• 22.12.2015, 13:25:25
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KAV zur Messung der Arbeitsbelastung im Nachtdienst: Ärztekammer verbreitet Falschinformation

Studie erhebt auf Wunsch der Ärzteschaft realistisches Bild der tatsächlichen Arbeitsbelastung

Utl.: Studie erhebt auf Wunsch der Ärzteschaft realistisches Bild
der tatsächlichen Arbeitsbelastung =

Wien (OTS) - Wien (OTS) – Aufgrund der Medienberichterstattung der
vergangenen Tage zum Thema Tätigkeits- und Belastungsanalyse der
Nachtdienste in zwei Wiener Gemeindespitälern hält der Wiener
Krankenanstaltenverbund (KAV) fest, dass diese Studie explizit auf
Wunsch der Ärzteschaft und der Interessensvertretung geplant wurde.
„Hier verbreitet die Ärztekammer wider besseren Wissens ganz bewusst
Falschinformationen. Damit führt sie leider ihren unsachlichen Kurs
des vergangenen Jahres weiter“, so KAV-Generaldirektor Udo Janßen.

Ziel der Erhebung ist es, ein vollständiges Bild der ärztlichen
Tätigkeiten und Belastungen während des Nachtdienstes zu erhalten, um
dann den Personalbedarf der Notwendigkeit entsprechend ausrichten zu
können. Die derzeit bestehenden Dokumentationssysteme reichen dazu
nicht aus. „Gerade die Ärzteschaft spricht immer davon, dass hier
tatsächlich wesentlich mehr Leistungen erbracht werden. Dieser Frage
will der KAV in Abstimmung mit der Personalvertretung nachgehen“,
betont Janßen.

Im Herbst 2014 wurde dieselbe Tätigkeits- und Belastungsanalyse
bereits im Wilhelminenspital durchgeführt. Dies geschah auf
Initiative der Personalvertretung des Hauses, um die Arbeitsbelastung
zu messen, und führte zu keinerlei Aufregung in der Ärzteschaft.
„Warum die Ärztekammer den gleichen Sachverhalt nun als Orwell’sche
Überwachung kritisiert, hat nichts mit Fakten zu tun. Hier geht es
ganz offensichtlich darum, neuerlich für eine öffentliche Eskalation
zu sorgen und den Boden für neue künstliche Aufregungen
aufzubereiten“, so der KAV-Generaldirektor.

Das beauftragte Unternehmen ist unter anderem auf Tätigkeits- und
Belastungsanalysen spezialisiert und erhebt dabei mit geringstem
zusätzlichen Aufwand die Arbeitsbelastung, insbesondere in
Nachtdiensten. „Diese Methodik kam schon mehrmals auch auf Wunsch von
Interessensvertretungen zum Einsatz, die ein realistisches Bild der
tatsächlichen Belastung von MitarbeiterInnen erhalten wollen. Dabei
wurde stets auch auf höchste Standards beim Datenschutz und bei der
Transparenz für die MitarbeiterInnen geachtet“, betont Janßen
abschließend.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK

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