• 18.01.2016, 12:46:44
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Gewerkschaft vida: Gehört die Welt den Reichen?

Winkler: „Ungerechte Vermögensverteilung gefährdet soziales Gleichgewicht!“

Utl.: Winkler: „Ungerechte Vermögensverteilung gefährdet soziales
Gleichgewicht!“ =

Wien (OTS) - Die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert sich
dramatisch weiter, und die soziale Ungleichheit erreicht einen neuen
Spitzenwert. Laut einer neuen Studie der internationalen
Hilfsorganisation Oxfam aus Großbritannien besitzen die 62(!)
reichsten Menschen der Erde 1,8 Billionen Dollar. Das ist genauso
viel wie die gesamte arme Hälfte der Weltbevölkerung besitzt – 3,6
Milliarden Menschen. Auch in Österreich ist Vermögen immer ungleicher
verteilt. Die Gewerkschaft vida erneuert daher ihre Forderung nach
Vermögenssteuern und dem Schließen von Steuerschlupflöchern.

Steuerschlupflöcher schließen

Die Studie zeigt, wie dringend der Handlungsbedarf ist. Demnach
besitzen rund 70 Millionen Superreiche zusammen mehr als die übrigen
rund sieben Milliarden Menschen auf der Erde. „Diese ungleiche
Vermögensverteilung ist nicht nur ungerecht, sondern sie behindert
auch alle Anstrengungen zur Armutsbekämpfung und gefährdet das
soziale Gleichgewicht. Es scheint, als lebten wir in einer Welt, in
der die Regeln für die Superreichen gemacht sind", so Gottfried
Winkler, Vorsitzender der Gewerkschaft vida. „Dagegen kann man aber
etwas tun: Wir müssen Steuerschlupflöcher schließen und ein
Wirtschafts-und Finanzsystem installieren, vom dem alle profitieren.
Ein gerechtes Steuersystem muss her, nicht nur in Österreich sondern
weltweit.“

Vermögenssteuern auch in Österreich

Neun von zehn Großkonzernen haben laut der Studie Niederlassungen in
mindestens einer Steueroase. Dort können sie ihre Gewinne verstecken
bzw. steuerschonend anlegen. „Die Regierungen sind gefordert, diese
Steueroasen endlich trockenzulegen. Staaten müssen verpflichtet
werden, ihre Steueranreize öffentlich zu machen“, fordert Winkler.
„Gewinne sollen dort versteuert werden, wo sie erwirtschaftet werden.
Es geht aber auch darum, die rund 83.000 einheimischen Millionäre zur
Kassa zu bitten. Etwa mit der Einführung von Vermögenssteuern. Das
Geld wird dringend für Bildungs- und Gesundheitsprojekte benötigt!“

Gerechtigkeit oberstes Ziel

„Es geht um Gerechtigkeit. Wenn die Reichen in unserer Gesellschaft
einen Teil zum Gemeinwohl beitragen, ist allen geholfen.
Vermögensbezogene Steuern sind nicht nur fair, sondern auch notwendig
zur nachhaltigen und ausreichenden Finanzierung des Sozialstaats", so
Winkler abschließend.

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