- 07.01.2016, 10:05:01
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Schnee und Kälte: AUVA rät zu Vorsicht
Häufige Temperaturwechsel erhöhen die Glatteisgefahr. Schlechte Sichtverhältnisse durch Nebel und wenig Tageslicht steigern das Unfallrisiko zusätzlich.
Utl.: Häufige Temperaturwechsel erhöhen die Glatteisgefahr.
Schlechte
Sichtverhältnisse durch Nebel und wenig Tageslicht steigern
das
Unfallrisiko zusätzlich. =
Wien (OTS) - Um Unfälle bei Schnee- und Glatteisfahrbahnen zu
reduzieren, empfiehlt die AUVA unbedingt längere Fahrzeiten
einzuplanen und den Fuß vom Gas zu nehmen. Bei Glatteis verlängert
sich der Bremsweg eines Autos um das Zehnfache und mehr. Neben
Temporeduktion ist daher auch eine entsprechende Vergrößerung des
Sicherheitsabstands wichtig. AUVA-Experte DI Georg Effenberger,
Leiter der Präventionsabteilung, warnt vor abrupten Lenk-, Brems- und
Beschleunigungsmanövern: „Bei unregelmäßig gefrorener oder gestreuter
Fahrbahn besteht die Gefahr, dass die Reifen eine unterschiedliche
Straßenhaftung haben. Dies stellt wie beim Aquaplaning eine hohe
Schleudergefahr dar.“
Handbesen und Eiskratzer müssen in jedem Fahrzeug bereitliegen, um
das Dach, alle Scheiben und auch die Lichter von Schnee und Eis zu
befreien. Dies dient nicht nur der besseren Sicht, sondern bewahrt
auch andere Verkehrsteilnehmer vor abrutschendem Schnee oder Eis.
Fußgänger besonders gefährdet
Unfallverhütung bei winterlicher Witterung ist auch für Fußgänger
wichtig. Das beginnt mit dem richtigen Schuhwerk – rutschfeste
Profilsohlen sind ein Muss, Schuhe mit hohen Absätzen sollten besser
zu Hause gelassen werden. Außerdem wichtig: Ausreichend Zeit
einplanen und gefährliche Stellen meiden. Besonders ältere Menschen
sind bei schlechten Witterungsverhältnissen sturz- und
knochenbruchgefährdet, ein spitzer Stock kann hier als Unterstützung
dienen. Durch die witterungsbedingt schlechtere Sicht tauchen dunkel
gekleidete Fußgänger für den Autofahrer oft erst in letzter Sekunde
wie aus dem Nichts auf. Das Tragen von farbiger Kleidung, Warnwesten
oder Reflektoren sorgt für mehr Sichtbarkeit.
Belastung durch Kältearbeit
Einer enormen Kältebelastung sind jetzt auch jene Beschäftigten
ausgesetzt, die im Freien arbeiten. Die Leistungsfähigkeit,
Aufmerksamkeit und die motorischen Fähigkeiten werden durch die Kälte
eingeschränkt. Damit steigt das Unfallrisiko und es kann zu
Kälteschäden wie Erfrierungen oder Unterkühlungen kommen. Daher
empfiehlt die AUVA, warme Kleidung zu tragen, Arbeitsplätze, wenn
möglich, vor Wind und Niederschlag abzuschirmen und vor allem Hände,
Füße, Ohren und Gesicht gut vor Kälte zu schützen.
Über die AUVA:
Bei der AUVA sind rund 4,8 Millionen Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 2,9 Millionen
unselbständig Erwerbstätige, 0,5 Millionen selbständig Erwerbstätige
sowie 1,4 Millionen in Ausbildung Stehende vom Kindergarten bis zum
Studienabschluss. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale
Unfallversicherung fast zur Gänze aus Pflichtbeiträgen der
Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der
AUVA, denn die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von
Berufskrankheiten senken die Kosten für die drei weiteren
Kernaufgaben Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle
Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.
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