• 06.01.2016, 11:12:18
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Bundesminister Kurz: „Nordkorea stellt sich noch tiefer ins internationale Abseits“

Außenminister verurteilt neuerlichen nordkoreanischen Atomtest auf das Schärfste, vollstes Vertrauen in CTBTO

Utl.: Außenminister verurteilt neuerlichen nordkoreanischen Atomtest
auf das Schärfste, vollstes Vertrauen in CTBTO =

Wien (OTS) - „Ich verurteile den heute in den nordkoreanischen Medien
verkündeten Atomtest auf das Schärfste. Der Atomtest, sollten sich
die Berichte bestätigen, ist eine neuerliche eklatante Verletzung der
Resolutionen des UNO-Sicherheitsrates und eine Brüskierung der
internationalen Staatengemeinschaft. Nordkorea stellt sich durch so
verantwortungslose Schritte nur noch tiefer ins internationale
Abseits“, betonte Sebastian Kurz.

„Die nordkoreanische Politik kann nur als zutiefst unverantwortlich
bezeichnet werden. Das Regime von Kim Jong Un setzt durch den
massiven Ausbau des Nuklearwaffen- und Raketenprogramms auf
Konfrontation schürt dadurch bewusst die Unsicherheit auf der
koreanischen Halbinsel und in der gesamten Region. Gleichzeitig sind
in Nordkorea jedoch weder die Basisversorgung der Menschen, noch die
Achtung der Menschenrechte gewährleistet. Nordkorea muss die globalen
Verträge und Normen akzeptieren und die multilateralen Verhandlungen
fortführen. Besonnenheit und Diplomatie sind die einzigen Mittel, die
zu einer Entspannung führen können, die im Interesse sowohl des
Nordens als auch des Südens liegt“, erklärte Sebastian Kurz.

Nordkorea hatte schon 2006, 2009 und 2013 je einen Atomtest
durchgeführt und wurde dafür in mehreren Resolutionen durch den
UNO-Sicherheitsrat verurteilt. Neben der Internationalen
Atomenergieorganisation (IAEO) spielt vor allem die in Wien ansässige
Atomteststopporganisation (CTBTO) eine zentrale Rolle in der
objektiven Erkennung von Atomtests. „Ich habe vollstes Vertrauen,
dass die CTBTO, wie schon bei den vorangegangen nordkoreanischen
Atomtests, auch diesmal durch objektive, detaillierte und eindeutige
Messungen wertvolle Informationen über den Test liefern wird.
Nordkoreas verantwortungsloses Verhalten unterstreicht die
Notwendigkeit, dem Atomteststoppvertrag endlich universelle Geltung
zu verschaffen. Ich fordere daher Nordkorea auf, wie auch die anderen
Staaten, die den Vertrag noch nicht ratifiziert haben, dies umgehend
zu tun“, betonte der Außenminister.

„Dieser bedauerliche Anlass unterstreicht einmal mehr die
Notwendigkeit einer grundlegenden Abkehr von einer
Sicherheitspolitik, die auf Massenvernichtungswaffen beruht. Solange
es Atomwaffen gibt, besteht die Gefahr, dass sie genutzt werden.
Selbst bei einem Unfall oder Irrtum wären die globalen Auswirkungen
auf Menschen, Umwelt und Wirtschaft katastrophal. Österreich wird
sich daher weiterhin für ein völkerrechtliches Verbot und die
Eliminierung von Atomwaffen einsetzen. Dem von Österreich dazu
initiierten internationalen Aufruf haben sich bereits 120 Staaten
angeschlossen", so Außenminister Sebastian Kurz abschließend.

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