- 04.12.2015, 11:35:01
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Hundstorfer: Freiwilliges Engagement ist eine wesentliche Säule unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts
Auszeichnung von jungen Freiwilligen anlässlich des „Internationalen Tages der Freiwilligen“ im burgenländischen Pinkafeld
Utl.: Auszeichnung von jungen Freiwilligen anlässlich des
„Internationalen Tages der Freiwilligen“ im burgenländischen
Pinkafeld =
Wien (OTS/BMASK) - „Die Österreicherinnen und Österreicher haben ein
großes Herz. Tausende freiwillige Helferinnen und Helfer haben in den
letzten Monaten unermüdlich hunderttausende, von den Strapazen der
Flucht gezeichnete Flüchtlinge empfangen, versorgt, betreut und
aufgenommen. Dafür gilt es Dank zu sagen und diese Frauen und Männer
am Internationalen Tag der Freiwilligen vor den Vorhang zu holen“, so
Sozialminister Rudolf Hundstorfer anlässlich einer Veranstaltung in
Pinkafeld, bei der Berufsschülerinnen und Berufsschüler für ihr
freiwilliges Engagement vom Sozialminister ausgezeichnet wurden.****
„Freiwilliges Engagement ist eine wesentliche Säule unserer
Gesellschaft. Daher wurden in den letzten Jahren zur Unterstützung
und Förderung dieses freiwilligen und ehrenamtlichen Engagements
kontinuierlich Maßnahmen gesetzt, die der stetigen Verbesserung der
Rahmenbedingungen dienen“, hob Hundstorfer hervor und nannte in
diesem Zusammenhang das Freiwilligengesetz, das erst jüngst
novelliert und erweitert wurde.
Freiwilliges Integrationsjahr für Asylberechtigte ab 2016
Ab 1.Jänner 2016 wird es für Asyl- und subsidiär
Schutzberechtigte möglich, ein Freiwilliges Integrationsjahr zu
absolvieren. Das Freiwillige Integrationsjahr ist vergleichbar mit
dem Freiwilligen Sozialjahr und dient der besseren Integration und
Vermittlung in den 1. Arbeitsmarkt. Auch wenn das Integrationsjahr
kein Arbeitsverhältnis darstellt, gehen die Asyl- und subsidiär
Schutzberechtigte innerhalb einer Sozialorganisation einer Tätigkeit
nach, die es ihnen erlaubt ihre Deutschkenntnisse zu verbessern,
einen begrenzten Tätigkeitsbereich besser kennen zu lernen und
dadurch ihre soziale Integration und ihre Berufschancen zu erhöhen.
Neuer Auslandsfreiwilligendienst ermöglicht gleichberechtigten
Zugang von Frauen und Männern
Mit der letzten Novellierung des Freiwilligengesetzes und der
damit verbunden Bündelung der Auslandsfreiwilligendienste in einem
Gesetz, werden nicht nur die Rahmenbedingungen für das im Interesse
der Republik liegende besondere freiwillige Engagement verbessert,
sondern „es wurden damit auch neue Maßstäbe gesetzt“ erläuterte der
Sozialminister. „Mit dem neuen Auslandsfreiwilligendienst wird
endlich ein gleichberechtigter Zugang von Frauen und Männern
ermöglicht“ zeigt sich Hundstorfer erfreut. Darüber hinaus wurden
durch das Gesetz entsprechende Kriterien festgelegt, die eine hohe
Qualität des zwischen 6 und 12 Monaten dauernden Einsatzes
sicherstellen. Demnach erhalten die Teilnehmenden ein Taschengeld,
ha-ben Anspruch auf eine pädagogische Betreuung und Begleitung im
Ausmaß von 150 Stunden und sind sozialversicherungsrechtlich
abgesichert. Auch der Bezug von Familienbeihilfe während der
Absolvierung von Gedenkdienst bzw. Friedens- oder Sozialdienst im
Ausland (bis 25) ist nunmehr gesetzlich vorgesehen. Schließlich soll
die gesetzlich verankerte Förderung, die nun auf die soziale
Bedürftigkeit abstellt, einen fairen Zugang für alle ermöglichen.
Durch die Maßnahmen wird eine weitere Steigerung des Interesses
an diesen Freiwilligendiensten erwartet, deren Dynamik nicht zu
unterschätzen ist. Denn „wie wir aus Untersuchungen wissen, ist die
Bereitschaft von Personen, die sich bereits in jungen Jahren
engagieren und einbringen, wesentlich höher, dies auch in späteren
Lebensabschnitten zu tun“, so Hundstorfer, der dabei auch auf das
erfreulich hohe Niveau der Freiwilligentätigkeit in Österreich, - 46%
der Bevölkerung ab 15 Jahren sind freiwillig aktiv -, hinwies.
„Die besten Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für das
freiwillige und ehrenamtliche Engagement wären jedoch bedeutungslos,
wenn nicht die vielen Österreicherinnen und Österreicher mit großer
Begeisterung die Umsetzung übernehmen würden. Ihnen allen gebührt
unser ganze Dank“, so Sozialminister Hundstorfer abschließend.
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