• 11.12.2015, 09:00:01
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Von Gimborn: Nö hat zu viele Spitäler - aber zu wenig Spitalsärzte

Ein „Aus“ für Landesklinikenholding muß mehr Transparenz bringen

Utl.: Ein „Aus“ für Landesklinikenholding muß mehr Transparenz
bringen =

St. Pölten (OTS) - Die Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ,
Dr. Gabriele Von Gimborn, vertrat gestern Abend in der Sitzung des NÖ
Landtages die Meinung, dass die Landesklinikenholding in eine GesmbH
oder Kapitalgesellschaft übergeführt werden soll. Damit gäbe es mehr
Transparenz und es müßte wieder mehr politische Verantwortung von den
Regierenden übernommen werden.

Von Gimborn: „Unsere Landespolitiker haben das Spitalswesen so
derartig aufgebläht und unser Gesundheitssystem leidet unter dieser
Spitalslastigkeit.
Man rühmt sich der vielen ambulanten Behandlungen anstatt, hier einen
Riegel vorzuschieben. Mir ist das schon klar, dass sich die
Gebietskrankenkasse diesbezüglich nicht wehrt, denn die erspart sich
Kosten.“ Deshalb fordert Von Gimborn – einmal mehr - eine
Finanzierung des Gesundheitssystems aus einer Hand.

Wurzel des Übels sind machtbesessene Landespolitiker

Gimborn sieht das Übel bei den Landespolitikern, die über „ihre“
Spitäler Macht ausüben. Von Gimborn: „Wir haben die höchste Dichte an
Spitälern und die Österreicher gelten als Weltmeister im
Krankenhausliegen. Wenn wir eine echte Gesundheitsreform durchziehen
wollen, dann müssen wir den Landespolitikern zuvor die
Verfügungsgewalt über „ihre“ Krankenhäuser entreißen.“ Von Gimborn
verweist in diesem Zusammenhang wieder einmal auf den Neubau der
Spitäler Hainburg und dem im 11km entfernten Kittsee – das hat bei
Experten von Anfang an ein Kopfschütteln ausgelöst.

Ein einziger Landeshauptmann, so betont die Landtagsabgeordnete des
Team Stronach, nämlich der Steirer Hermann Schützenhöfer, zeigt
Rückgrat. Er kritisiert die Dichte der Krankenanstalten und will dem
Bund mehr Kompetenz einräumen.

Neben der hohen Dichte an Spitälern, „leidet“ NÖ zunehmend an einem
Mangel an Ärzten, zeigt Von Gimborn auf. Nicht zuletzt wirbt die
Landesklinikenholding bereits mit Inseraten für Turnusärzte. Von
Gimborn: „Diese Einschaltungen nützen gar nichts, denn falls die
verantwortlichen Personen es nicht wissen, die beste Werbung ist die
Mundpropaganda. Und die dürfte sehr dürftig ausfallen, nachdem die
Stellen für 30 Allgemeinmediziner samt Notarztdiplom und 60
Assistenz- bzw. Facharztstellen ausgeschrieben sind. Das sind im
Schnitt 3,3 Ärzte, die pro Krankenhaus fehlen. Anstatt teure Werbung
zu schalten sollte man sich einmal die Gehaltsschemen ansehen und mit
anderen Bundesländern und den angrenzenden Nachbarländern
vergleichen. Ein Turnusarzt mit Notarztdiplom erhält in NÖ für 48
Stunden einen Bruttolohn monatlich von 3580 Euro - In Wien bekommt er
5140 Euro brutto monatlich. Das ist Missmanagement an allen Ecken und
Enden in der Landesklinikenholding!“

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