- 15.01.2016, 09:09:35
- /
- OTS0017 OTW0017
EGS Haringsee hat neue Bewohner: Vier Uhus aus ehemaligem Wildpark überstellt
VIER PFOTEN-interne Abstimmung: Tiere Herta und Hilde, Walter und Wilhelm genannt

Utl.: VIER PFOTEN-interne Abstimmung: Tiere Herta und Hilde, Walter
und Wilhelm genannt =
Wien (OTS) - Gestern sind vier Uhus aus dem ehemaligen Wildparks
Hochkreut im Salzkammergut in die von VIER PFOTEN unterstützte Eulen-
und Greifvogelstation Haringsee (EGS) überstellt worden. Nach der
Schließung des Wildparks musste der Tierbestand aufgelöst werden. Die
EGS hatte sich sofort bereit erklärt, die Uhus zu übernehmen.
Es handelt sich um zwei Männchen und zwei Weibchen. Die Männchen sind
acht und neun Jahre alt, das ältere Weibchen bereits 15 , während das
jüngere mit sechs Jahren das „Nesthäkchen“ ist. Die Tiere sind nicht
miteinander verwandt, haben aber schon jahrelang in einer Voliere
zusammen gelebt und sind einander vertraut.
„Wir freuen uns über die Neuankömmlinge und werden uns bestens um sie
kümmern“, sagt Dr. Hans Frey, Leiter der EGS. „In Haringsee erwartet
sie ein artgerechtes Leben mit so genannten Enrichments zur
Beschäftigung. Besonders wichtig ist uns die Rücksichtnahme auf die
Nachtaktivität der großen Eulen. Wir werden dafür sorgen, dass die
Uhus untertags ihrem Ruhebedürfnis nachkommen können.“
Dementsprechend wird die Fütterung immer erst in der Dämmerung
erfolgen.
Da die Tiere noch keine Namen hatten, startete VIER PFOTEN intern
eine Abstimmung. „Die Mehrheit der KollegInnen hat letztlich
entschieden, dass die Uhus Herta und Hilde, Walter und Wilhelm
genannt werden“, so die Leiterin des Österreich-Büros von VIER
PFOTEN, Indra Kley.
Der Uhu ist weltweit die größte Eulenart und auch in Österreich
heimisch. Sein Federkleid in hellen und dunklen Brauntönen bietet ihm
eine perfekte Tarnung. Sein dicker Kopf mit den Federohren und seine
massige Gestalt prägen sein markantes Aussehen. Die nachtaktive Eule
wird 70 cm groß und hat eine Flügelspannweite von 180 cm.
Uhus leben in Kiesgruben, Wäldern, Steinbrüchen, Gebirgsketten und
neuerdings auch immer wieder an Stadträndern. Sie bauen keine Nester,
sondern brüten in Felsnischen oder verwenden Nester anderer großer
Vögel. Dort beginnen sie schon im März mit dem Bebrüten ihrer zwei
bis vier Eier. Die Jungvögel schlüpfen nach ca. einem Monat und
werden dann noch einige Monate von ihren Eltern versorgt. Ihr
Nahrungsspektrum ist breit gefächert und umfasst kleine bis
mittelgroße Säuger und Vögel.
Der Uhu war in den letzten Jahrzehnten vor allem durch direkte
Verfolgung stark gefährdet. Heute hat sich der Bestand in Österreich
gut erholt, und der Uhu kann sich in manchen Regionen wieder
ausbreiten. Eine Gefährdung entsteht hauptsächlich durch den
Straßenverkehr durch Leitungsanflüge und leider immer noch durch
illegale Verfolgung.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VPF






