• 24.11.2015, 15:29:11
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A.T. Kearney zu Pfizer Deal: Strategische Chance im Wettrennen um Konsumenten im Gesundheitsmarkt für Selbstzahler

Düsseldorf (ots) - Studie von A.T. Kearney analysiert Zukunftstrends
im Markt für nichtverschreibungspflichtige Medikamente und was diese
für Selbstzahler und Industrie bedeuten.

"Mit dem geplanten Deal zwischen Pfizer und Allergan entsteht ganz
nebenbei ein mächtiger Player im Selbstzahlermarkt der
Gesundheitsbranche mit einem einzigartigem Portfolio in einem
aufstrebenden Zukunftssegment", kommentiert Dr. Oliver Scheel,
Partner bei A.T. Kearney und Leiter des Beratungsbereichs Pharma und
Gesundheitswesen DACH den geplanten Deal vor dem Hintergrund einer
heute veröffentlichten Untersuchung von A.T. Kearney. "Die Übernahme
des Botox-Herstellers Allergan durch den Arzneikonzern Pfizer, der
bereits einen relevanten Anteil im Markt für nicht
verschreibungspflichtige Medikamente hält, ist zwar durch
Steuererleichterungen motiviert, bietet aber zusätzlich strategische
Chancen - erstens zu den Marktführern im weltweiten Consumer Health
Markt aufzuschließen und zweitens Marktführer im stark wachsenden
Zukunftssegment für Ästhetische Hautgesundheit zu werden."

Die weltweite A.T. Kearney Untersuchung 'Catching the Consumer Health
Growth Wave' zeigt, dass im Selbstzahlermarkt der Gesundheitsbranche
neue Segmente mit viel Wachstumspotenzial entstehen: Angetrieben
durch die Digitalisierung und den Eintritt branchenfremder Spieler
aus der Technologie und Konsumgüterindustrie werden in Zukunft
digitale Analyse- und Beratungsmöglichkeiten mit pharmazeutischen
Produkten kombiniert werden. Sie bedienen die steigenden Bedürfnisse
der Konsumenten nach einfachen und erschwinglichen Möglichkeiten,
junges Aussehen, Gesundheit und Fitness bis ins hohe Alter zu
erhalten, für die Pfizer sich mit der Übernahme von Allergan in eine
gute Position bringt.

Die neuen Segmente bieten verbrauchernahe, oft schon heute digitale
Lösungspakete, die Konsumenten und Patienten in die Lage versetzen,
Analysen und entsprechende pharmazeutische Produkte wie auch minimal
invasive Techniken eigenständig und von Ärzten und Spezialisten
unabhängiger anzuwenden.

Das noch junge Segment "Ästhetische Hautgesundheit" zum Beispiel
ersetzt kleine Schönheitseingriffe des plastischen Chirurgen durch
erschwingliche und sichere Anwendungen zu Hause: Kunden können ihre
individuellen Bedürfnisse analysieren und mithilfe empfohlener
Produkte (z.B. "Home-Botox) oder Apparaten (z.B. Hand-Laser) selbst
behandeln. Im Segment "Vitalität und Gesundheit" entstehen zurzeit
Lösungen, die mit "wearables" Gewichts- und Körperfettdaten mit den
Bewegungs- und Ernährungsdaten der Konsumenten verknüpfen und ein
virtuelles Coaching-Programm in Interaktion mit anderen Betroffenen
zur Gewichtsreduktion erlauben. Im Bereich "Gesundheits- und
Wellnessernährung" werden Anwendungen für Nahrungsmittelergänzungen
entwickelt, die die Kunden auf ihre Bedürfnisse individuell abstimmen
können: zum Beispiel, um die Haut von innen zu straffen oder
Osteoporose entgegen zu wirken. "Im Gesundheitsbereich zeigen Firmen
wie Philips mit ihrer Health Suite Plattform, die webbasierte
Patientenversorgung anbietet, oder Google Life Science, das mit
DexCom und Sanofi an digitalen Diabetes Programmen arbeitet, in
welche Richtung die neuen Angebote gehen könnten", illustriert Oliver
Scheel die Entwicklung. Die Digitalisierung wird vielfältige
Innovationen hervorbringen bis hin zum persönlichen "Beauty-" und
"Gesundheitsmanager" in Taschenformat, der sich im Elektronikmarkt
erwerben lässt und die Kunden individuell und mit medizinischem
Sachverstand rund um die Uhr berät.

"Wenn sich Konsumgüterunternehmen wie Nestlé und
Technologieunternehmen wie Apple oder Google mit ihrem Zugriff auf
Massendaten intensiv an der Entwicklung von Gesundheitslösungen
beteiligen, entstehen mit rasanter Dynamik ganz neue Segmente, die
mit der heutigen Produktwelt nur noch wenig gemeinsam haben",
beschreibt Oliver Scheel die Ergebnisse der Untersuchung. "Bereits
heute zeichnet sich ab, dass die neuen Segmente extrem viel Potenzial
eröffnen: neue Entwicklungsfelder mit guten Wachstumschancen für die
Unternehmen, die sich wie Pfizer hierfür positionieren, mehr
Autonomie für die Kunden."

"Pharmaunternehmen müssen ihre Strategie an die neuen Marktkräfte
anpassen", erläutert Oliver Scheel die Herausforderung für die
Branche. "Die Unternehmen müssen jetzt noch weiter denken und z.B.
mit 'buy and build' über ihre Branche hinweg, über ihr Stammgeschäft
hinaus aktiv werden und lernen ihre Produkte als Bestandteil eines
verbraucherspezifischen Paketes zu platzieren. Sie brauchen Mut zu
ungewöhnlichen Entscheidungen, damit sich ihnen neue Marketing- und
Verkaufsstrategien eröffnen. Sonst sind bald nicht mehr sie am
Drücker, sondern Technologieunternehmen wie Apple und Google, die
über die notwendigen Daten- und Technologiekompetenz verfügen, oder
die Konsumgüterunternehmen, deren Kernkompetenz die
Kundenorientierung ist."

Die Studie ist unter https://www.atkearney.de/consumer-healthcare
erhältlich.

Über A.T. Kearney

A.T. Kearney zählt zu den weltweit führenden Unternehmensberatungen
für das Top-Management und berät sowohl global tätige Konzerne als
auch führende mittelständische Unternehmen und öffentliche
Institutionen. Mit strategischer Weitsicht und operativer
Umsetzungsstärke unterstützt das Beratungsunternehmen seine Klienten
bei der Transformation ihres Geschäftes und ihrer Organisation. Im
Mittelpunkt stehen dabei die Themen Wachstum und Innovation,
Technologie und Nachhaltigkeit sowie die Optimierung der
Unternehmensperformance durch das Management von Komplexität in
globalen Produktions- und Lieferketten. A.T. Kearney wurde 1926 in
Chicago gegründet. 1964 eröffnete in Düsseldorf das erste Büro
außerhalb der USA. Heute beschäftigt A.T. Kearney rund 3.500
Mitarbeiter in über 40 Ländern der Welt. Seit 2010 berät das
Unternehmen Klienten klimaneutral.

Weitere Informationen finden Sie unter www.atkearney.de und auf
Facebook: www.facebook.com/atkearney.de

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