Präsentation der OECD-Studie „Education at a Glance 2015“

Österreich bei der Berufsbildung top – Verbesserungen bei der Bildungsvererbung

Wien (OTS) - Bei der heutigen Präsentation der jährlich erscheinenden OECD-Studie „Education at a glance“ analysierten der Leiter des Centre for Educational Research and Innovation (CERI), Dirk Van Damme, und Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek das heimische Bildungssystem.

„Ein leistungsfähiges Schulwesen, das allen Menschen gleiche Chancen und fairen Zugang zu Bildung bietet, ist der entscheidende Faktor für die Zukunft eines Industriestaates. In der Studie wird die neue internationale Klassifikation von Bildungssystemen ISCED 2011 erstmals angewendet. Diese Änderung bietet genauere Vergleichs- und Analysemöglichkeiten und wirkt sich auf eine große Zahl von Bildungsindikatoren aus“, so CERI-Leiter Dirk Van Damme.

„Bei der Berufsbildung sind wir weiterhin top. Beim Anteil jener SchülerInnen, die einen berufsbildenden Abschluss haben, gehören wir zum Spitzenfeld in der OECD. Und besonders erfreulich ist, dass wir bei der Elementarpädagogik ordentlich aufgeholt haben. Der Anteil der Kinder, die in den Kindergarten gehen, ist seit 2005 beträchtlich gestiegen“, fasst Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek die positivsten Erkenntnisse der Studie zusammen.

Laut Studie bereitet das österreichische Schulsystem die SchülerInnen besonders gut auf den Arbeitsmarkt vor. Der Anteil jener, die weder in Ausbildung noch in Beschäftigung sind, liegt deutlich unter dem OECD-Schnitt und hat sich seit 2008 noch weiter verringert, während er in vielen anderen Ländern gestiegen ist.
Außerdem kann Österreich auf EU-Spitzenwert bei der Arbeitslosigkeit von Personen mit berufsbildendem Abschluss (3,4%) verweisen.

„Mein Fazit ist: Wir sind bei der Arbeitsmarktpolitik und Berufsbildung extrem gut aufgestellt und meistern Krisen besser als viele andere Länder. Bei den jährlichen Ausgaben pro SchülerIn liegen wir über dem OECD-Schnitt, Hauptgrund dafür sind die kleinen Klassengrößen und ein im OECD-Durchschnitt extrem gutes Betreuungsverhältnis“, erklärt Heinisch-Hosek.

„In Österreich haben Kinder von AkademikerInnen viel höhere Chancen, selbst ein Studium abzuschließen als Kinder von Personen, die vielleicht nur die Pflichtschule absolviert haben. Dafür ist die Offensive bei der Ganztagsschule eine wichtige Maßnahme, da sie mehr Zeit für individuelle Förderung und Unterstützung bietet. Die Bundesregierung ist mit ihren angekündigten Investitionen in die ganztägigen Schulformen auf einem guten Weg“, schließt Van Damme.

Das Bundesministerium für Bildung und Frauen sieht „Education at a Glance“ als große Unterstützung für eine faktenbasierte Bildungspolitik. Der Vergleich der nationalen Daten mit internationalen Benchmarks ermöglicht es, die Situation Österreichs im Wettbewerb der Industriestaaten um die besten Bildungs- und Ausbildungssysteme für die Zukunft zu analysieren. „Education at a Glance“ bietet eine detailreiche Analyse der Schlüsselindikatoren für erfolgreiche Bildungspolitik in Bezug auf Leistung und Qualität sowie Durchlässigkeit und Chancengerechtigkeit. Die Studie ist somit ein unverzichtbares Werkzeug für eine Bildungspolitik, bei der die Zukunft der Jugendlichen als TrägerInnen des Wohlstands und der Entwicklung unserer Industriegesellschaften im Mittelpunkt stehen.

Fotos von der Pressekonferenz stehen unter Angabe der Fotografin BKA/Aigner honorarfrei zum Download bereit:
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