AK warnt vor Spesen bei Versicherungen 1

AK Test zeigt unterschiedliche, mitunter hohe Spesen

Wien (OTS) - Bei Versicherungsverträgen können saftige Spesen und zusätzliche Kosten anfallen. Unterjährigkeitszuschlag, Rückbuchungen oder Mahnungen können ganz schön ins Geld gehen, warnt die AK. Die AK hat die Spesen für Neuverträge bei 20 Versicherungen erhoben.

Achtung, Bezeichnungen im Versicherungsvertrag wie Unterjährigkeitszuschlag sind Hinweise für zusätzliche Kosten. Bei Verpfändung der Versicherung, etwa für eine Kreditsicherstellung oder bei Rückbuchungen der Prämie und Zahlungsverzug, können Spesen lauern. „Je nach Versicherung sind die Spesen und Kosten unterschiedlich“, weiß AK Konsumentenschützerin Michaela Kollmann.

Der Unterjährigkeitszuschlag wird verrechnet, wenn die Versicherungsprämie nicht auf einmal im Voraus, sondern halb-, vierteljährlich oder monatlich bezahlt wird. Die Versicherungsprämie ist eine Jahresprämie, die zu Beginn des Versicherungsjahres fällig wird. Nur drei der 20 getesteten Versicherungen verlangen generell keinen Unterjährigkeitszuschlag. „Ob und in welcher Höhe der Unterjährigkeitszsuschlag verlangt wird, ist vom Unternehmen und der Sparte abhängig, etwa Leben, Unfall oder Kfz“, sagt Kollmann. So kann beispielsweise bei monatlicher Zahlung der Unfallversicherung eine bis zu sechs Prozent höhere Prämie anfallen. „Das summiert sich bei längeren Laufzeiten“, sagt Kollmann.

Wer seine Lebensversicherung als Sicherheit für den Kredit verpfändet, hat meist auch Spesen. Bei zehn Versicherungen müssen KundInnen einmalig Spesen bis zu 25 Euro für die Bearbeitung der Sicherstellung zahlen.

Ist das Konto ins Minus gerutscht und wird die Lastschrift rückgebucht, werden dafür ebenfalls Spesen fällig. Neun Versicherungen geben die Spesen der Bank (Hausbank der Versicherung) weiter – sie betragen drei bis 15 Euro. Zusätzlich kommen noch bei sieben Versicherungen die Versicherungsspesen von bis zu zwölf Euro hinzu.

Wer einmal mit seiner Prämie in Verzug kommt, also sie zu spät oder nicht bezahlt, wird oft mit Mahnspesen konfrontiert. Die Höhe der Mahnspesen ist sehr unterschiedlich. Eine Zahlungserinnerung ist manchmal noch kostenlos. Mahnspesen können bis zu 30 Euro betragen. 18 Versicherungen stellen zumindest ab der zweiten Mahnung Mahnspesen in Rechnung, von zwei Versicherungen gab es dazu keine Angaben.

Geht die Polizze verloren, fallen für die Ausstellung der Duplikatspolizze Spesen von bis zu 25 Euro an. Drei Versicherungen machten dazu keine Angaben. Fünf Versicherungen verrechnen für das Duplikat nichts, zwei verlangen keine Spesen, wenn sie elektronisch geschickt wird. Positiv: Die Finanzamtsbestätigung ist mit einer Ausnahme auch in Papierform noch kostenlos.

(Forts.)

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