• 10.01.2016, 09:45:32
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SPÖ-Grubesa/Hanke: „Konkrete Maßnahmen statt fremdenfeindlicher Hetze. Nein zu Gewalt an Frauen! Nein zu Rassismus!“

Landtagsabgeordnete unterstützen Vorschlag der Sozialistischen Jugend für Anlaufstellen auf Großveranstaltungen

Utl.: Landtagsabgeordnete unterstützen Vorschlag der Sozialistischen
Jugend für Anlaufstellen auf Großveranstaltungen =

Wien (OTS) - „Sexismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Jede
zweite Frau wurde in der EU bereits sexuell belästigt. Statt
fremdenfeindlicher Rufe, brauchen wir konkrete Verbesserungen für
junge Frauen“, so die beiden Landtagsabgeordneten Michaela Grubesa
(Steiermark) und Marina Hanke (Wien). „Auf Großveranstaltungen
braucht es dringend Anlaufstellen für Frauen bei Fällen von
sexualisierten Übergriffen“, erklären Grubesa und Hanke. Der
Vorschlag der Sozialistischen Jugend sieht vor, dass rund um die Uhr
ein Team aus Psychologinnen, Sozialarbeiterinnen und Juristinnen vor
Ort sein soll - als Vorbild dient das Wiener Donauinselfest.

„Wenn sich die FPÖ aktuell als ‚Retterin‘ der Frauenrechte
inszeniert, ist das scheinheilig“, kritisiert Grubesa, die zuletzt
von der steirischen FPÖ-LAbg. Moitzi als Realitätsverweigerin
bezeichnet wurde. Grubesa hatte auf Facebook ihre Erfahrungen mit
sexualisierter Belästigung in Österreich aufgezeigt. „Liane Moitzi
soll lieber ihren Bundesparteiobmann Strache kritisieren“, fordert
Grubesa und erinnert: „Strache lehnte letztes Jahr eine Verschärfung
des Sexualstrafrechts noch mit den Worten ‚In der Regel sagt man dann
sehr klar und deutlich, dass man das nicht wünscht. Dann hat man in
der Regel auch eine Ruhe.‘ ab. Wer verweigert sich hier eigentlich
seit Jahren der Realität und versucht sinnvolle Maßnahmen zu
blockieren?“

„Im Gegensatz zur FPÖ entdecken wir nicht gerade die Frauenrechte,
sondern kämpfen als Sozialistische Jugend seit vielen Jahren für
deren Stärkung!“, so Hanke. Im vergangen Sommer tourten
SJ-AktivistInnen von Festival zu Festival und stellten großes
Verbesserungspotenzial fest. „Allein bei den zwei größten Festivals,
dem ‚Nova Rock‘ und dem ‚Frequency‘ kommen jeweils 130.000, meist
junge, BesucherInnen. Auf dem riesigen Gelände, am Nova Rock
beispielsweise 110 ha groß, gibt es kaum Beleuchtung und die
Betreuung im Falle von sexualisierten Übergriffen fehlt völlig“,
erklärt Hanke und fordert: „Eine Anlaufstelle mit speziell geschultem
Personal muss so normal wie das Sani-Zelt werden! Zusätzlich zeigt
das Donauinselfest, dass Präventionsarbeit auch auf Festival Geländen
möglich ist.“

Grubesa und Hanke stellen sich auch klar gegen Verhaltensratschläge
für Frauen: „Wer Frauen jetzt einschränken möchte und ihnen die
Schuld zuschiebt, hat das Problem nicht verstanden. Die Schuld liegt
ganz klar beim Täter.“ Auch zum strafrechtlichen Umgang bei
sexualisierten Übergriffen beziehen die beiden Landtagsabgeordneten
Stellung: „Sexualisierte Übergriffe dürfen nicht heruntergespielt
werden und müssen strafrechtlich geahndet werden. Aber unabhängig von
Herkunft und Hautfarbe!"

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