Weidenholzer: "Tötungen in Saudi-Arabien müssen aufhören"

S&D-Vizepräsident spricht von "ungeheuerlicher Provokation"

Wien (OTS/SK) - Saudi-Arabien hat in einer Hinrichtungswelle am gestrigen Freitag, den 1. Jänner, dutzende Menschen umgebracht. Josef Weidenholzer, Vizepräsident der sozialdemokratischen Fraktion (S&D) im Europäischen Parlament, protestiert dagegen scharf: „Diese Hinrichtungen auf Befehl des saudischen Königshauses sind nicht hinnehmbar und widersprechen massiv den Menschenrechten. Die Tötungen sind eine ungeheuerliche Provokation." ****

Weidenholzer, der Menschenrechtssprecher der europäischen SozialdemokratInnen ist, verweist in diesem Zusammenhang auf die fraktionsübergreifenden Resolutionen des EU-Parlaments in denen Exekutionen aufs Schärfste verurteilt wurden. Erst bei der Verleihung des Sacharow-Preises an Raif Badawi Mitte Dezember 2015 wurde von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz in seiner Plenarrede auch auf die prekäre Lage von al-Nimr hingewiesen, und die Forderung nach einer Begnadigung wiederholt.“

Der SPÖ-Europaabgeordnete betont: „Die Hinrichtung von Nimr al-Nimr ist kein Einzelfall. Im Vorjahr gab es mehr als 150 Hinrichtungen, außerdem befinden sich nach wie vor hunderte Menschen in Haft und werden gefoltert. Europa darf hier nicht tatenlos zusehen und muss alle zur Verfügung stehenden Mittel ergreifen, damit die Tötungen beendet werden. „Regime, die willkürlich Unschuldige töten, weil diese von ihrem Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch machen können nicht unsere Alliierten sein. Die Einhaltung der Menschenrechte muss die Richtschnur für unsere außenpolitischen Beziehungen sein. Menschenrechte sind unverhandelbar und unteilbar“, so Weidenholzer. (Schluss) up

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Markus Wolschlager, Pressesprecher der SPÖ-Europaabgeordneten, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail: markus.wolschlager@europarl.europa.eu

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0001