- 16.12.2015, 10:27:48
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BELVEDERE/21ER HAUS: Die Ausstellungshighlights 2016
Wien (OTS) - Präsentation österreichischer Kunst im internationalen
Kontext: Im Ausstellungsprogramm 2016 werden u. a. Ai Weiwei, Maria
Lassnig, Oswald Oberhuber, Franz West, Marc Adrian, Richard Kriesche,
Helga Philipp, Gerwald Rockenschaub, František Kupka, Max Kurzweil,
Tina Blau und Hubert Scheibl gezeigt.
Mit über 1,2 Millionen Besucherinnen und Besuchern an den Standorten
Belvedere, Winterpalais und 21er Haus blickt die Österreichische
Galerie Belvedere 2015 auf das erfolgreichste Jahr in ihrer
Geschichte zurück. Auch 2016 liegt der Ausstellungsschwerpunkt auf
der Präsentation österreichischer Kunst im internationalen Kontext.
Neben Retrospektiven heimischer Künstlerinnen und Künstler stehen
große Themenausstellungen, die wesentliche Kunstströmungen und
-epochen beleuchten, auf dem Programm.
21er Haus
2016 werden mit Maria Lassnig, Oswald Oberhuber und Franz West drei
herausragende österreichische Künstlerpersönlichkeiten gewürdigt, die
die heimische Kunstszene über Jahrzehnte maßgeblich mitgeprägt haben.
In der Sommerausstellung wird der chinesische Konzeptkünstler Ai
Weiwei einen bedeutenden Ahnentempel aus der späten Ming-Dynastie im
21er Haus zeigen und damit die beiden Bauwerke in Dialog treten
lassen. Den Jahresauftakt machen jedoch vier österreichische Künstler
der Op-Art: Marc Adrian, Richard Kriesche, Helga Philipp und Gerwald
Rockenschaub, die gemeinsam mit internationalen Kolleginnen und
Kollegen in der Ausstellung Abstract Loop Austria zum Thema Kunst und
visuelle Forschung seit 1950 zu sehen sind.
„Das Belvedere hat als ‚Nationalmuseum‘ den klaren Auftrag, mit der
herausragenden Sammlung österreichischer Kunst vom Mittelalter bis
zur Gegenwart zu arbeiten. Im 21. Jahrhundert geht dieser Auftrag
natürlich weit über das klassische Präsentieren hinaus, auch wenn uns
Rekord-Besucherzahlen täglich bestätigen, einen äußerst erfolgreichen
Weg eingeschlagen zu haben. Die Mission unserer Institution im
Bereich der Ausstellungen wird weiterhin darauf ausgerichtet sein,
das uns anvertraute kunsthistorische Erbe in einem internationalen
Kontext zu positionieren, es einem breiten Publikum zu vermitteln und
neue Sichtweisen bzw. Einblicke zur historischen und zeitgenössischen
Kunst zu ermöglichen“, so Agnes Husslein-Arco, Direktorin des
Belvedere und des 21er Haus.
Unteres Belvedere und Orangerie
Mit Themenschauen zur Formkunst, zur Bedeutung der Fotografie, zum
Œuvre Franz von Stucks und zur Zeit des Biedermeier wird im Jahr 2016
das 19. Jahrhundert aus verschiedensten Blickwinkeln umfassend
beleuchtet. Mit Kubismus – Konstruktivismus – Formkunst startet das
Untere Belvedere ins neue Jahr. Dabei werden die grundlegenden
künstlerischen Zusammenhänge ab 1900 thematisiert, die zur Entstehung
einer ungegenständlichen Kunst führten. Präsentiert werden
Einzelpositionen wie etwa František Kupka und Entwicklungen wie die
Formkunst der Wiener Secession, des Prager Kubismus oder des Wiener
Kinetismus.
Die Faszination und der Schrecken, die die Erfindung der Fotografie
1839 auslöste, werden in der Schau Wer hat Angst vor Fotografie?
thematisiert. Künstler von Hans Makart bis zu den Mitgliedern von
Gustav Klimts Künstler-Kompagnie hatten eine ausgesprochene Vorliebe
für die Fotografie. Maler als Fotografen und Fotosammler zu entdecken
und zu erfahren, wie sie Fotografien als Vorlagen für ihre
bildnerische Arbeit verwendeten, eröffnet einen Blick in eine bisher
ungeahnte Bilderwelt.
Franz von Stucks skandalöse erotische Gemälde, allen voran Die Sünde,
waren nicht allein aufgrund der Motivwahl umstritten und populär,
auch Stucks Bildauffassung und seine stringente Gestaltung des
Erscheinungsbildes der 1892 gegründeten Münchner Secession setzten
Maßstäbe – nicht zuletzt für die fünf Jahre später gegründete Wiener
Secession. In Sünde und Secession werden Münchens Malerfürst Franz
von Stuck und seine vielfältigen Beziehungen zu Wien und zum Fin de
Siècle beleuchtet.
Mit Künstlern der Wiener Secession beschäftigen sich auch die die
beiden Meisterwerke-im-Fokus-Ausstellungen in den Räumen des Oberen
Belvedere. In der ersten Schau wird mit Max Kurzweil ein
außergewöhnlicher Künstler der Wiener Secession vorgestellt, dessen
Œuvre erstaunlich qualitätsvolle Beispiele aller avantgardistischen
Strömungen seiner Zeit umfasst. Als eine der bedeutendsten
österreichischen Malerinnen des 19. Jahrhunderts wird Tina Blau 2016
als zweite Künstlerin in dieser Reihe gewürdigt. Mit ihren
Landschaften und Stillleben, aber auch mit ihren Professorenporträts
aus der letzten Schaffensperiode errang sie Bekanntheit. Ihrem
Malstil blieb sie bis ins Alter treu.
Das Ausstellungsjahr im Unteren Belvedere schließt mit Biedermeier –
Extended, einer Ausstellung über die faszinierende Entwicklung der
Malerei zwischen 1830 und 1860 mit prominenten Vertretern wie
Ferdinand Georg Waldmüller. Die Entwicklung der österreichischen
respektive Wiener Kunst sowie die Wechselwirkungen mit
internationalen Kunstentwicklungen dieser Zeit werden ebenso
beleuchtet wie die Wohnkultur, speziell die Möbelproduktion, die auf
den Stilwandel vom Biedermeier zum Zweiten Rokoko hinweist.
Die Orangerie im Unteren Belvedere präsentiert eine der neuesten
Werkserien von Hubert Scheibl, der unter den österreichischen
Künstlern seiner Generation als herausragender Vertreter einer
abstrakt-sensiblen, gestenreichen Malerei sowie als Zeichner und
Fotograf bekannt ist. In einem dialogischen Nebeneinander von
großformatigen Gemälden und Rauminstallationen unterschiedlicher
Dimension entfaltet sich die Architektur der Orangerie zu einem
geheimnisvollen Labyrinth aus Räumen und Bildern. Scheibls
überwältigend sinnliche und gestische Arbeiten lassen uns die
räumlichen Gegebenheiten der Orangerie anders wahrnehmen und
transformieren bzw. modifizieren auf diese Weise das traditionelle
Verhältnis zwischen Raum und Betrachter.
Winterpalais
Mit der Eröffnung im Jahr 2013 wurden die bedeutendsten Säle des
Paradeappartements des Winterpalais zum Ausstellungsort für
künstlerische Begegnungen zwischen barocker Ausstattung, den
Sammlungen des Belvedere und zeitgenössischer Kunst. Nach der
einzigartigen und äußerst erfolgreichen Präsentation des
dänisch-isländischen Künstlers Olafur Eliasson bereitet 2016 die
Ausstellung Fürstenglanz – Europäische Barockgalerien und die Kunst
der Ordnung die barocke Sammellust in der ehemaligen Winterresidenz
des Prinzen Eugen von Savoyen historisch auf.
Ausstellungsvorschau 2016
Abstract Loop Austria – Marc Adrian, Richard Kriesche, Helga Philipp,
Gerwald Rockenschaub
28. Jänner bis 29. Mai 2016
21er Haus
Edgar Knoop – Subway 813
28. Jänner bis 28. März 2016
21er Haus
Edgar Honetschlaeger – LOS FELIZ
Februar 2016
21er Haus
Johann Peter Krafft – Maler eines neuen Österreich
25. Februar bis 5. Juni 2016
Orangerie
Oswald Oberhuber
9. März bis 12. Juni 2016
21er Haus
Kubismus – Konstruktivismus – Formkunst
10. März bis 19. Juni 2016
Unteres Belvedere
Fürstenglanz – Europäische Barockgalerien und die Kunst der Ordnung
18. März bis 26. Juni 2016
Winterpalais
Meisterwerke im Fokus: Max Kurzweil
10. Mai bis 4. September 2016
Oberes Belvedere
Maria Lassnig
10. Juni bis 26. Oktober 2016
21er Haus
Wer hat Angst vor Fotografie? – Der Umgang mit dem neuen Medium von
Makart bis Klimt
17. Juni bis 30. Oktober 2016
Orangerie
Ai Weiwei – translocation – transformation
29. Juni bis Herbst 2016
21er Haus
SÜNDE UND SECESSION – Franz von Stuck in Wien
1. Juli bis 9. Oktober 2016
Unteres Belvedere
Sterling Ruby
7. Juli bis 16. Oktober 2016
Winterpalais
Biedermeier Extended – Waldmüller und die Malerei seiner Zeit
21. Oktober 2016 bis 12. Februar 2017
Unteres Belvedere
Meisterwerke im Fokus: Tina Blau
1. November 2016 bis 15. Jänner 2017
Oberes Belvedere
Franz West
November 2016 bis Februar 2017
21er Haus
Hubert Scheibl
9. November 2016 bis 5. März 2017
Orangerie
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