders effizient. Sie wirken sich
langfristig positiv auf die Gesundheit aus und sind ein wirksamer
Beitrag zur gesundheitlichen Chancengerechtigkeit, zur
Armutsbekämpfung und zur Senkung späterer gesundheitlicher Risiken.
Auch der ökonomische Nutzen ist nachweislich bei Maßnahmen in der
frühen Kindheit am größten.“

Im Rahmen der Umsetzung der Rahmen-Gesundheitsziele und der Kinder-
und Jugendgesundheitsstrategie treibt das BMG in Kooperation mit den
Ländern und den Sozialversicherungsträgern den Ausbau von Frühen
Hilfen in Österreich zügig voran. Insgesamt sollen bereits Mitte 2016
in rund 45 Prozent aller österreichischen Bezirke
Frühe-Hilfen-Netzwerke zur Verfügung stehen.

Zur Unterstützung der regionalen Umsetzung der Maßnahmen hat das
Gesundheitsministerium an der Gesundheit Österreich ein Nationales
Zentrum Frühe Hilfen eingerichtet. Zu seinen Aufgaben gehören die
bundesweite Vernetzung aller Partner/innen, die Sicherstellung hoher
Qualität in der Umsetzung sowie der Wissenstransfer. Weiters führt es
Schulungen und eine überregionale Evaluation durch und sorgt für ein
einheitliches Dokumentationssystem. „Indem das Gesundheitsministerium
zentrale Aufgaben wie Schulungen, Dokumentation und Evaluation
übernimmt, bleibt in den einzelnen Netzwerken mehr Geld für die
Arbeit mit den Familien“, betont Ministerin Oberhauser. „Damit sorgen
wir für einen effizienten Mitteleinsatz und eine einheitliche und
qualitätsgesicherte Umsetzung in ganz Österreich“, hält Oberhauser
abschließend fest.

Für Februar sind in Niederösterreich Süd drei regionale
Auftaktveranstaltungen für die künftigen Netzwerkpartner/innen
geplant. Die Medienvertreter/innen sind herzlich eingeladen
• 21. Jänner 2016, Wr. Neustadt
• 17. Februar 2016, Baden
• 18. Februar 2016, Ternitz

Umfassende Informationen sind auf der Website www.fruehehilfen.at zu
finden.

Die Finanzierung des Ausbaus der Frühen Hilfen erfolgt unter anderem
aus den Vorsorgemitteln der Bundesgesundheitsagentur. Bis Frühjahr
2017 werden rund 5 Mio. Euro dafür aufgewendet.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BMG

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