Von Gimborn: „Working poor“ erreicht den Mittelstand

182.000 armutsgefährdete Niederösterreicher, rund 56.000 NÖ Arbeitslose und 30.000 Bezieher von Wohnbeihilfe verlangen nach einem Kurswechsel

St. Pölten (OTS) - „Auch bei uns in Niederösterreich nimmt der Besorgnis erregende Zustand, dass Menschen, die einen Job haben, nicht genug verdienen, um damit ihre Lebenshaltungskosten zu decken, rasant zu. Immer öfter reicht ihr Verdienst trotz Erwerbsarbeit nicht aus, um die Existenz zu sichern.“ Das betonte heute die Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ, Dr. Gabriele Von Gimborn, im Rahmen der Aktuellen Stunde im NÖ Landtag zum Thema „Armut“.

Von Gimborn weiter: „Das Phänomen der „working poor“ macht sich sukzessive in der Mittelschicht breit. Es ist 2015 wirklich kein Problem der Menschen am Rande der Gesellschaft mehr. Es sind die Arbeitnehmer mit einem Normalarbeitsverhältnis, die die größte Gruppe innerhalb der "Working Poor" darstellen!“

Für viele Menschen in NÖ werden es heuer keine „frohen Weihnachten“ sein, bedauerte Von Gimborn und nannte dazu Zahlen: In Niederösterreich waren 663.000 Personen vor der Auszahlung sozialer Transferleistungen armutsgefährdet und immerhin noch 182.000 waren nach der Auszahlung von Sozialleistungen immer noch armutsgefährdet. Weiters sind rund 56.000 in Arbeitslosigkeit bzw. Schulungen des AMS und 30.000 Haushalte bekommen Wohnbeihilfe.

„Dass hier vor allem Frauen und ältere Mitmenschen betroffen sind, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Dass zunehmend jedoch auch Personen aus der Mittelschicht betroffen sind, muss uns noch einmal mehr alarmieren. Viele Reformen – von der Bildung, über Arbeitsmarkt, bis zur Verwaltung – werden nicht effizient angegangen, weil sich die Verantwortlichen parteigetreu in ideologischen Positionen einzementiert haben. Eine Steuerreform und eine dringend notwendige Senkung der Abgabenquote reichen längst nicht mehr aus. Es braucht hierfür dringend eine gesamtpolitische Schwerpunktveränderung hin zu einer sozialen Präventionspolitik an Stelle späterer staatlicher Absicherungspolitik“, verlangt Von Gimborn in ihrer Rede zur Aktuellen Stunde im NÖ Landtag einen politischen Kurswechsel.

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