- 11.12.2015, 14:58:54
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FPÖ-Stenzel: Zerstörung des Kulturerbes verhindern und beenden!
Wiens Ruf als Kulturmetropole muss erhalten bleiben
Utl.: Wiens Ruf als Kulturmetropole muss erhalten bleiben =
Wien (OTS) - Die Stadt Wien hat in der Frage des
UNESCO-Weltkulturerbes unter der grünen Planungsstadträtin und
Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou eine 180 Grad-Kehrtwendung
vollzogen. In der neuen Hochhausrichtlinie fehlt der Hinweis, dass
Kernzonen des Weltkulturerbes Ausschlusszonen für Hochhäuser sind, im
Masterplan Glacis werden sogenannte Reparaturzonen ausgewiesen, die
es ermöglichen, die Innere Stadt mit einer Kette von Hochhäusern zu
umgeben, so Wiens FPÖ-Gemeinderätin und Bezirksvorsteherin des 1.
Bezirks, Ursula Stenzel im Zuge der laufenden Budgetdebatte des
Wiener Gemeinderates.
Der geplante Bau eines 73 Meter hohen Turmes auf dem Gelände des
Eislaufvereins vor dem Hotel InterContinental könnte ein
Präzedenzfall sein. In allen Planungsphasen saß ein Vertreter von
ICOMOS mit am Tisch und stimmte in seiner Stellungnahme klar gegen
dieses Projekt. In Bonn gab es im Juni 2015 eine Sitzung des
UNESCO-Welterbekomitees, das die Entsendung eines Kontrollemissärs
beschlossen hat, der seinen Bericht Mitte Februar 2016 vorlegen wird.
Mit dem Entzug des Status des UNESCO-Weltkulturerbes für Wien Innere
Stadt ist zu rechnen. Offenbar will die rot- grüne Stadtregierung
eine Aberkennung des Weltkulturerbe-Status provozieren, um
ungehindert entlang des architekturhistorisch wertvollen
Ringstraßenensembles in die Höhe bauen zu können, so Stenzel.
Eine Fortführung der von SPÖ und Grünen betriebenen Bau-Politik führt
unweigerlich zum Verlust des Weltkulturerbe-Status Wiens. Das würde
sich wirtschaftlich, touristisch und kulturell äußerst negativ
auswirken und in weiterer Konsequenz die Arbeitsplatz-Situation in
Wien zusätzlich verschlechtern, erklärte Stenzel die aus diesem Grund
folgenden Beschlussantrag einbrachte:
Der Wiener Gemeinderat spricht sich
1) für eine Neuausrichtung und Korrektur des Stadtentwicklungsplanes,
STEP 2025,
2) für ein neues Hochhaus-Konzept, das dem Weltkultur-Erbe
zweifelsfrei gerecht wird und
3) für die Berücksichtigung der Weltkulturerbe-Gebiete (Schutz- und
Pufferzonen) im Flächenwidmungs- und Bebauungsplan aus.
Außerdem merkte Stenzel abschließend Folgendes an: „Im Übrigen bin
ich der Meinung, dass Frau Vassilakou Wort halten und endlich
zurücktreten soll.“ (Schluss)
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