• 10.12.2015, 10:35:14
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GLOBAL 2000: Atomkraft ist keine Klimaschutzmaßnahme - Don’t Nuke the Climate!

COP21: Atom-Lobby versucht, die Klimaverhandlungen zu übernehmen

Utl.: COP21: Atom-Lobby versucht, die Klimaverhandlungen zu
übernehmen =

Wien/Paris (OTS) - Wien, am 10.Dezember 2015 - Am Rande der
Klimaverhandlung zum Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll spielt
sich ein Kampf zwischen Atom-Lobby und Anti-Atom-Bewegung ab, der
zunehmend an Fahrt gewinnt. Das deutliche Eintreten des
österreichischen Bundeskanzlers Faymann gegen Atomkraft in seiner
Rede beim Treffen der Staats- und Regierungschefs war ein wichtiges
Stoppschild für die pro-nuklearen Kräfte und auch die Ansagen des
österreichischen Umweltministers Rupprechter waren deutlich, jetzt
müssen aber internationale Koalitionen folgen.

Österreich tritt gegen Atomkraft auf

“Nuclear energy is not the way to tackle climate change. It is not
sustainable neither in ecological nor in economic terms. Just think
of the enormous costs of the unresolved storage of nuclear waste.”
(aus der Rede von Bundeskanzler Faymann
http://unfccc6.meta-fusion.com/cop21/events/2015-11-30-14-45-leaders-
event/his-excellency-mr-werner-faymann-chancellor-of-austria1)
Die von GLOBAL 2000 unterstützte Positionierung des österreichischen
Bundeskanzlers spiegelt die internationale NGO-Koalition „Don’t Nuke
the Climate – Atomkraft ist keine Klimaschutz-Maßnahme“ wider, die
von den NGOs GLOBAL 2000 (Österreich), WISE International
(Niederlande), NIRS (USA), der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg
(Deutschland) und der französischen Anti-Atom-Koalition Sortir du
Nucléaire ins Leben gerufen wurde.

Atomkraft ist zu teuer

Atomkraft ist in den letzten Jahrzehnten zunehmend von der rasanten
Entwicklung der Erneuerbaren Energien abgehängt worden: Der Neubau
von Atomkraftwerken ist zu teuer und nicht wettbewerbsfähig, die
Bauzeiten sind enorm lang und Verzögerungen der Bauprojekte führen zu
weiteren Kostenüberschreitungen. Daher versucht die Atomindustrie
sich nun als förderungswürdige „grüne“ und „low carbon“ Technologie
zu verkaufen, um an Förderungen aus Steuergeld heranzukommen – im
Falle der Klimaverhandlungen explizit in den Genuss von Förderungen
aus dem „Green Climate Fund“, der ab 2020 mit 100 Milliarden Dollar
dotiert sein soll.

Atomkraft ist hochgradig gesundheitsgefährdend und belastet die
Umwelt schon im Normalbetrieb

Dies ist das erklärte Ziel von „Nuclear for Climate“-Lobbygruppe, die
mit mehreren Ständen auf der COP präsent ist, dort 5000 Exemplare
eines Buches verteilt, dass die Anti-Atom-Bewegung als „Gefahr für
unsere Zukunft“ angreift, und mit mehreren Social Media Kanälen
Anti-Atom-SprecherInnen als „Parasiten“ bezeichnet.
„Atomkraft ist bei Betrachtung der gesamten Abbaukette von
Urangewinnung, über Anreicherung, bis zum Abriss der Anlagen und der
ungelösten dauerhaften Endlagerung des hochradioaktiven Mülls nicht
nur hochgradig gesundheitsgefährdend, sondern auch nicht CO2-arm“, so
Uhrig.
Eine wissenschaftliche Studie, die die NGO-Koalition „Don’t Nuke the
Climate“ bei der Klimakonferenz veröffentlicht hat, zeigt deutlich,
dass die Emissionen der Atomkraft mit 88-146 Gramm CO2 pro
Kilowattstunde weit über denen der Erneuerbaren Energien liegen. (1)
„Atomkraft ist zu schmutzig, zu langsam, und zu teuer, um ein Teil
der Lösung für die Klima-Krise sein zu können. Die österreichische
Regierung muss jetzt unter den 166 Atomkraft-freien Staaten weltweit
Koalitionen bilden, um die Plünderung des Green Climate Fund zu
verhindern“, so Uhrig abschließend.

Website: http://wiseinternational.org/german

1) Studie „Can Nuclear Power slow down Climate Change? - An analysis
of nuclear greenhouse gas emissions (November 2015)“
www.wiseinternational.org/sites/default/files/u93/F4%201nuclGHGshare-
ED.pdf

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