• 10.12.2015, 15:38:17
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Von Gimborn: „Working poor“ erreicht den Mittelstand

182.000 armutsgefährdete Niederösterreicher, rund 56.000 NÖ Arbeitslose und 30.000 Bezieher von Wohnbeihilfe verlangen nach einem Kurswechsel

Utl.: 182.000 armutsgefährdete Niederösterreicher, rund 56.000 NÖ
Arbeitslose und 30.000 Bezieher von Wohnbeihilfe verlangen
nach einem Kurswechsel =

St. Pölten (OTS) - „Auch bei uns in Niederösterreich nimmt der
Besorgnis erregende Zustand, dass Menschen, die einen Job haben,
nicht genug verdienen, um damit ihre Lebenshaltungskosten zu decken,
rasant zu. Immer öfter reicht ihr Verdienst trotz Erwerbsarbeit nicht
aus, um die Existenz zu sichern.“ Das betonte heute die
Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ, Dr. Gabriele Von
Gimborn, im Rahmen der Aktuellen Stunde im NÖ Landtag zum Thema
„Armut“.

Von Gimborn weiter: „Das Phänomen der „working poor“ macht sich
sukzessive in der Mittelschicht breit. Es ist 2015 wirklich kein
Problem der Menschen am Rande der Gesellschaft mehr. Es sind die
Arbeitnehmer mit einem Normalarbeitsverhältnis, die die größte Gruppe
innerhalb der "Working Poor" darstellen!“

Für viele Menschen in NÖ werden es heuer keine „frohen Weihnachten“
sein, bedauerte Von Gimborn und nannte dazu Zahlen: In
Niederösterreich waren 663.000 Personen vor der Auszahlung sozialer
Transferleistungen armutsgefährdet und immerhin noch 182.000 waren
nach der Auszahlung von Sozialleistungen immer noch armutsgefährdet.
Weiters sind rund 56.000 in Arbeitslosigkeit bzw. Schulungen des AMS
und 30.000 Haushalte bekommen Wohnbeihilfe.

„Dass hier vor allem Frauen und ältere Mitmenschen betroffen sind,
ist schon lange kein Geheimnis mehr. Dass zunehmend jedoch auch
Personen aus der Mittelschicht betroffen sind, muss uns noch einmal
mehr alarmieren. Viele Reformen – von der Bildung, über Arbeitsmarkt,
bis zur Verwaltung – werden nicht effizient angegangen, weil sich die
Verantwortlichen parteigetreu in ideologischen Positionen
einzementiert haben. Eine Steuerreform und eine dringend notwendige
Senkung der Abgabenquote reichen längst nicht mehr aus. Es braucht
hierfür dringend eine gesamtpolitische Schwerpunktveränderung hin zu
einer sozialen Präventionspolitik an Stelle späterer staatlicher
Absicherungspolitik“, verlangt Von Gimborn in ihrer Rede zur
Aktuellen Stunde im NÖ Landtag einen politischen Kurswechsel.

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