Pfeiffer: Sozialplan-Forderungen massiv überzogen

7 Millionen Euro gefordert: „Gewerkschaft soll auf realistisches Maß reduzieren“

Traun/Wien (OTS) -

  • Sozialplan soll Nachteile der betroffenen Arbeitnehmer abfedern -gleichzeitig das wirtschaftliche Überleben des Unternehmens gewährleisten
  • Pfeiffer sucht intensiv Nachnutzer für Logistik-Zentrum, um Arbeitsplätze zu sichern

Die Zielpunkt Logistik wurde bereits vor längerem in die Pfeiffer Logistik GmbH mit Sitz in Traun/OÖ integriert. Aufgrund der Zielpunkt Insolvenz und des Wegfalls des Zielpunkt-Filialbetriebes wird das Logistikzentrum in Wien geschlossen und die Mitarbeiter zur Kündigung angemeldet. Um Härtefälle bei den 181 von der Kündigung betroffenen ArbeitnehmerInnen zu vermeiden, wird zwischen der Pfeiffer Logistik und der Gewerkschaft sowie dem Betriebsrat ein Sozialplan verhandelt.

Sozialplan: Vorstellungen von Pfeiffer und Gewerkschaft liegen weit auseinander

Ein Sozialplan dient der Verhinderung, Beseitigung oder Milderung wirtschaftlicher Nachteile für ArbeitnehmerInnen und muss gleichzeitig von der Höhe her für den Betriebsinhaber wirtschaftlich vertretbar sein. Aktuell driften die Vorstellungen der Gewerkschaft sowie die Möglichkeiten der Pfeiffer Logistik GmbH „sehr weit auseinander“: Die Gewerkschaft fordert Sozialplanleistungen in der Höhe von rund 7 Millionen Euro – während die Pfeiffer Logistik, die heuer ein Ergebnis der Geschäftstätigkeit von minus 1,3 Millionen Euro aufweist, maximal 1,8 Mio. Euro leisten kann. „Wir sind schlicht nicht im Stande, die geforderte Summe aufzubringen. Ein Sozialplan in dieser Höhe gefährdet potenziell weitere Arbeitsplätze“, erklärt Martin Etzlstorfer von der Pfeiffer Logistik. „Ziel eines Sozialplanes ist es, erhebliche Nachteile der Belegschaft zu mindern und dabei aber das wirtschaftliche Überleben des Unternehmens zu garantieren. Das ist bei diesem Vorschlag der Gewerkschaft nicht der Fall.“ Etzlstorfer weiter: „Wir fordern den Betriebsrat und die Gewerkschaft auf, ihre Forderungen auf ein realistisches Maß zu reduzieren. Die vorliegenden Forderungen können keinesfalls bedient werden. Wir scheuen das Urteil der Schlichtungsstelle nicht.“

Pfeiffer gesprächsbereit

Pfeiffer ist mehr als gesprächsbereit und willig, die Verhandlungen zügig zu einem zufriedenstellenden Abschluss zu bringen. „Wir wünschen uns für die betroffenen MitarbeiterInnen eine rasche Einigung. Aktuell liegen die Wünsche des Betriebsrates und der Gewerkschaft sowie unsere betriebswirtschaftlichen Möglichkeiten noch sehr weit auseinander.“

Sozialplan-Forderungen für Zielpunkt waren weit geringer

Im Zuge der Sozialplanverhandlungen für Zielpunkt – der durch die Insolvenz obsolet wurde – waren die Verhandlungen zwischen den Parteien schon sehr weit gediehen. „Wir waren eindeutig weiter, als wir das derzeit sind. Auch waren die geforderten Summen weit geringer.“

Sozialplan muss von betroffener Gesellschaft beglichen werden

Zur Zahlung des Sozialplans ist jene Gesellschaft verpflichtet, deren Mitarbeitern durch die Kündigung Nachteile entstehen. Auch keine andere Gesellschaft der Pfeiffer Handelsgruppe oder Mag. Georg Pfeiffer persönlich dürfen zur Zahlung „einspringen“. „Verhandlungspartner ist ausschließlich die Pfeiffer Logistik GmbH“, erklärt Etzlstorfer.

Intensive Suche nach Nachnutzern für das Logistik-Zentrum

Die Pfeiffer Handelsgruppe setzt alles daran, um den MitarbeiterInnen Alternativen anbieten zu können. So werden beispielsweise intensiv Nachnutzer für das Logistik-Zentrum am Standort Wien gesucht. „Bei einer Weiterführung des Betriebes als Logistik-Zentrum bestünde die Möglichkeit für die betroffenen KollegInnen, hier weiterzuarbeiten.“ Aktuell liegen Angebote vor, die geprüft werden. Pfeiffer als Eigentümer der Liegenschaft ist bestrebt „den Standort schnellstmöglich unter Berücksichtigung der Möglichkeiten einer Weiterbeschäftigung der MitarbeiterInnen zu verwerten.“

Rückfragen & Kontakt:

Martina Macho
Pfeiffer Handelsgruppe
T: +43 664 396 9058
E: martina.macho@pfeiffer.at

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