- 20.11.2015, 11:04:31
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GdG-KMSfB: Holen wir Kreativschaffende aus der Armutsfalle!
Bundeskongress beschließt Leitantrag „Kunst und Kultur - Kreativität trifft Wirtschaft“
Utl.: Bundeskongress beschließt Leitantrag „Kunst und Kultur -
Kreativität trifft Wirtschaft“ =
Wien (OTS) - Filmschaffende, MusikerInnen, JournalistInnen,
SportlerInnen und viele andere in diesem Bereich Tätige müssen
endlich aus ihren prekären Arbeitsverhältnissen raus. Die
Gewerkschaft der Gemeindebediensteten – Kunst, Medien, Sport, freie
Berufe (GdG-KMSfB) fordert unter anderem, dass die von der
öffentlichen Hand ausgeschüttete Filmförderung an die Einhaltung
fairer Arbeitsbedingungen gekoppelt wird. Mittel- und kleinere Bühnen
müssen ausreichend finanzielle Mittel gewährt bekommen, um auf
Werkverträge und Honorarnoten verzichten und stattdessen
Jahresverträge anbieten zu können. Und auch der öffentlich-rechtliche
Rundfunk benötigt eine ausreichende Finanzierung, um seinen
Programmauftrag erfüllen zu können. Ein entsprechender Leitantrag
wurde heute, Freitag, beim 2. Bundeskongress der GdG-KMSfB
beschlossen.
Beim vorangegangenen Panel diskutierten Kulturminister Josef
Ostermayer, Johannes Studinger, Direktor Union Network International
– Media, Entertainment & Arts (UNI-MEI), und Regina Schmallegger,
freischaffende Flötistin.
Regina Schmallegger appellierte: „Künstlerische Leistung muss
wirtschaftlich anerkannt werden. Millionen von Touristen kommen jedes
Jahr nach Wien, hauptsächlich wegen der künstlerischen Vielfalt. Es
gibt immer noch zu viele Künstler, die von ihrer Arbeit schwer leben
können. Wir brauchen endlich eine Regelung, die die prekären
Verhältnisse beendet.“ Sie kritisiert, dass es keine klaren
Vertragsstrukturen gebe und Dienstverhältnisse teilweise durch
persönliche Vereinbarungen getroffen werden.
Minister Ostermayer erinnert in diesem Zusammenhang an zwei wichtige
gesetzliche Neuerungen, die kürzlich getroffen wurden. „Wir haben
Schwachstellen bei der Künstlersozialversicherung ausgebessert und
durch die Urheberrechtsnovelle erhalten Kunst- und Kulturschaffende
eine faire Vergütung für ihre Leistungen.“
Johannes Studinger bringt eine europäische Sichtweise in die
Diskussion ein: „Entscheidungsträger müssen sich bewusst werden, dass
die Rechte der Kreativen gestärkt werden müssen. In vielen
EU-Mitgliedsstaaten wurde Kultur an den Rand gedrängt,
Kunstschaffende müssen in soziale Sicherungsnetze aufgenommen
werden.“
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