- 15.12.2015, 09:20:23
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Mauthausen Komitee: „Ehrung eines Judenhassers wäre untragbar!"
ÖVP-NÖ Chef Pröll muss deutlich Stellung beziehen
Utl.: ÖVP-NÖ Chef Pröll muss deutlich Stellung beziehen =
Wien (OTS) - „Offenbar gilt manchen in der ÖVP Antisemitismus als
Bagatelle", sagt Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees
Österreich (MKÖ). Karl Simlinger, der im Dezember 2013 wegen einer
besonders üblen antisemitischen und rassistischen Äußerung als
Bürgermeister von Gföhl (Bezirk Krems-Land) zurücktreten musste, soll
nun den Ehrenring seiner Heimatgemeinde erhalten! Dafür sprechen sich
die schwarze und die blaue Fraktion in der niederösterreichischen
Stadt aus.
Mehreren Zeugen zufolge hat Simlinger vor zwei Jahren bei einer
Stadtratssitzung Folgendes von sich gegeben: „Mir gehen die
Scheiß-Asylanten sowieso am Oarsch, aber schuld sind die
Pressefritzen, die gehören aufgehängt, de san wia de Juden."
„Die Ehrung eines notorischen Judenhasser wäre völlig untragbar",
betont Mernyi. „Dass die FPÖ damit kein Problem hat, verwundert
nicht. Aber das skandalöse Verhalten der Gföhler ÖVP müsste zum
Einschreiten von VP-NÖ Chef Erwin Pröll führen. Das Mauthausen
Komitee hat ihn dazu aufgefordert und auch ein umfangreiches
Antwortschreiben erhalten. Nur wird darin mit keinem Wort auf die
Situation in Gföhl eingegangen. Als Vertretung der
Mauthausen-Überlebenden können wir nicht akzeptieren, dass sich der
Obmann der ÖVP-NÖ um eine solche Frage herumdrückt. Erwin Pröll muss
deutlich Stellung beziehen!"
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