• 14.01.2016, 09:00:01
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Wiener Tafel nun auch im Europäischen Bündnis gegen Lebensmittel-Verschwendung aktiv

Eine Tonne Lebensmittel für jede/n Armutsbetroffene/n in Europa

Utl.: Eine Tonne Lebensmittel für jede/n Armutsbetroffene/n in
Europa =

Wien (OTS) - 2016 verschwindet ein „weißer Fleck“ auf der
europäischen Tafel-Landkarte: Die Europäische Foodbank „FEBA“ hat die
Wiener Tafel als älteste und größte Tafelorganisation Österreichs als
Mitglied aufgenommen. Dadurch kann die wachsende Tafelbewegung
gemeinsam mit den Initiativen anderer EU-Länder Programme zur
Lebensmittelrettung, Armutslinderung und Bewusstseinsbildung
umsetzen, sowie notwendige politische Maßnahmen auf europäischer
Ebene forcieren.

Armut und Verschwendung in Europa

In der Europäischen Union werden jedes Jahr rund 179 Kilogramm
Lebensmittel pro Person weggeworfen. Das macht insgesamt zirka 89
Millionen Tonnen pro Jahr. Gleichzeitig leben 79 Millionen
BürgerInnen in Europa unter der Armutsgrenze.

Foodbanks: Gelebter sozialer Transfer

Vor 30 Jahren wurde die non-profit Organisation FEBA (European
Federation of Food Banks) als europäisches Netzwerk gegründet, um die
effiziente Verteilung von Lebensmitteln an Armutsbetroffene zu
gewährleisten. Heute engagieren sich 264 Foodbanks in 22 europäischen
Ländern in der Dachorganisation. Mit 2016 ist auch Österreich dabei:
Die Wiener Tafel, die durch ihre Unabhängigkeit, ihre hohen
Qualitätsstandards und ihren vielfältigen Einsatz überzeugen konnte,
vertritt in diesem Forum auch die Interessen des „Verbands der
Österreichischen Tafeln“. Gemeinsam sollen Projekte umgesetzt werden,
die eine noch bessere Versorgung von Armutsbetroffenen mit geretteten
Lebensmitteln garantieren. Weitere Ziele sind der europaweite Ausbau
von Förderprogrammen und Kooperationen mit multinationalen
Unternehmen. Auch die politische Stimme „in Richtung Brüssel“ soll
stärker hörbar werden.

best practice gegen Hunger und Verschwendung

„Wir sehen konkreten Handlungsbedarf und haben bewährte Konzepte für
Verbesserungen auf gesellschaftspolitischer und politscher Ebene.
Runde Tische sind da zu wenig. Wirtschaft, Politik und
Zivilgesellschaft müssen an einem Strang ziehen“, betont Heidelinde
Haas, Obfrau der Wiener Tafel und fügt hinzu: „Gerade die aktuelle
Flüchtlingskrise wird den Anteil an Armutsbetroffenen in Europa
massiv erhöhen. Wir alle sind gefordert, praktikable und humane
Lösungen zu entwickeln und die politischen EntscheidungsträgerInnen
nicht aus ihrer Verantwortung zu entlassen.“ Martin Haiderer, Gründer
und stellvertretender Obmann ergänzt: „Durch die Kooperation mit FEBA
werden wir auch in Österreich zeigen, welche exzellenten food waste
Reduktionsprogramme es bereits in anderen Ländern gibt. Dazu zählen
ein verbesserter Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum sowie die
Neubewertung von Haftungsrisiken bei der Weitergabe von
Lebensmitteln.“

Wiener Tafel – versorgen statt entsorgen

Als spendenfinanzierter Sozial- und Umweltverein versorgt die Wiener
Tafel seit mehr als 16 Jahren mittlerweile 18.000 Armutsbetroffene in
105 Sozialeinrichtungen. Die Wiener Tafel hat im letzten Jahr
konkrete Maßnahmen entwickelt, die zu einer weiteren Reduktion der
Lebensmittelabfälle bei gleichzeitig stärkerer Verwendung durch
karitative Organisationen beitragen sollen. Mit den nötigen Geld- und
Warenspenden kann die Wiener Tafel Armut, Hunger und
Lebensmittelverschwendung noch effizienter bekämpfen.
www.wienertafel.at

Über FEBA

1986 gegründet, vereint die „European Federation of Food Banks“ als
Dachverband 264 Foodbanks in 22 europäischen Mitgliedsstaaten. 2014
wurden 411.000 Tonnen Lebensmittel an 5.9 Millionen Armutsbetroffene
in 33.800 Sozialeinrichtungen verteilt. www.eurofoodbank.eu/

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