Windustrie und Wahnsinn: Protest gegen Großangriff auf das Waldviertel

200 Bürger marschierten am 12. Dezember in Zwettl gegen Windräder in den Wäldern des Waldviertels.

Zwettl (OTS) - Nach einem Marsch durch die Innenstadt kritisierten die Sprecher der Bürgerinitiativen die Energiepolitik des Landes Niederösterreich aufs Schärfste und griffen vor allem den zuständigen Landesrat Stephan Pernkopf an, der allen Ernstes den Bürgerinitativen gegenüber behauptete, flächendeckender Windkraftausbau könnte zu einem Ausstieg Tschechiens aus der Atomkraft führen.

„Jetzt, nach der Erreichung von 100% Stromerzeugung aus erneuerbarere Energie, sollte doch endlich Schluss sein mit der großflächigen Landschafts-und Naturzerstörung. Windkraftanlagen haben im Wald nichts zu suchen“ tönte es unisono vom Rednerpult.

Günther Maier bemängelte, dass Windkraftausbau durch garantierte hohe Einspeisetarife zu einer lukrativen Geldquelle für Betreiber wurde:
1,3 Milliarden Euro sind 2016 im Fördertopf. Für Haushalte hingegen steigen die Ökostrombeiträge um 17 % auf durchschnittlich 120 Euro. Es werde nur von unten nach oben umverteilt.

Biologe Wolfgang Lechthaler beklagt die Durchführung der Projekte:
„Es dürfte kein Windparkprojekt im Waldviertel genehmigt werden. Zu groß ist die Zahl der heimischen streng geschützten Tier-, Vogel- und Fledermausarten.” In diversen Gutachten würden diese „mit verblüffender Regelmäßigkeit übersehen“.

Auch der Altabt von Geras Joachim Angerer ergriff das Wort:
„Vergewissert euch. Opfert nicht voreilig, zugunsten von unqualifizierten Subventionen unsere Landschaft, den letzten Schatz, der uns Benachteiligten seit Generationen geblieben ist, unsere Landschaft, das Waldviertel für alle Zukunft ausmacht.“

Unterstützung finden die Demonstranten bei prominenten Künstlern wie Roland Neuwirth, Erni Mangold und dem Schriftsteller Robert Menasse:
„Niederösterreich deckt 100% des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien. Das genügt nicht? Es muss Wachstum geben, ewiges Wachstum? Das haben wir Waldviertler von unseren Wäldern gelernt: kein Baum ist so blöd, dass er ewig wächst...“

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Wolfgang Lechthaler
E-mail: lechthaler@eutaxa.com
Tel 0676 9028351

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0001