• 03.12.2015, 09:28:36
  • /
  • OTS0024 OTW0024

AK warnt vor Spesen bei Versicherungen 1

AK Test zeigt unterschiedliche, mitunter hohe Spesen

Utl.: AK Test zeigt unterschiedliche, mitunter hohe Spesen =

Wien (OTS) - Bei Versicherungsverträgen können saftige Spesen und
zusätzliche Kosten anfallen. Unterjährigkeitszuschlag, Rückbuchungen
oder Mahnungen können ganz schön ins Geld gehen, warnt die AK. Die AK
hat die Spesen für Neuverträge bei 20 Versicherungen erhoben.

Achtung, Bezeichnungen im Versicherungsvertrag wie
Unterjährigkeitszuschlag sind Hinweise für zusätzliche Kosten. Bei
Verpfändung der Versicherung, etwa für eine Kreditsicherstellung oder
bei Rückbuchungen der Prämie und Zahlungsverzug, können Spesen
lauern. „Je nach Versicherung sind die Spesen und Kosten
unterschiedlich“, weiß AK Konsumentenschützerin Michaela Kollmann.

Der Unterjährigkeitszuschlag wird verrechnet, wenn die
Versicherungsprämie nicht auf einmal im Voraus, sondern halb-,
vierteljährlich oder monatlich bezahlt wird. Die Versicherungsprämie
ist eine Jahresprämie, die zu Beginn des Versicherungsjahres fällig
wird. Nur drei der 20 getesteten Versicherungen verlangen generell
keinen Unterjährigkeitszuschlag. „Ob und in welcher Höhe der
Unterjährigkeitszsuschlag verlangt wird, ist vom Unternehmen und der
Sparte abhängig, etwa Leben, Unfall oder Kfz“, sagt Kollmann. So kann
beispielsweise bei monatlicher Zahlung der Unfallversicherung eine
bis zu sechs Prozent höhere Prämie anfallen. „Das summiert sich bei
längeren Laufzeiten“, sagt Kollmann.

Wer seine Lebensversicherung als Sicherheit für den Kredit
verpfändet, hat meist auch Spesen. Bei zehn Versicherungen müssen
KundInnen einmalig Spesen bis zu 25 Euro für die Bearbeitung der
Sicherstellung zahlen.

Ist das Konto ins Minus gerutscht und wird die Lastschrift
rückgebucht, werden dafür ebenfalls Spesen fällig. Neun
Versicherungen geben die Spesen der Bank (Hausbank der Versicherung)
weiter – sie betragen drei bis 15 Euro. Zusätzlich kommen noch bei
sieben Versicherungen die Versicherungsspesen von bis zu zwölf Euro
hinzu.

Wer einmal mit seiner Prämie in Verzug kommt, also sie zu spät
oder nicht bezahlt, wird oft mit Mahnspesen konfrontiert. Die Höhe
der Mahnspesen ist sehr unterschiedlich. Eine Zahlungserinnerung ist
manchmal noch kostenlos. Mahnspesen können bis zu 30 Euro betragen.
18 Versicherungen stellen zumindest ab der zweiten Mahnung
Mahnspesen in Rechnung, von zwei Versicherungen gab es dazu keine
Angaben.

Geht die Polizze verloren, fallen für die Ausstellung der
Duplikatspolizze Spesen von bis zu 25 Euro an. Drei Versicherungen
machten dazu keine Angaben. Fünf Versicherungen verrechnen für das
Duplikat nichts, zwei verlangen keine Spesen, wenn sie elektronisch
geschickt wird. Positiv: Die Finanzamtsbestätigung ist mit einer
Ausnahme auch in Papierform noch kostenlos.

(Forts.)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel