- 27.11.2015, 11:36:51
- /
- OTS0122 OTW0122
Mit dem Kulturpass durch den Advent
Theater, Kinos und Museen heißen Menschen mit wenig Geld willkommen
Utl.: Theater, Kinos und Museen heißen Menschen mit wenig Geld
willkommen =
Wien (OTS) - "Gerade vor Weihnachten stillt der Kulturpass den
Kulturhunger auch für die, die wenig Geld haben.“ so der
Sozialexperte Martin Schenk von der Armutskonferenz und Mitbegründer
der Aktion Hunger auf Kunst und Kultur. "Viele sind gerade in dieser
Zeit der Weihnachtsfeiern und des Einkaufstresses sehr einsam. Da
kann ein Kino-, Theater- oder Ausstellungsbesuch eine Möglichkeit
bieten, unter die Leute zu kommen und in Kontakt zu bleiben.“
"Der Kulturpass ist wirklich ein Lichtpunkt in meinem derzeitigen
Alltag“, sagt die Kulturpassbesitzerin Sabine R. „Durch diese Aktion
sind mein Kopf und mein Ich im wahrsten Sinne am Leben geblieben.
Durch diese Aktion ist mein Atem nicht verloren gegangen." schreibt
D. Gödel.
Warum brauchen Leute, die nichts haben, einen Theaterbesuch, Tanz
oder Kino? Da geht es doch um Wohnung, Job und Einkommen. „Schon, um
das geht es jedenfalls“, sagt Martin Schenk. Aber: „Der Mensch lebt
nicht vom Brot allein. Er lebt auch von guten Beziehungen, tiefen
Erfahrungen, Auseinandersetzung und Freundschaften. Kunst und Kultur
können Überlebensmittel sein, die helfen, den Atem nicht zu
verlieren.“
Die Aktion Hunger auf Kunst und Kultur öffnet das ganze Jahr über
Türen zu Veranstaltungsorten und Museen für alle, die es sich sonst
nicht leisten können.
2003 haben Airan Berg vom Schauspielhaus Wien und Martin Schenk von
der Armutskonferenz die Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“
initiiert, denn auch Menschen mit wenig Geld haben ein Recht auf
Kunst und Kultur.
Heute gibt es allein in Wien 209 Kulturpartner und 163
Partnerorganisationen, die die Kulturpässe ausgeben. Insgesamt
besitzen aktuell in Wien mindestens 37.050 Personen einen Kulturpass
und nutzen diesen auch, was die Zahl der ausgegebenen Tickets im Jahr
2014 von 84.793 eindrucksvoll belegt.
Viele Bundesländer haben sich der Aktion angeschlossen, und es gibt
auch zahlreiche Nachahmer im Ausland. Die Projektschiene
Kultur-Transfair, die Kulturinstitutionen und soziale Einrichtungen
mit maßgeschneiderten Programmen vernetzt, ergänzt das Angebot.
www.hungeraufkunstundkultur.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KOP






