Alle handelnden Parteien ziehen an einem Strang

Wien (OTS) -

  • Georg Pfeiffer: Sind mit allen Entscheidern im konstruktiven Dialog
  • Die Pfeiffer Handelsgruppe setzt alles daran, die schwierige Situation für Zielpunkt-Mitarbeiter abzufedern und arbeitet gemeinsam mit allen Parteien mit Hochdruck an Lösungen
  • Masseverwalter Dr. Freimüller wurde gestern bestellt und hat heute erste Schritte eingeleitet
  • Heute findet der erste Gläubigerausschuss statt
  • Pfeiffer Handelskette führt intensive Gespräche mit Politik, AMS, Bundeswettbewerbsbehörde sowie GPA-Chef Katzian und Betriebsrat
  • Absicherung der Gehälter und Lieferanten im Fokus

(Zielpunkt; Wien) „Was ich für die Zielpunkt-Mitarbeiter tun kann, werde ich auch tun. Das haben wir 2012 – als Zielpunkt auch knapp vor dem Konkurs stand – schon bewiesen, als wir damals durch den Einstieg bei Zielpunkt das Schlimmste verhindern konnten. Wir arbeiten derzeit auf allen Ebenen, um möglichst schnell Lösungen für unsere Mitarbeiter zu finden, damit sie rasch zu ihrem Geld bzw. zu einem Job kommen. Alle Parteien ziehen an einem Strang, um den betroffenen Mitarbeiter zu helfen“, so die Pfeiffer Geschäftsführung.

Die Zielpunkt GmbH hat gestern das Konkursverfahren am Handelsgericht Wien offiziell eingeleitet und Rechtsanwalt Dr. Freimüller als Masseverwalter bestellt. Dr. Georg Freimüller arbeitet seit gestern mit Hochdruck an der schnellstmöglichen Abwicklung des Insolvenzantrages. Am Nachmittag findet dazu der erste Gläubigerausschuss statt. Ein eigener Masseverwalter ist ausschließlich für rechtliche Fragen der Mitarbeiter bestellt worden und steht im intensiven Austausch mit den Betriebsräten. Morgen findet eine Betriebsratsversammlung mit dem Insolvenzverwalter statt, hier sollen alle Fragen der Mitarbeiter besprochen werden.

Seit der Bekanntgabe der Zahlungsunfähigkeit der Zielpunkt GmbH arbeitet der Eigentümer, die Pfeiffer Handelsgruppe, intensiv mit allen Entscheidern zusammen, um rasch Lösungen für die betroffenen Mitarbeiter zu finden. Erste konstruktive Gespräche wurden seitens Pfeiffer mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer wie auch mit Chef der Gewerkschaft GPA-djp, Wolfgang Katzian, geführt.

Mitarbeiter im Zentrum aller Bemühungen

Auch mit dem AMS wird eng zusammengearbeitet. Das Arbeitsmarktservice hat eigens eine Hotline für Zielpunkt-Mitarbeiter eingerichtet. Zudem werden derzeit intern alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit Lehrlinge von Zielpunkt ihre Lehre in Unimarkt- und Nah&Frisch-Filialen absolvieren können. Darüber hinaus werden Zielpunkt Mitarbeiter bevorzugt behandelt, wenn es offene Stellen bei Nah&Frisch und UNIMARKT sowie dem Gastro-Großhändler C+C Pfeiffer zu besetzen gilt.

„Wir werden uns mit allen Möglichkeiten dafür einsetzen, Zielpunkt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bevorzugt zu behandeln. Wir gehen davon aus, dass wir auf diesem Weg rund 200 Mitarbeitern einen neuen Job anbieten können“, erklärt Pfeiffer.

„Ich habe schon am Wochenende mit AMS-Chef Johannes Kopf gesprochen und wir haben vereinbart, uns ganz eng abzustimmen, um den Zielpunkt-Mitarbeitern die bestmögliche Hilfestellung auf der Suche nach einem neuen Job zukommen zu lassen“, versichert Georg Pfeiffer.

BWB sichert schnelle Entscheidungen zu

Die Übernahme der Standorte und dadurch mögliche Zusammenschlussanmeldungen werden von der Bundeswettbewerbsbehörde BWB prioritär behandelt. „Wir schauen uns schon jetzt den Markt und mögliche Szenarien die wettbewerbsrechtlich denkbar sind an und sind jetzt schon mit den wesentlichen Stakeholdern im Gespräch. Wir sind an einer raschen Durchführung der rechtlichen Prüfung stark interessiert, damit die Standorte umgehend einer Verwertung zugeführt werden können – nur dann können Interessenten diese übernehmen und damit hoffentlich auch viele Mitarbeiter“, so BWB-Generaldirektor Thanner. Thanner sieht hier nicht zwingend eine Nachnutzung als Lebensmittel-Händler, die Standorte "können auch für andere Branchen spannend sein".

Absicherung von Gehältern und Lieferanten

Der Insolvenzentgeltfonds übernimmt die Bezahlung der ausstehenden Gehälter. Die Auszahlung dauert üblicherweise einige Wochen. Die Pfeiffer Handelsgruppe bemüht sich um eine Beschleunigung der Auszahlung und ist dazu mit Wolfgang Pfabigan, Chef des Insolvenzentgeltfonds in enger Abstimmung. Das gemeinsame Ziel ist es, dass Zielpunkt-Mitarbeiter das Geld innerhalb von drei Wochen und damit noch vor Weihnachten erhalten. Die Anträge der Zielpunkt-Mitarbeiter werden mit Hochdruck bearbeitet.

Lebensmittelproduzenten: Überwiegender Anteil hat keine Ausfälle

Für Lieferanten, die die Zielpunkt-Supermarktkette beliefert haben, gibt es positive Nachrichten. 70% der Warenlieferanten – die mehr als 84 Prozent des Umsatzes stellen - werden über Markant verrechnet und sind daher versichert.

Aus rechtlichen Gründen keine Gutschein-Annahme möglich

Seit Bekanntgabe der Zahlungsunfähigkeit von Zielpunkt dürfen von der Supermarktkette keine offenen Forderungen /Gutscheine mehr eingelöst werden – gegenüber niemandem. Ausgegebene Gutscheine an Kunden können nicht mehr eingelöst werden können. „Gutscheine sind rechtlich gesehen eine sogenannte Altforderung gegenüber dem Unternehmen und dürfen von uns nicht eingelöst werden“, erklärt die Zielpunkt Geschäftsführung. „Das bedeutet leider, dass Kunden nicht mehr mit diesen Gutscheinen einkaufen können. Dass diese Situation extrem unbefriedigend ist, ist uns mehr als bewusst, und wir bedauern dies sehr. Aber wir dürfen die Gutscheine nicht mehr annehmen, damit würden wir das Gesetz übertreten. Auch dann, wenn wir sie über Nah&Frisch oder UNIMARKT einlösen würden“. Juristisch betrachtet wäre das Einlösen von Gutscheinen eine Gläubigerbevorzugung, die Konsequenzen nach sich ziehen würde.

Rückfragen & Kontakt:

Martina Macho
Pfeiffer Handelsgruppe
T: +43 664 396 9058
E: martina.macho@pfeiffer.at

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