Allianz Studie: Junge Fahrer suchen das Risiko

Etwa ein Drittel der Befragten wagen riskante Fahrmanöver 29 Prozent der jungen Autofahrer in Unfälle verwickelt 83 Prozent sehen Alkohol als größten Risikofaktor

Wien (OTS) - Eine repräsentative Umfrage des Allianz Zentrum für Technik (AZT) zeigt, dass bei den 18- bis 24-Jährigen das Bewusstsein für die Gefahren des Straßenverkehrs vorhanden ist – sie aber dennoch dem entgegen risikoreich handeln. 31 Prozent der Befragten geben zu, riskante Fahrmanöver zu wagen. Des Weiteren haben 81 Prozent der jungen Autofahrer bestätigt, selten oder gelegentlich „nicht wirklich sichere“ Fahrmanöver, wie beispielsweise zu forsche Kurvenfahrten, durchzuführen. Deutliche Unterschiede gibt es zwischen Mann und Frau:
Während nur etwa jede vierte Autofahrerin dieser Altersklasse ihren Fahrstil als sportlich oder offensiv einschätzt, ist das bei den Männern jeder zweite. Das Umfrageergebnis zeigt auch, dass – laut eigenen Angaben – rund jeder vierte (27 Prozent) Verkehrsteilnehmer dieser Altersgruppe bereits in jungen Jahren aktenkundige Verkehrsvergehen vorzuweisen hat.

29 Prozent in Unfälle verwickelt

Das Bewusstsein für die Risiken im Straßenverkehr ist bei den jungen Fahrern sehr realistisch: So denken 78 Prozent der 18- bis 24-Jährigen, dass die meisten Unfälle im alltäglichen Leben beim Motorradfahren passieren, Autofahren belegt mit 66 Prozent Rang zwei. Obwohl ihnen die Gefahren bewusst sind, sind Unfälle in der Altersgruppe keine Seltenheit. 20 Prozent der jungen Autofahrer waren bereits in einen Unfall involviert, weitere acht Prozent in zwei bis drei und ein Prozent sogar in vier bis fünf Verkehrsunfälle. „70 Prozent der Befragten geben zu, selbst Unfälle verursacht zu haben“, erklärt Kurt Benesch, Leiter des Allianz Kundenservice. Bei neun von zehn Unfällen resultierte daraus ein reiner Sachschaden, während zehn Prozent der Vorfälle weniger glimpflich ausgingen und Personenschäden die Folge waren.

83 Prozent sehen im Alkohol unmittelbare Unfallgefahr

Alkohol steht für 83 Prozent der 18- bis 24-jährigen Autolenker in direktem Zusammenhang mit einer unmittelbaren Unfallgefahr und hat damit in der Rangliste der Unfallrisiken deutlich den ersten Platz eingenommen. Auf den Positionen zwei und drei rangieren die Faktoren Ablenkung mit 52 Prozent und überhöhte Geschwindigkeit mit 51 Prozent. Unfallgefahren wie Überholmanöver, fehlende Fahrpraxis oder das riskante Fahrverhalten anderer Verkehrsteilnehmer befinden sich in dieser Auflistung im Mittelfeld.

Forderung nach verstärktem Sicherheitsdenken

Die Allianz begrüßt sämtliche technischen Maßnahmen wie beispielsweise elektronische Stabilitätsprogramme oder die automatische Distanzregelung, welche zu einer Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr führen. Darüber hinaus ist es allerdings notwendig, dass sich das Verantwortungsbewusstsein aller Verkehrsteilnehmer in Hinblick auf die eigene Fahrweise deutlich erhöht, um die Zahl der Unfälle zu reduzieren.

Allianz Mobilitätsstudie

Für die Sicherheits- und Mobilitätsstudie „Jung und urban“ (2014) zu jungen Fahrzeugnutzern in Deutschland, Österreich und der Schweiz betrachtete das Allianz Zentrum für Technik (AZT) amtliche Datenquellen und ließ eine repräsentative Online-Umfrage in D/Ö/CH durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Wien durchführen. Befragt wurden 2.200 18- bis 24-Jährige zu ihrem Verhältnis zum Pkw-Verkehr.

Das Allianz Zentrum für Technik

Als Forschungsinstitut der Allianz untersucht das Allianz Zentrum für Technik Fragestellungen aus den Bereichen Kraftfahrzeugtechnik und Straßenverkehrssicherheit. Dabei geht es vorrangig um die Erhöhung der Verkehrssicherheit sowie die Verringerung der Schadenskosten in der Fahrzeugversicherung durch Schadenvermeidung, verbessertes Crash-Verhalten und erhöhte Reparaturfreundlichkeit.

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