- 16.12.2015, 09:43:11
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AK Studie: Shoppen im Internet – Der Trick mit den Preisen 1
Dynamic Pricing: Neue AK Studie zeigt Trends, Gefahren und Tipps für dynamische und individualisierte Preisbildung im Internet
Utl.: Dynamic Pricing: Neue AK Studie zeigt Trends, Gefahren und
Tipps für dynamische und individualisierte Preisbildung im
Internet =
Wien (OTS) - Wird es künftig immer öfter eine Achterbahnfahrt bei den
Preisen geben? Das Internet machts möglich: Algorithmen können Preise
optimieren, gestützt auf persönliche Daten der KonsumentInnen. Wer
online shoppt, wird zunehmend mit flexiblen und individuell
angepassten Preisen rechnen müssen. Eine neue AK Studie zeigt Trends
und Gefahren. Die AK warnt vor Intransparenz.
„Wer online shoppt, könnte in Zukunft starke Nerven brauchen“,
sagt AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer. Denn Preise für ein und
dasselbe Produkte ändern sich zunehmend häufiger, mitunter mehrmals
am Tag. Dynamische Preisgestaltung nennt sich die nachfrageabhängige
Preisgestaltung. Fluganbieter leben das eigentlich schon länger vor.
Eine neue AK Studie „Dynamic Pricing“ zeigt: Die Einflussfaktoren auf
Internetpreise werden immer vielfältiger: Das Verhalten der KundInnen
– wann und wie oft sie auf einer Website sind – kann den Preis ebenso
lenken wie die Faktoren Zeit, Wetter, Ort, Vertriebskanal,
Wettbewerbsverhalten. Eine wichtige Rolle für die Preisdynamik kann
auch die Gerätewahl spielen.
Drei Beispiele:
1 Eine Mitfahrgelegenheit bei Uber kann bei Regen achtmal so viel
kosten wie bei Sonnenschein.
2 Das US-amerikanische Reiseunternehmen Orbitz bekannte sich dazu,
Apple-NutzerInnen hochpreisigere Hotelzimmer anzubieten. Der Grund:
Laut internen Statistiken weisen sie eine höhere Zahlungsbereitschaft
auf als Windows-NutzerInnen. „Statt Preise zu individualisieren, kann
also auch das Angebot, das bestimmten EndgerätenutzerInnen angezeigt
wird, segmentiert werden“, so Zimmer.
3 Ein Praxistest der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen belegte:
Rabattaktionen scheinen nur über stationäre Computer auf, nicht aber
auf Smartphones oder Tablets. Bei einigen Online-Shops ergaben sich
bei gleicher Produktauswahl je nach Endgerät signifikante
Preisunterschiede (Einkäufe vom Handy waren für ein Notebook deutlich
teurer als vom Desktop-Computer – rund 200 Euro mehr).
„Manche Online-Shops halten die Häufigkeit der Seitenaufrufe fest“,
weiß Zimmer. „Die im Hintergrund arbeitende Software registriert
wiederholtes Interesse und erhöht automatisch den Preis und damit den
Kaufdruck.“ Wer Angebote von einem anderen Computer aus aufruft, kann
unter Umständen wieder den Ausgangspreis sehen. Die AK Studie zeigt:
Der Preis für ein Tablet änderte sich bei Amazon mehrmals am Tag,
während er bei Media Markt konstant blieb. Am Ende der einwöchigen
Testphase lag der Amazon-Preis erstmals unter jenem von Media Markt.
Einen Tag später wurde auch dort der Preis deutlich reduziert.
„Kundendaten sind Goldes wert, wenn es darum geht, einen
bestimmten Preis zu erzielen“, resümiert Zimmer.
(Forts.)
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