• 24.11.2015, 10:10:12
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Imperiale Pferde erobern das MQ-Areal zurück: TONSPUR präsentiert „Pferdemusik“ aus der Spanischen Hofreitschule im Q21

Wien (OTS) - In der Mehrkanalkomposition „Morgenarbeit – Eine
Hippodromophonie“ beschäftigt sich Maurice de Martin (GER),
Artist-in-Residence des Q21/MuseumsQuartier, mit der ursprünglichen
Nutzung des heutigen MQ als kaiserliche Hofstallungen. Ausgangspunkt
für seine Arbeit sind dabei die Lipizzaner der Spanischen
Hofreitschule in Wien. Ab Montag 30.11. ist die Komposition in der
TONSPUR_passage im Q21/MuseumsQuartier zu hören. Eröffnung ist am
Sonntag 29.11., 17h.

Mit der „TONSPUR für einen öffentlichen raum“ besitzt das MQ seit
2006 eine eigene Themenpassage, in der Klangarbeiten internationaler
KünstlerInnen, kuratiert von Georg Weckwerth, in der Klangarchitektur
von Peter Szely präsentiert werden.

Das Areal des heutigen MuseumsQuartier wurde im 18. Jahrhundert als
Hofstallung für die kaiserlichen Pferde errichtet. Heute erinnert nur
noch der Torschmuck mit den Pferdeköpfen über den Passagen an die
langzeitliche Präsenz hunderter edler Pferde. Um die BesucherInnen
des MQ auf diese ursprüngliche Funktion aufmerksam zu machen – sowie
anlässlich des 450. Jubiläums der Spanischen Hofreitschule – wurde
der Berliner Künstler und Musiker Maurice de Martin eingeladen, eine
Komposition für die TONSPUR_passage im Q21/MuseumsQuartier zu
realisieren.

Als Grundlage für seine Komposition dient dem Artist-in-Residence de
Martin ein Archiv von Feldaufnahmen, das er in der Spanischen
Hofreitschule in Wien sowie im Lipizzanergestüt Piber (Stmk) und im
Trainingszentrum Heldenberg (NÖ) in unmittelbarer Nähe zu den
weltberühmten Lipizzanern und den Menschen, die täglich mit den
Pferden arbeiten aufgenommen hat. Von der Generaldirektorin Elisabeth
Gürtler über den 1. Oberbereiter Wolfgang Eder, Oberbereiter Andreas
Hausberger, die Bereiter Christian Bachinger, Marcus Nowotny und
Florian Zimmermann bis hin zur Bereiter-Anwärterin Hannah Zeitlhofer,
Oberstallmeister Johannes Hamminger, Elevin Theresa Stefan, Lehrling
Bianca Wittmann sowie Alexander Welle, Gerriet Korthals und Wolfgang
Eberhart vom Gestütspersonal in Piber und Hermann Illk und Jaqueline
Riegler vom Trainigszentrum Heldenberg stammen die O-Töne.

Das Schnauben, Stampfen, Wiehern, die rhythmischen Bewegungsabläufe
der Pferde sowie die direkten Interaktionen der Profis mit ihren
Schützlingen sind eine durchgehende Konstante der
Mehrkanal-Komposition. Maurice de Martin geht es in seiner
Klangarbeit insbesonders um das komplexe Verhältnis Tier – Mensch,
sowie das kunstvolle Zusammenwirken zwischen Pferd und BereiterIn als
Tradition und ganz speziellem österreichischen Kulturgut. In seine
Komposition fließen daher auch Auszüge aus den zahlreichen Interviews
ein, die de Martin mit ganz unterschiedlichen MitarbeiterInnen der
Hofreitschule geführt hat und die einen detaillierten, sehr intimen
Einblick in den Alltag der Arbeit am und für das Pferd vermitteln.

Ergänzend zur akustischen Komponente gibt es auch eine
bildnerisch-theoretische Ebene. In sieben aufeinander folgenden
Schaukästen der „TONSPUR_passagengalerie“ ist eine Bildstrecke zu
sehen, die die einzelnen Gänge der „Morgenarbeit“ in der Spanischen
Hofreitschule nachvollzieht und Einblick in die Aufnahme-Sessions mit
den Hengsten, Stuten und Fohlen gewährt.

De Martin lebt in Berlin und ist international als Musiker,
Klangkünstler und Komponist, aber auch als Künstler in sozialen und
institutionskritischen Kontexten aktiv. In Wien ist er nach
zahlreichen Aufführungen (u. a. Wiener Konzerthaus, Wiener
Festwochen) mit dem Ensemble „zeitkratzer“ und auch als Mitglied des
FWF-Forschungsprojekts „Andere Räume - Knowledge through Art“
bekannt.

TONSPUR 67: Maurice de Martin
„Morgenarbeit – Eine Hippodromophonie“
TONSPUR_passage (zwischen MQ Hof 7 und Hof 8)
30.11. bis 27.02., täglich 10 – 20h
Eröffnung: So 29.11., 17h
www.tonspur.at, www.Q21.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MQW

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