Junge Flüchtlinge bedankten sich musikalisch bei Wiener Philharmonikern

Wiener Philharmoniker spendeten Ausrüstung für Tonstudio an Samariterbund Flüchtlingseinrichtung

Wien (OTS) - „Wir möchten Danke sagen“, erklärte der 16-jährige Omid aus Afghanistan am Donnerstag vor JournalistInnen. Die Wiener Philharmoniker hatten die Ballspende des letzten Philharmoniker-Balles dem „Haus Sidra“, einer Einrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge des Samariterbundes Wien gespendet. Mit diesem Betrag wurden die Ausrüstung für ein Tonstudio sowie einige Musikinstrumente angeschafft, die die Jugendlichen seither begeistert verwenden. Erste Raps wurden aufgenommen und Beats produziert. Regelmäßig wird in Workshops an neuen Liedern gearbeitet, bei denen die Jugendlichen viele neue Ideen einbringen. Am Donnerstag gab Omid mit einigen anderen jungen Flüchtlingen, eine musikalische Kostprobe.

„Musik verbindet! Das Geheimnis der Musik liegt in der universellen Sprache, unabhängig vom kulturellen Hintergrund oder deren Herkunft werden Menschen durch sie verzaubert und in ihren Bann gezogen! Die Magie der musikalischen Gestaltung lässt Menschen verschiedenster sozialer Unterschiede zu einer musikalischen Einheit werden und schafft dadurch einen Weg der Kommunikation ohne Vorurteile. Die Wiener Philharmoniker wissen von dieser Kraft der Sprache und sehen sich verpflichtet, abseits des Konzertlebens junge Menschen mit verschiedenem kulturellen Migrationshintergrund zu helfen und zu fördern“, sagt Ballorganisator Paul Halwax.
„Wenn es um die Finanzierung von Freizeitaktivitäten geht, sind wir auf Spenden angewiesen. Diese sind für die Strukturierung des Tagesablaufs und zur Förderung der Integration der jungen Menschen besonders hilfreich“, erklärt Reinhard Hundsmüller, Bundesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs. Und Dr. Siegfried Sellitsch, Präsident des Samariterbundes Wien ergänzt: „Musik ist eine Sprache, die jeder versteht. Es geht auch darum, Spaß zu haben und den Alltag zu vergessen. Viele der Jugendlichen haben in den Krisengebieten und während der Flucht Traumatisches erlebt. Musik und Rhythmus machen den Kopf frei. Es ist eine Möglichkeit, über alle Grenzen hinweg zu kommunizieren und Emotion gut auszuleben. Meinen Dank möchte ich auch Karin Risser aussprechen, die die Kooperation mit den Wiener Philharmonikern initiiert hat.“
Der Samariterbund übernimmt Verantwortung für Menschen, die aufgrund katastrophaler Lebensbedingungen in Kriegs- und Krisengebieten ihre Heimat verlassen und in Österreich Asyl suchen und macht sich für ihre Rechte stark. Österreichweit betreibt der Samariterbund über 30 Einrichtungen für Flüchtlinge. „Auf die altersadäquate Betreuung von Flüchtlingen, die ohne ihre Eltern aus Krisenregionen flüchten mussten, legen wir besonders großen Wert“, so Hundsmüller.

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