• 27.11.2015, 09:00:01
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Winterliche Herbergsuche: Diakonie sucht wieder leistbaren Wohnraum für Flüchtlinge

Bereits 1800 AsylwerberInnen wohnen bereits allein in Niederösterreich und Wien bei Privatpersonen

Utl.: Bereits 1800 AsylwerberInnen wohnen bereits allein in
Niederösterreich und Wien bei Privatpersonen =

Wien (OTS) - Ein Dach über dem Kopf, ein Ort, wo Flüchtlingsfamilien
sicher zusammen sein können – das ist alles, was sich viele Flüchtlinge
in Österreich derzeit angesichts des nahenden Winters wünschen.
Zugleich sind die Kapazitäten der öffentlichen Einrichtungen überlastet.
In dieser Situation ist es vielen Österreicher*innen ein Anliegen,
den ihnen zur Verfügung stehenden Wohnraum zu teilen.

„Uns war klar, wir müssen jetzt was tun“, sagen jene Menschen, die
seit einigen Wochen oder Monaten Flüchtlinge in ihren privaten
Häusern aufgenommen haben. Und viele von ihnen sind bis heute froh,
diesen Schritt gemacht zu haben. „Natürlich waren wir uns am Anfang
fremd, aber jetzt sind wir Vertraute und froh, uns zu kennen“, sagt
Frau H., die seit dem Frühjahr eine syrische Familie beherbergt.

Privates Wohnangebot zu gering

Die Wohnberatung der Diakonie versteht sich als Vermittlerin zwischen
Menschen, die eine Wohnung suchen und Menschen, die Wohnplätze
anbieten. Über 1800 Personen konnten allein in Niederösterreich und
Wien mittlerweile auf diesem Weg in private Unterkünfte vermittelt
werden. „Der Bedarf liegt aber um vieles höher. Jeden Tag müssen wir
Menschen auf Morgen vertrösten“, berichtet Birgit Koller, Leiterin
der Wohnberatung der Diakonie. „Aktuell suchen wir wieder Wohnungen,
denn es sind viele, die noch immer obdachlos, oder seit Wochen ohne
Dusche und privaten Rückzugsraum in Notquartieren wohnen“, betont
Koller.

Gleichzeitig ist der Vorrat an Wohnungen jetzt erschöpft und die
Diakonie ist wieder auf der Suche nach freien Wohnungen von
Privatpersonen, die bereit sind, ihren eigenen Raum mit Asylsuchenden
zu teilen oder freistehenden Wohnraum für Flüchtlingsfamilien zur
Verfügung zu stellen.

Ein erstes Kennenlernen

„Wir sind bei der Suche nach leistbarem Wohnraum auf die Mithilfe der
Österreicher*innen angewiesen“, so Birgit Koller. Die Wohnberatung
der Diakonie organisiert an einigen Nachmittagen sogenannte
„Kennenlerntreffen“. „Wir wollen so beiden Seiten die Chance zu
geben, miteinander in ersten Kontakt zu treten“, beschreibt Koller
den Ablauf der Vermittlung. Im Idealfall hat am Ende dieses
Nachmittages für eine weitere Familie die Herbergssuche – vorerst –
ein Ende.

Wohnraumvermittlung in ganz Österreich

Auf Grund des großen Bedarfs bietet der Diakonie Flüchtlingsdienst
seit Kurzem auch Wohnberatung in Burgenland, Kärnten und Tirol an.
Kontaktdaten für Wohnungsvermittlung in NÖ, Wien, Burgenland, Kärnten
und Tirol sind auf der Homepage der Diakonie:
www.diakonie.at/wohnraumspende zu finden. In den anderen
Bundesländern bieten andere NGOs die Vermittlung von Wohnraum für
Flüchtlinge an.

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