ÖAMTC: Traktorunfälle forderten 2014 acht Todesopfer

Über 10.000 Teilnehmer von ÖAMTC-Trainings in 25 Jahren

Wien (OTS) - Im Jahr 2014 passierten im österreichischen Straßenverkehr 288 Unfälle mit Traktorbeteiligung und Personenschaden. Dabei wurden 109 Traktorfahrer bzw. Mitfahrer verletzt und acht getötet (Quelle: Statistik Austria, Analyse:
ÖAMTC-Unfallforschung). Die meisten Unfälle gab es in Niederösterreich (71), gefolgt von Oberösterreich (65) und der Steiermark (53). Doch Verkehrsunfälle machen nur einen Teil aller Traktorunfälle aus. Häufiger sind Arbeitsunfälle am Hof oder am Feld. Laut Sozialversicherung der Bauern (SVB) ereignen sich die meisten Arbeitsunfälle beim Auf- und Absteigen bzw. Abspringen, am folgenschwersten sind jedoch Fahrzeugstürze. "Viele Unfälle passieren auch, weil der Lenker die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert", weiß ÖAMTC Fahrtechnik-Experte Josef Dvorak.

"Moderne Traktoren sind durch die Ausstattung mit Assistenzsystemen und Fahrerschutz-Einrichtungen relativ sicher. Leider kommt es aber immer wieder zu fahrtechnischen Fehlern im steilen Gelände, das früher nur mit der Hand bewirtschaftet werden konnte", erklärt der ÖAMTC Fahrtechnik-Experte. Kippt der Traktor, werden Personen häufig aus dem Schutzbereich herausgeschleudert und dabei durch das Fahrzeug selbst oder durch den heftigen Aufprall auf dem Boden verletzt. "Neue Traktoren sind bereits mit Sicherheitsgurten ausgestattet. Das hilft aber nur, wenn man sie auch verwendet", so Dvorak.

Ungebremste Anhänger als Unfall-Auslöser

Auslöser für Traktorstürze sind auch ungebremste Anhänger. "Sobald mit dem Traktor gebremst wird, schiebt der ungebremste Anhänger nach, der Traktor stellt sich quer und kippt", warnt der ÖAMTC Fahrtechnik-Profi. Prinzipiell sollten nur Anhänger mit einem entsprechenden technischen Standard von "schnellen" Traktoren gezogen werden. Traktoren stellen auch für Kinder ein hohes Gefahrenpotenzial dar. Halten sie sich im Umfeld von Traktoren auf, können sie vom Fahrzeuglenker schnell übersehen werden.

Traktoren-Fahrsicherheitstrainings in den ÖAMTC Fahrtechnik Zentren – über 10.000 Teilnehmer in 25 Jahren

Diese Gefahrensituationen sind Inhalt von speziellen Fahrsicherheitstrainings, die die SVB und Steyr Traktoren seit 25 Jahren gemeinsam mit der ÖAMTC Fahrtechnik anbieten. So wird beispielsweise die von der SVB ins Leben gerufene Aktion "Wo ist dein Kind?", für die es auch spezielle Traktor-Aufkleber gibt, im Detail besprochen. Bei den Kursen wurden bisher über 10.000 Teilnehmer geschult. "Bei den Traktoren-Trainings wird der richtige Umgang mit dem Gerät geübt. Schwerpunkte dabei sind Sicherheit und Fahrzeugbeherrschung in kritischen Situationen sowie Geschicklichkeit", erklärt der ÖAMTC Fahrtechnik-Instruktor.

Die Firma Steyr stellt dafür modernste Traktoren mit allen am Markt befindlichen Bremssystemen und Getriebetechniken zur Verfügung – von ABS bis zur Allradbremse. Am Programm stehen das Durchfahren von rutschigen Kurven, das sichere Befahren von Gefällestrecken, Bremsen und Ausweichen vor Hindernissen und die besonderen Gefahren im Anhängerbetrieb. Außerdem wird eine Notbremsung auf rutschigem Untergrund simuliert und die Teilnehmer erfahren, wie man mit Hinterrad- oder Allradantrieb bei einer Steigung sicher wegkommt.

Traktoren-Trainings in den ÖAMTC Fahrtechnik Zentren starten im Jänner

Die Traktoren-Trainings in den ÖAMTC Fahrtechnik Zentren starten im Jänner, weil in dieser Zeit in der Landwirtschaft am wenigsten zu tun ist und die Lenker von Traktoren am ehesten abkömmlich sind. Bis Ende April werden in folgenden ÖAMTC Fahrtechnik Zentren Fixtermine mit Leihfahrzeugen angeboten (Anmeldungen erfolgen telefonisch direkt im jeweiligen Zentrum)

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