- 20.11.2015, 08:45:12
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Internationaler Transgender Day of Remembrance - Gedenktag für die Opfer von Transphobie am 20. November
Brunner/Frasl/Traschkowitsch: Die Vielfalt in der Gesellschaft anerkennen
Utl.: Brunner/Frasl/Traschkowitsch: Die Vielfalt in der Gesellschaft
anerkennen =
Wien (OTS/SK) - Am 20. November wird weltweit der Transgender Day of
Remembrance begangen. Dieser internationale Gedenktag erinnert seit
1999 an zahlreiche ermordete Trans*Menschen. In einigen Ländern, in
denen Schwule und Lesben auf dem Weg zur Gleichstellung viel erreicht
haben, sind Transgender immer noch Ausgrenzung, Gewalt und Erpressung
ausgesetzt. „In Europa und in Österreich haben oftmals Trans*
Personen tagtäglich mit Transphobie, Ausgrenzung und Diskriminierung
zu kämpfen. Einige erleben noch Repression und sind nicht selten
Opfer von Verhöhnung und Spott“, so Andrea Brunner,
SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin, Peter Traschkowitsch, Bundes- und
Wiener Landesvorsitzender der Sozialdemokratischen LSBTI
Organisation, sowie Angelika Frasl, Stv. Bundesvorsitzende und Trans*
Beauftragte in der SoHo. ****
„Aufklärung, Sichtbarkeit sowie die weitere Anpassung von
gesetzlichen Regelungen ist notwendig, um Vorurteile gegenüber Trans*
Menschen abzubauen“, so Frasl. „Viele Trans* Personen haben großes
Leid erfahren und nicht selten sogar ihr Leben verloren, weil sie
Rechte für ihr Leben geltend gemacht haben“.
„Diskriminierung resultiert oft aus fehlender Kenntnis über
transsexuelle und transidente Menschen“, so Brunner weiter. „Daher
ist Aufklärung in Schule und Erwachsenenbildung so wichtig.“ Brunner
wies in diesem Zusammenhang auf den Sexualkundeerlass von Bildungs-
und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hin, der
Rahmenbedingungen für eine moderne Sexualpädagogik geschaffen habe.
„Starre Geschlechterstereotypen und konservative Rollenbilder und
Vorstellungen bringen uns im 21. Jahrhundert nicht weiter.
Stattdessen sind Aufklärung und Sensibilisierung die wichtigsten
Punkte“, so Traschkowitsch. „Geschlechtliche Selbstbestimmung ist ein
Menschenrecht, Diskriminierungen und Ungleichbehandlungen gegenüber
Trans* Menschen müssen aufgezeigt und benannt werden.“
„Vielfalt und eine bunte Gesellschaft gehören zu uns. Arbeiten wir
weiterhin daran, Ungleichbehandlungen abzubauen. Wir haben alle nur
ein Leben“, so Brunner, Frasl und Traschkowitsch abschließend.
(Schluss) sc/mp
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