- 27.11.2015, 12:37:40
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Bundesarbeitskammer 6 – Eltern sollen von Beiträgen zur Ganztagsschule entlastet werden
Außerdem Anträge für E-Books in der Schulbuchaktion, für mehr Schuldemo-kratie und kostenloses Nachholen des Lehrabschlusses
Utl.:
Außerdem Anträge für E-Books in der Schulbuchaktion, für mehr
Schuldemo-kratie und kostenloses Nachholen des Lehrabschlusses =
Wien (OTS) - Die Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer will eine
wesentliche Verbesserung für Eltern, deren Kinder in eine echte,
verschränkte Ganztagsschule gehen: In der Zeit der
Anwesenheitspflicht zwischen 8 und ca. 16 Uhr sollen keine
Elternbei-träge mehr bezahlt werden müssen, fordert die
Hauptversammlung in einem Beschluss. Denn die Ganztagsschule trage
wesentlich zu mehr Chancengerechtigkeit bei und müsse für alle
Familien leistbar sein.
Noch, heißt es in der Begründung des Antrags, müssen Eltern für
ihre Kinder in der echten, verschränkten Ganztagsschule pro Monat bis
zu 200 Euro (inklusive Mittagessen) zahlen, und nur wenige Eltern
bekommen Ermäßigung. Das will die Hauptversammlung der
Bundesarbeitskammer ändern. Die verschränkte Ganztagsschule (in der
Unterricht, Üben, Sport und Freizeit über den ganzen Tag verteilt
sind), ist sozial gerechter, reduziert die Nachhilfekosten für Eltern
und muss für Kinder aus sozial benachteiligten Familien offen sein.
Ebenfalls mehr Chancengerechtigkeit soll die verstärkte
Einbeziehung von E-Books in die Schulbuchaktion bringen. In einem
weiteren Antrag fordert die Hauptversammlung, dass auch E-Books und
digitale Lehrunterlagen kommerzieller Verlage über die
Schul-buchaktion für die Eltern gratis sein sollen. Außerdem soll die
Anschaffung von kostenlosen linzenzfreien Unterrichtsmaterialien und
deren Entwicklung gefördert werden.
Zur Weiterentwicklung der Schuldemokratie fordert die
Hauptversammlung, dass auch SchülerInnen in der Mittelstufe ihre
SchulsprecherInnen direkt wählen können sollen. Außerdem sollen die
Mitbestimmungsrechte der SchülerInnen auf die Gestaltung der
Schulräumlichkeiten und des Freizeitangebots ausgeweitet werden. Und
auf Landes- und Bundesebene sollen gesetzlich SchülerInnenparlamente
eingerichtet werden. Derzeit gibt es sie nur ohne gesetzliche
Grundlage.
Für Jugendliche und Erwachsene fordert die Hauptversammlung, dass
auch ein Lehrabschluss prinzipiell kostenlos nachgeholt werden kann.
Im Rahmen der „Initiative Erwachsenenbildung“ des
Bildungsministeriums ist bereits das Nachholen von Basisbildung und
des Pflichtschulabschlusses kostenlos möglich. Beim Lehrabschluss
gibt es von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Förderungen –
manchmal erst, wenn Betroffene bis zu 4.000 Euro für einen
Vorbereitungslehrgang vorgeschossen haben. Der Wirtschaftsminister
soll dafür sorgen, dass künftig auch hier nichts bezahlt werden muss.
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