• 19.11.2015, 15:10:51
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Laimer: Minister Kurz „bastelt“ lieber an Broschüren, anstatt AsylwerberInnen zu unterstützen

Integrationsplan ist neuer Vorschlag aus der „Bastelecke“

Utl.: Integrationsplan ist neuer Vorschlag aus der „Bastelecke“ =

St. Pölten (OTS) - „Der Integrationsminister Kurz sollte
sicherstellen, dass auch jede/r anerkannte AsylwerberIn ohne lange
Wartezeiten einen Deutschkurs machen kann. Zuzeit sieht es nämlich so
aus, dass die Menschen Deutsch lernen wollen, es aber kaum Kurse gibt
– das lässt der Minister lieber unter den Tisch fallen. Denn offenbar
‚bastelt‘ Herr Kurz lieber an Broschüren, in denen er uns mitteilt,
worauf er stolz ist und will aufgesetzte ‚Wertehaltungen‘ als Hilfe
für AsylwerberInnen verkaufen, anstatt echte Unterstützung zu leisten
– ein umfassender Integrationsplan muss loyale MitbürgerInnen zum
Ziel haben“, kommentiert SPÖ NÖ Landesgeschäftsführer Robert Laimer
den von Bundesminister Kurz präsentierten Integrationsplan.

Flüchtlinge oder Zuwanderer unter „Generalverdacht“ zu stellen, dass
diese „unsere Werte“ nicht teilen oder akzeptieren wollen, sei keine
Basis, auf der man die Regeln für ein respektvolles Zusammenleben
aufbauen könne, so Laimer: „Natürlich sehen auch wir
SozialdemokratInnen das Erlernen der deutschen Sprache als
grundlegende Voraussetzung für die Integration von AsylwerberInnen
und MigrantInnen in unsere Gesellschaft – aber Menschen, die vor
Krieg, Terror und möglichem Tod nach Österreich geflüchtet sind, die
Leistungen streichen und sie so in die Armut drängen zu wollen, ist
klar der falsche Weg. Oberstes Ziel aller Integrationsmassnahmen muss
sein, dass wir loyale MitbürgerInnen haben werden, die sich zu den
Grundsätzen der Republik Österreich bekennen. Denn die nicht statt
gefundene Integration in den Pariser Vororten und die furchtbaren
Attentate die ganz Europa erschüttern, müssen spätestens jetzt
Warnung und Hinweis für ein mehr an Integration, ein mehr an
Zusammenhalt in der Gesellschaft sein. Deshalb ist Empathie gefordert
und nicht ein Drohen und Sanktionsmechanismus.“

„Es gehört Mut dazu“, sagt Laimer, „in einem Land zu leben, in dem
man sich fremd fühlt, in dem eine Sprache gesprochen wird, die man
nicht versteht, einem Land mit unbekannten Regeln und Bräuchen, in
dem man nicht weiß, wen man um Hilfe bitten kann. Und es braucht noch
viel mehr Mut, den Entschluss zu fassen, die Sprache dieses Landes zu
lernen und mit den Menschen zu sprechen. Hier müssen wir ansetzen und
die Menschen fördern, unterstützen und vor allem entsprechende
Angebote für Deutschkurse zu schaffen.“

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSN

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