Mauthausen Komitee: „Ehrung eines Judenhassers wäre untragbar!"

ÖVP-NÖ Chef Pröll muss deutlich Stellung beziehen

Wien (OTS) - „Offenbar gilt manchen in der ÖVP Antisemitismus als Bagatelle", sagt Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ). Karl Simlinger, der im Dezember 2013 wegen einer besonders üblen antisemitischen und rassistischen Äußerung als Bürgermeister von Gföhl (Bezirk Krems-Land) zurücktreten musste, soll nun den Ehrenring seiner Heimatgemeinde erhalten! Dafür sprechen sich die schwarze und die blaue Fraktion in der niederösterreichischen Stadt aus.

Mehreren Zeugen zufolge hat Simlinger vor zwei Jahren bei einer Stadtratssitzung Folgendes von sich gegeben: „Mir gehen die Scheiß-Asylanten sowieso am Oarsch, aber schuld sind die Pressefritzen, die gehören aufgehängt, de san wia de Juden."

„Die Ehrung eines notorischen Judenhasser wäre völlig untragbar", betont Mernyi. „Dass die FPÖ damit kein Problem hat, verwundert nicht. Aber das skandalöse Verhalten der Gföhler ÖVP müsste zum Einschreiten von VP-NÖ Chef Erwin Pröll führen. Das Mauthausen Komitee hat ihn dazu aufgefordert und auch ein umfangreiches Antwortschreiben erhalten. Nur wird darin mit keinem Wort auf die Situation in Gföhl eingegangen. Als Vertretung der Mauthausen-Überlebenden können wir nicht akzeptieren, dass sich der Obmann der ÖVP-NÖ um eine solche Frage herumdrückt. Erwin Pröll muss deutlich Stellung beziehen!"

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