„Thema“: Vertauschte Babys – Alptraum für Mutter und Kind

Außerdem am 18. Jänner: Frauen als Freiwild?

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 18. Jänner 2016, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Vertauschte Babys – Alptraum für Mutter und Kind

Beim Blutspenden erfahren eine Mutter und ihre Tochter, dass sie nicht miteinander verwandt sind. Ein Alptraum beginnt. Offensichtlich wurde die Tochter nach der Geburt in der Universitätsklinik Graz im Herbst 1990 mit einem anderen Baby vertauscht. 25 Jahre später hat die Suche nach den leiblichen Familien begonnen. Juristische Folgen wird es wegen Verjährung nicht geben. Ein ähnlicher Fall ist vergangenes Jahr in Frankreich ganz anders ausgegangen. Die wahren Eltern wurden gefunden, die Klinik zu zwei Millionen Euro Schadenersatz verurteilt. „Natürlich, das ist ein großes Bedürfnis, als Opfer anerkannt zu werden. Weil es die einzige Möglichkeit ist, die Schuld, die Vorwürfe an sich selbst loszuwerden“, sagt Sophie Serrano, die Mutter eines verwechselten Babys, die den Prozess vergangenes Jahr gewonnen hat. Was bedeutet es, bei den „falschen“ Eltern aufzuwachsen und wie schützen sich Geburtsstationen vor Verwechslungen? Eva Kordesch berichtet.

Frauen als Freiwild?

„Ich kann nur an die Frauen und Mädchen appellieren, sich zu trauen. Meldet die sexuelle Belästigung, zeigt sie an!“ sagt die 43-jährige Salzburgerin, die während eines Konzertes in der Silvesternacht massive Übergriffe erlebt hat. Männer hätten sie festgehalten, ihr Gesicht abgeschleckt, ihr ans Gesäß, an die Brüste und zwischen die Beine gefasst, berichtet sie. Seit kurz nach dem Jahreswechsel die massenhafte sexuelle Gewalt durch Männer mit Migrationshintergrund und Asylwerber in Köln bekannt geworden ist, sind bei der Polizei in Salzburg acht Anzeigen eingegangen. Ein Syrer und zwei Afghanen wurden identifiziert und auf freiem Fuß angezeigt. Dass Frauen in nordafrikanischen und arabischen Gesellschaften als minderwertig und als männlicher Besitz gelten, scheint das eine Problem zu sein. Dass in dieser Debatte Frauenrechte für rassistische Hetze instrumentalisiert werden, das andere. „Wir sind wieder asylantenfrei“ postet die Bad Ischler Bar „Charly’s“ auf Facebook und handelt sich damit sowohl Likes als auch eine Anzeige wegen Verhetzung ein. „Thema“ geht auf Lokalaugenschein. Aber sind es wirklich nur Afghanen, Syrer und Marokkaner, die Frauen belästigen und ein „Nein!“ nicht akzeptieren? Christian Zechner, Markus Stachl, Susanna Zaradic und Christoph Seibel haben recherchiert.

Pfusch im Krankenhaus – ein Vater kämpft um Gerechtigkeit

Nach einer Herzoperation im Jänner 2000 fällt die 13-jährige Susanna Zach ins Koma. Als sie nach Wochen erwacht, ist sie schwer behindert. Gutachter orten schwere Behandlungsfehler. Susannas Vater Franz Zach klagt die KAGES, die Betreiber der Universitätsklinik Graz – das war 2003. Bis heute gibt es kein Urteil, aber Hinweise auf einen Justizskandal. Die Familie zerbricht, Franz Zach bleibt mit seiner mittlerweile 29-jährigen Tochter alleine. „Langsam versiegen meine Kräfte“, sagt der Zahnarzt, „was wird aus ihr werden, welche Versorgungsansprüche wird sie haben?“ Zoran Dobric berichtet.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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