• 24.11.2015, 13:37:19
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Gemeinsame Verantwortung für die Sicherheit in den Bergen

Lawinenwarndienst liefert auch diesen Winter täglich aktuelle Informationen

Utl.: Lawinenwarndienst liefert auch diesen Winter täglich aktuelle
Informationen =

Bregenz (OTS) - (VLK) – Die Ankunft des Winters freut Touristiker und
Wintersportler in Vorarlberg, macht aber zugleich deutlich, wie
wichtig es ist, die Gefahren im alpinen Raum zu erkennen und richtig
einzuschätzen. Das unterstrichen Landeshauptmann Markus Wallner und
Landesrat Erich Schwärzler gemeinsam mit Wetterexperte Karl Gabl und
Lawinenwarndienst-Leiter Andreas Pecl im Pressefoyer am Dienstag, 24.
November 2015.

Vorarlbergs Berge sind ein exzellentes Naherholungsgebiet und
bieten gerade im Winter sehr gute Sportmöglichkeiten. "Die
Informationen des Lawinenwarndienstes sowie die Bergrettung tragen
viel zur alpinen Sicherheit bei. Letztlich liegt diese Sicherheit
aber vor allem in der Eigenverantwortung aller, die in den Bergen
unterwegs sind", betonte Landeshauptmann Wallner.

Landesrat Schwärzler wies ergänzend auf die Bedeutung des
Schutzwaldes hin. An die Wintersportler appellierte er einmal mehr,
nur markierte Pisten und Skirouten zu benützen, um insbesondere
Aufforstungsflächen und Jungwälder nicht zu schädigen. "Skifahren im
Wald ist verboten", so Schwärzler. Er ersucht auch heuer die
Schiliftbetreiber, Waldaufseher, Forstschutzorgane und Exekutivkräfte
weiterhin streng auf die Einhaltung der Bestimmungen zu achten.

Ein wichtiger Partner in Sachen Sicherheit am Berg ist das
Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit, eine bundesweite,
unabhängige Diskussionsplattform zur Unfallprävention im Bergsport.
Bundesministerien, Abteilungen von Ländern, alpine Verbände,
Wirtschaftszweige und alpine Experten arbeiten parteiunabhängig
zusammen, um die Alpine Sicherheit in Österreich zu verbessern.
"Damit machen wir Österreich und seine Regionen zu dem Land, in dem
man sich am meisten um alpine Sicherheit kümmert", erklärt Karl Gabl
als Präsident des Kuratoriums. Zur Erforschung alpiner Unfallursachen
wurde in den vergangenen zehn Jahren eine Unfalldatenbank aufgebaut,
die mittlerweile 80.000 Alpinunfälle enthält. Ein Detail dieser
Statistik: In Vorarlberg ist die Zahl der tödlichen Alpinunfälle in
der jüngsten Vergangenheit deutlich zurückgegangen. Innerhalb von
zehn Jahren hat sich die Zahl der Todesopfer beim Wandern, auf den
Pisten und Skirouten halbiert.

Bei allen seinen Empfehlungen tritt das Kuratorium für die
Eigenverantwortung am Berg ein. "Berg- und Schneesport sollen nicht
gesetzlich geregelt werden. Wir sind auch gegen eine Kriminalisierung
des Sports auf den Bergen", erklärte Gabl. Das Kuratorium habe
Seilbahnen und alpine Vereine an einen Tisch geholt, um Regeln für
das Tourengehen auf Skipisten zu erarbeiten.

Der Lawinenwarndienst des Landes Vorarlberg wird auch diesen
Winter regelmäßig über die Schnee- und Lawinensituation im Lande
informieren. Der aktuelle tägliche Lawinenlagebericht (deutsch und
englisch) wird im Regelfall bis 7.45 Uhr veröffentlicht, so Andreas
Pecl. In kritischen Situationen erfolgen auch Sonderlageberichte.
Über die Infodienste http://infodienste.lwz-vorarlberg.at können die
Berichte sowie der vereinfachte SMS-Dienst individuell abonniert
werden. Der Bezug ist über Telefax, Email oder Internet möglich. Für
Smartphones sind die aktuellen Informationen zur Lawinengefahr auch
unter www.snowsafe.at über eine Lawinen-App beziehbar. Die Nummer des
Telefontonbandes, das rund um die Uhr abrufbar ist, lautet:
+43(0)5574 201 1588.

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