- 27.11.2015, 12:20:51
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BMG – Oberhauser: 10 Jahre für die Rechte der Tiere
Festveranstaltung im Parlament anlässlich 10 Jahre Bundestierschutzgesetz
Utl.: Festveranstaltung im Parlament anlässlich 10 Jahre
Bundestierschutzgesetz =
Wien (OTS) - Vor 10 Jahren, am 1.1.2005, ist das
Bundestierschutzgesetz in Kraft getreten. Dieses Jubiläum wurde
heute, Freitag, im Rahmen einer Festveranstaltung im Parlament im
Beisein von Tierschutzministerin Sabine Oberhauser, Staatssekretärin
Sonja Steßl und wichtigen TierschutzexpertInnen gefeiert. „Es ist
unsere Verpflichtung, schon den Kleinen zu vermitteln, dass Tiere
keine Sachen sind. Das Essen fällt nicht tot gestreichelt um. Für
jedes Schnitzel stirbt ein Tier“, wies Oberhauser auf die Bedeutung
von Bewusstseinsbildung zur Verankerung des Tierschutzes in unserer
Gesellschaft hin. ****
Mit dem Bundestierschutzgesetz wurden in Österreich alle
tierschutzrechtlichen Angelegenheiten bundesweit einheitlich
geregelt. Zuvor gab es zehn Landesgesetze, Salzburg hatte sogar zwei.
Das Tierschutzgesetz legt fest, dass für alle allgemeinen
Angelegenheiten des Tierschutzes, also für die Gesetzgebung, das
Gesundheitsressort verantwortlich ist. Die Vollziehung ist weiterhin
Landeskompetenz.
Zahlreiche Verbesserungen konnten seit der Beschlussfassung des
Tierschutzgesetzes erzielt werden. Genannt seien hier beispielhaft
das Kupierverbot (z.B. Kürzen der Ohren, des Schwanzes bei Hunden),
das Verbot der Käfighaltung bei Legehennen und das Verbot von
Wildtieren in Zirkussen. Außerdem wurden mit dem Tierschutzgesetz
drei wichtige Gremien eingerichtet: die Tierschutzkommission, der
Tierschutzrat und der Vollzugsbeirat. Die drei Gremien stehen der
Ministerin für sämtliche Belange des Tierschutzes beratend zur Seite
- so auch bei der Ausarbeitung des „Arbeitsplan Tierschutz
2014-2018“. Dieser enthält alle vom Ressort für diesen Zeitraum
geplanten Vorhaben.
Das nächste große Vorhaben im Bereich des Tierschutzes ist das Thema
„Eingriffe bei Nutztieren“. Dabei geht es um nicht-kurative Eingriffe
an Tieren ohne Schmerzausschaltung, wie beispielsweise das Kastrieren
und Schwanzkupieren von Ferkeln oder das Enthornen bei Rindern,
Ziegen und Schafen. Nachdem das zwischen Herbst 2015 und Sommer 2015
laufende Projekt zur Erarbeitung von Alternativen im Bereich der
gängigsten Eingriffe bei Nutztieren abgeschlossen ist, wird am 10.
Dezember eine Tierschutz-Kommissionssitzung mit den
TierschutzsprecherInnen aller Parteien stattfinden, um einen
gemeinsamen Weg zu finden, der Eingriffen ohne Schmerzausschaltung
künftig ein Ende setzt.
Tierschutz kann aber nicht ausschließlich durch rechtliche Maßnahmen
erzielt werden. Tierschutzbildung und Bewusstseinsarbeit spielen eine
ebenso wichtige Rolle. Auch in diesem Bereich hat das
Gesundheitsministerium zahlreiche Aktivitäten gesetzt. Erwähnt seien
hier etwa die Gründung des Vereins für Tierschutzbildung „Tierschutz
macht Schule“, die Einrichtung einer Fachstelle für tiergerechte
Tierhaltung und Tierschutz, die Betreuung der Affen in Gänserndorf
(ehemals Baxter-Affen), die Schaffung der Ausbildung zur/zum
Tierschutzqualifizierten HundetrainerIn oder auch der alle zwei Jahre
vom BMG verliehene Tierschutzpreis.
„Das Ziel all unserer Aktivitäten ist stets der Schutz des
Wohlbefindens der Tiere - egal ob es sich um Heimtiere, als treue
Begleiter des Menschen, landwirtschaftliche Nutztiere als
„Nahrungsmittellieferanten“ oder Wildtiere, Zuchttiere,
Forschungstiere, etc. handelt“, so Oberhauser.
Der „Arbeitsplan Tierschutz 2014-2018“ und Fotos zur Veranstaltung
sind auf der Homepage des BMG unter www.bmg.gv.at abrufbar. (Schluss)
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