Internationaler Transgender Day of Remembrance - Gedenktag für die Opfer von Transphobie am 20. November

Brunner/Frasl/Traschkowitsch: Die Vielfalt in der Gesellschaft anerkennen

Wien (OTS/SK) - Am 20. November wird weltweit der Transgender Day of Remembrance begangen. Dieser internationale Gedenktag erinnert seit 1999 an zahlreiche ermordete Trans*Menschen. In einigen Ländern, in denen Schwule und Lesben auf dem Weg zur Gleichstellung viel erreicht haben, sind Transgender immer noch Ausgrenzung, Gewalt und Erpressung ausgesetzt. „In Europa und in Österreich haben oftmals Trans* Personen tagtäglich mit Transphobie, Ausgrenzung und Diskriminierung zu kämpfen. Einige erleben noch Repression und sind nicht selten Opfer von Verhöhnung und Spott“, so Andrea Brunner, SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin, Peter Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der Sozialdemokratischen LSBTI Organisation, sowie Angelika Frasl, Stv. Bundesvorsitzende und Trans* Beauftragte in der SoHo. ****

„Aufklärung, Sichtbarkeit sowie die weitere Anpassung von gesetzlichen Regelungen ist notwendig, um Vorurteile gegenüber Trans* Menschen abzubauen“, so Frasl. „Viele Trans* Personen haben großes Leid erfahren und nicht selten sogar ihr Leben verloren, weil sie Rechte für ihr Leben geltend gemacht haben“.

„Diskriminierung resultiert oft aus fehlender Kenntnis über transsexuelle und transidente Menschen“, so Brunner weiter. „Daher ist Aufklärung in Schule und Erwachsenenbildung so wichtig.“ Brunner wies in diesem Zusammenhang auf den Sexualkundeerlass von Bildungs-und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hin, der Rahmenbedingungen für eine moderne Sexualpädagogik geschaffen habe.

„Starre Geschlechterstereotypen und konservative Rollenbilder und Vorstellungen bringen uns im 21. Jahrhundert nicht weiter. Stattdessen sind Aufklärung und Sensibilisierung die wichtigsten Punkte“, so Traschkowitsch. „Geschlechtliche Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht, Diskriminierungen und Ungleichbehandlungen gegenüber Trans* Menschen müssen aufgezeigt und benannt werden.“

„Vielfalt und eine bunte Gesellschaft gehören zu uns. Arbeiten wir weiterhin daran, Ungleichbehandlungen abzubauen. Wir haben alle nur ein Leben“, so Brunner, Frasl und Traschkowitsch abschließend. (Schluss) sc/mp

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