Laimer: Minister Kurz „bastelt“ lieber an Broschüren, anstatt AsylwerberInnen zu unterstützen

Integrationsplan ist neuer Vorschlag aus der „Bastelecke“

St. Pölten (OTS) - „Der Integrationsminister Kurz sollte sicherstellen, dass auch jede/r anerkannte AsylwerberIn ohne lange Wartezeiten einen Deutschkurs machen kann. Zuzeit sieht es nämlich so aus, dass die Menschen Deutsch lernen wollen, es aber kaum Kurse gibt – das lässt der Minister lieber unter den Tisch fallen. Denn offenbar ‚bastelt‘ Herr Kurz lieber an Broschüren, in denen er uns mitteilt, worauf er stolz ist und will aufgesetzte ‚Wertehaltungen‘ als Hilfe für AsylwerberInnen verkaufen, anstatt echte Unterstützung zu leisten – ein umfassender Integrationsplan muss loyale MitbürgerInnen zum Ziel haben“, kommentiert SPÖ NÖ Landesgeschäftsführer Robert Laimer den von Bundesminister Kurz präsentierten Integrationsplan.

Flüchtlinge oder Zuwanderer unter „Generalverdacht“ zu stellen, dass diese „unsere Werte“ nicht teilen oder akzeptieren wollen, sei keine Basis, auf der man die Regeln für ein respektvolles Zusammenleben aufbauen könne, so Laimer: „Natürlich sehen auch wir SozialdemokratInnen das Erlernen der deutschen Sprache als grundlegende Voraussetzung für die Integration von AsylwerberInnen und MigrantInnen in unsere Gesellschaft – aber Menschen, die vor Krieg, Terror und möglichem Tod nach Österreich geflüchtet sind, die Leistungen streichen und sie so in die Armut drängen zu wollen, ist klar der falsche Weg. Oberstes Ziel aller Integrationsmassnahmen muss sein, dass wir loyale MitbürgerInnen haben werden, die sich zu den Grundsätzen der Republik Österreich bekennen. Denn die nicht statt gefundene Integration in den Pariser Vororten und die furchtbaren Attentate die ganz Europa erschüttern, müssen spätestens jetzt Warnung und Hinweis für ein mehr an Integration, ein mehr an Zusammenhalt in der Gesellschaft sein. Deshalb ist Empathie gefordert und nicht ein Drohen und Sanktionsmechanismus.“

„Es gehört Mut dazu“, sagt Laimer, „in einem Land zu leben, in dem man sich fremd fühlt, in dem eine Sprache gesprochen wird, die man nicht versteht, einem Land mit unbekannten Regeln und Bräuchen, in dem man nicht weiß, wen man um Hilfe bitten kann. Und es braucht noch viel mehr Mut, den Entschluss zu fassen, die Sprache dieses Landes zu lernen und mit den Menschen zu sprechen. Hier müssen wir ansetzen und die Menschen fördern, unterstützen und vor allem entsprechende Angebote für Deutschkurse zu schaffen.“

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