- 10.01.2016, 19:48:24
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ÖSTERREICH: Busek kritisiert Aufstellung der Hofburg-Kandidaten
Ex-Vizekanzler: "Ungeheurer strategischer Fehler der Parteien, diese Kandidaten aufzustellen" - "Ein fatales Signal an die Wähler"
Utl.: Ex-Vizekanzler: "Ungeheurer strategischer Fehler der Parteien,
diese Kandidaten aufzustellen" - "Ein fatales Signal an die
Wähler" =
Wien (OTS) - Ex-Vizekanzler Erhard Busek übt in einem
ÖSTERREICH-Interview (Montag-Ausgabe) heftige Kritik an der
bisherigen Kandidaten-Kür der Parteien. Die bisher Nominierten seien
zu alt. Busek: "Es ist ein ungeheurer strategischer Fehler der
Parteien, diese Kandidaten aufzustellen. Es zeigt auch die
Verlegenheit, in der die Parteien sind, überhaupt geeignete
Persönlichkeiten zu suchen. Das tut dem Amt nicht gut. Ein fatales
Signal an die Wähler."
Man hätte jüngere Kandidaten auswählen sollen. Busek: "Man sollte
annehmen, dass ein Bundespräsident, der seine Arbeit gut macht, eine
weitere Amtszeit anhängt. Also für insgesamt zwölf Jahre, da sind bei
Kandidaten jenseits der 70 natürlich Zweifel angebracht. Ich würde
sagen, so von 50 bis 60 Jahre wäre das beste Alter."
Bei der Panne um die Nicht-Kandidatur von Niederösterreichs
Landeshauptmann Erwin Pröll hätte die ÖVP schlechtes Management
gezeigt. Busek: "Erwin Pröll hat sich von der Idee zu kandidieren nie
so begeistert gezeigt. Und man hat halt gehofft, dass er es sich
überlegt. Am Ende ist Pröll wohl deswegen nicht angetreten, weil er
Johanna Mikl-Leitner nicht schon jetzt als seine Nachfolgerin in NÖ
durchsetzen konnte, wie er das wollte. Er wird das wohl weiter
versuchen."
Alternative Möglichkeiten zu Andreas Khol hätte es für Busek
jedenfalls gegeben: "Es gäbe hervorragende Frauen. Eine Helga
Rabl-Stadler etwa oder eine Doraja Eberle."
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