- 08.01.2016, 12:18:28
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FPÖ will Handwerkerbonus für Privatwirtschaft öffnen
Hofer: Auch Investitionen in Barrierefreiheit durch Handwerkerbonus fördern
Utl.: Hofer: Auch Investitionen in Barrierefreiheit durch
Handwerkerbonus fördern =
Wien (OTS) - Mit Beginn dieses Jahres sieht das
Behindertengleichstellungsgesetz (BGStG) nach einer zehnjährigen
Übergangsfrist Barrierefreiheit in Österreich vor. „Leider ist in
unserer Gesellschaft bis jetzt nicht das Bewusstsein angekommen, dass
Barrierefreiheit jedem zugutekommen kann. Auch jenen Menschen, die
zumindest zeitweise in ihrem Leben Einschränkungen hinnehmen müssen“,
betont der freiheitliche Behinderten- und Pflegesprecher und Dritte
Präsident des Nationalrates Ing. Norbert Hofer, der sich mit der
bisherigen Umsetzung nur teilweise zufrieden zeigt. Viele kleine und
mittlere Betriebe seien ihren Verpflichtungen nachgekommen, es gäbe
aber große Probleme im öffentlichen Bereich, moniert Hofer. Die
Bundeshauptstadt Wien beispielsweise hat die Frist zur Beseitigung
bestehender Barrieren verlängert und lässt sich nun bis 2042 Zeit mit
der Umsetzung. Gerade die öffentliche Hand sei aber gefordert, hier
Vorbildcharakter zu üben, mahnt Hofer ein.
Der freiheitliche Behindertensprecher spricht sich dafür aus, dass
der Bund Maßnahmen zur Beseitigung von Barrieren effektiv
unterstützen sollte und schlägt hiefür die Öffnung des
Handwerkerbonus für die Privatwirtschaft vor. Dieser sei sowohl für
Private als auch für die Beseitigung von Barrieren in der
Privatwirtschaft deutlich aufzustocken. Denn Tatsache sei, dass die
Einnahmen für die öffentliche Hand aus Steuern und Abgaben aus den
Investitionsanreizen des Handwerkerbonus deutlich höher waren als die
Ausgaben. Derzeit ist der Handwerkerbonus nur für Privatpersonen
vorgesehen, die Wohnraum renovieren, erhalten oder modernisieren.
Hofer: „Durch die Neugestaltung des Handwerkerbonus würden in
wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht nur neue Arbeitsplatze
geschaffen und Barrieren für behinderte Menschen beseitigt werden, es
würden auch Investitionsanreize geschaffen, die dem Finanzminister in
Summe mehr Einnahmen als Ausgaben bringen würden. Diese Tatsache
wurde zuletzt auch durch Studien belegt.“
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