• 10.12.2015, 09:00:01
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Allianz Studie: Junge Fahrer suchen das Risiko

Etwa ein Drittel der Befragten wagen riskante Fahrmanöver 29 Prozent der jungen Autofahrer in Unfälle verwickelt 83 Prozent sehen Alkohol als größten Risikofaktor

Utl.: Etwa ein Drittel der Befragten wagen riskante Fahrmanöver
29 Prozent der jungen Autofahrer in Unfälle verwickelt
83 Prozent sehen Alkohol als größten Risikofaktor =

Wien (OTS) - Eine repräsentative Umfrage des Allianz Zentrum für
Technik (AZT) zeigt, dass bei den 18- bis 24-Jährigen das Bewusstsein
für die Gefahren des Straßenverkehrs vorhanden ist – sie aber dennoch
dem entgegen risikoreich handeln. 31 Prozent der Befragten geben zu,
riskante Fahrmanöver zu wagen. Des Weiteren haben 81 Prozent der
jungen Autofahrer bestätigt, selten oder gelegentlich „nicht wirklich
sichere“ Fahrmanöver, wie beispielsweise zu forsche Kurvenfahrten,
durchzuführen. Deutliche Unterschiede gibt es zwischen Mann und Frau:
Während nur etwa jede vierte Autofahrerin dieser Altersklasse ihren
Fahrstil als sportlich oder offensiv einschätzt, ist das bei den
Männern jeder zweite. Das Umfrageergebnis zeigt auch, dass – laut
eigenen Angaben – rund jeder vierte (27 Prozent) Verkehrsteilnehmer
dieser Altersgruppe bereits in jungen Jahren aktenkundige
Verkehrsvergehen vorzuweisen hat.

29 Prozent in Unfälle verwickelt

Das Bewusstsein für die Risiken im Straßenverkehr ist bei den jungen
Fahrern sehr realistisch: So denken 78 Prozent der 18- bis
24-Jährigen, dass die meisten Unfälle im alltäglichen Leben beim
Motorradfahren passieren, Autofahren belegt mit 66 Prozent Rang zwei.
Obwohl ihnen die Gefahren bewusst sind, sind Unfälle in der
Altersgruppe keine Seltenheit. 20 Prozent der jungen Autofahrer waren
bereits in einen Unfall involviert, weitere acht Prozent in zwei bis
drei und ein Prozent sogar in vier bis fünf Verkehrsunfälle. „70
Prozent der Befragten geben zu, selbst Unfälle verursacht zu haben“,
erklärt Kurt Benesch, Leiter des Allianz Kundenservice. Bei neun von
zehn Unfällen resultierte daraus ein reiner Sachschaden, während zehn
Prozent der Vorfälle weniger glimpflich ausgingen und Personenschäden
die Folge waren.

83 Prozent sehen im Alkohol unmittelbare Unfallgefahr

Alkohol steht für 83 Prozent der 18- bis 24-jährigen Autolenker in
direktem Zusammenhang mit einer unmittelbaren Unfallgefahr und hat
damit in der Rangliste der Unfallrisiken deutlich den ersten Platz
eingenommen. Auf den Positionen zwei und drei rangieren die Faktoren
Ablenkung mit 52 Prozent und überhöhte Geschwindigkeit mit 51
Prozent. Unfallgefahren wie Überholmanöver, fehlende Fahrpraxis oder
das riskante Fahrverhalten anderer Verkehrsteilnehmer befinden sich
in dieser Auflistung im Mittelfeld.

Forderung nach verstärktem Sicherheitsdenken

Die Allianz begrüßt sämtliche technischen Maßnahmen wie
beispielsweise elektronische Stabilitätsprogramme oder die
automatische Distanzregelung, welche zu einer Erhöhung der Sicherheit
im Straßenverkehr führen. Darüber hinaus ist es allerdings notwendig,
dass sich das Verantwortungsbewusstsein aller Verkehrsteilnehmer in
Hinblick auf die eigene Fahrweise deutlich erhöht, um die Zahl der
Unfälle zu reduzieren.

Allianz Mobilitätsstudie

Für die Sicherheits- und Mobilitätsstudie „Jung und urban“ (2014) zu
jungen Fahrzeugnutzern in Deutschland, Österreich und der Schweiz
betrachtete das Allianz Zentrum für Technik (AZT) amtliche
Datenquellen und ließ eine repräsentative Online-Umfrage in D/Ö/CH
durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Wien durchführen.
Befragt wurden 2.200 18- bis 24-Jährige zu ihrem Verhältnis zum
Pkw-Verkehr.

Das Allianz Zentrum für Technik

Als Forschungsinstitut der Allianz untersucht das Allianz Zentrum für
Technik Fragestellungen aus den Bereichen Kraftfahrzeugtechnik und
Straßenverkehrssicherheit. Dabei geht es vorrangig um die Erhöhung
der Verkehrssicherheit sowie die Verringerung der Schadenskosten in
der Fahrzeugversicherung durch Schadenvermeidung, verbessertes
Crash-Verhalten und erhöhte Reparaturfreundlichkeit.

Downloads im Internet unter
https://www.allianz.at/privatkunden/media-newsroom/

Foto: Kurt Benesch (© Allianz) – Abdruck honorarfrei
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