Unfassbare Tierquälerei: Treibjagd im Prinzhorn-Jagdgatter bei Ernstbrunn, NÖ

VGT dokumentiert Rehe, die in Todesangst im vollen Galopp gegen den Zaun springen und sich verletzen, und angeschossene Wildschweine, von Hunden gehetzt – Gatterjagdverbot gefordert!

Niederösterreich (OTS) - Niederösterreich ist von Jagdgattern verseucht. 74 davon gibt es allein in diesem Bundesland, in manchen Regionen ist jedes Fleckchen Wald zum Zweck der Jagd auf Zuchttiere eingezäunt. Der VGT beobachtete dieses Wochenende die Treibjagd im Jagdgatter der Prinzhorn KG bei Ernstbrunn im nö Weinviertel. Und was sich den Kameras der TierschützerInnen dabei zeigte, übersteigt jedes Vorstellungsvermögen.

Ein Reh, von einem Hunderudel verfolgt, springt vor Verzweiflung so heftig und oft gegen den Gatterzaun, dass es sich dabei schwer verletzt (Video siehe: http://www.ots.at/redirect/facebook10 ). Die Facebook Gemeinde läuft Sturm. Ebenso konnten Rehe, Wildschweine und sogar einzelne Frischlinge bei der panischen Flucht entlang des Gatterzauns beobachtet werden (Video:
http://www.ots.at/redirect/facebook11 ).

Der VGT-Obmann sah einen Jagdhund für über 30 Minuten lang ein angeschossenes Wildschwein aus unmittelbarer Nähe verbellen, während sich das schwer verletzte Tier im Unterholz zu verkriechen versuchte. Nun wird vom zuständigen Landesrat Stephan Pernkopf ein absolutes Verbot der Gatterjagd auch in Niederösterreich gefordert, nachdem diese Abschießbelustigung bereits in 5 von 9 österreichischen Bundesländern verboten wurde.

VGT-Obmann Martin Balluch war vor Ort: „So eine Gatterjagd ist nichts für sensible Menschen. Wer auch nur einen Funken Mitgefühl mit Tieren hat, muss dieses grausame Spektakel grundsätzlich ablehnen. Die Jagdgäste aus Deutschland, Italien und Österreich schossen unmittelbar vor mir auf Tiere. Ein Wildschwein wurde dabei an den Hinterbeinen getroffen und schrie so laut, fast menschlich, auf, dass mir das Herz stehen blieb. Mehrmals sahen wir Rehe in tödlicher Panik mit aller Macht gegen den Gatterzaun springen, eines verletzte sich dabei schwer. Ein Hund traktierte vor meinen Augen ein angeschossenes Wildschwein für über 30 Minuten, bis sich das Tier mit letzter Kraft aus meinem Sichtbereich schleppte. Diese Art der Jagd muss jetzt sofort ein Ende haben, das ist in Österreich nicht tragbar. Wir fordern vom zuständigen Landesrat Stephan Pernkopf die Bereitschaft, mit VertreterInnen des Tierschutz Gespräche über ein mögliches Verbot der Gatterjagd in NÖ aufzunehmen!“

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