Österreich verliert beim Schutz von Eigentumsrechten schon wieder an Boden

Wien (OTS) - Österreichs Wertung im Internation Property Rights Index fiel im vergangenen Jahr von 7.8 auf 7.6, was einen Abfall vom 12ten auf den 17ten Platz bedeutet. „Diese dramatische Verschlechterung zeigt den anhaltenden Trend auf“, so Dr. Barbara Kolm, Präsidentin des Friedrich A. von Hayek Institutes und Direktorin des Austrian Economics Centers. Österreichs Wertung im IPRI verschlechtert sich seit ungefähr 10 Jahren laufend. Auch wenn Österreich in der Unterkategorie „geistiges Eigentum“ unter den 15 erfolgreichsten Staaten weltweit ist, bestehen vor allem auf dem Gebiet der „physischen Eigentumsrechte“ (Österreich nimmt lediglich den 27ten Rang weltweit ein) relativ große Probleme. „Die Wertung Österreichs wird sich nicht verbessern, bevor in diesem Land ein Gesinnungswandel in Bezug auf die Rolle des Staates stattfindet. Immer weiter ausufernde Regulierung und eine kontinuierlich ansteigende Steuerbelastung werden den Respekt von Eigentums- und Verfügungsrechten eher noch weiter verringern und dadurch zu wirtschaftlicher Stagnation und Krise führen. Was diesem Land wirklich fehlt ist ein Umdenken in Richtung von weniger Staat, mehr Marktwirtschaft und mehr Unternehmertum. Bevor nicht die Staatsverschuldung abgebaut, Steuern gesenkt und Unternehmertum gefördert wird, wird sich auch in Bezug auf die wirtschaftliche Situation im Land nichts verbessern“, fasst Kolm die Lage zusammen.

Die Property Rights Alliance (PRA) und das Austrian Economics Center (AEC) präsentieren die Veröffentlichung des 2015 International Property Rights Index (IPRI). (weitere Informationen unter:
http://www.ots.at/redirect/IPRI) Der IPRI ist weltweit der einzige Index, der auf eine umfassende Weise die Ausgestaltung von physischen und intellektuellen Eigentums- und Verfügungsrechten misst. Der Index umfasst 129 Staaten, welche insgesamt 99% des weltweiten BIP und 94% der Weltbevölkerung abdecken.

Der vollständige Report ist unter www.internationalpropertyrightsindex.org aufrufbar. In diesem Jahr arbeiteten 92 internationale Organisationen aus 65 Staaten als Partner der PRA an der Erstellung des IPRI. Der Index stellt für Politiker und Geschäftstreibende eine wichtige Informationsquelle dar. Durch die Vergleichsmöglichkeit auf drei verschiedenen Ebenen (Rechtliches und politisches Umfeld, Physische Eigentums- und Verfügungsrechte, geistiges Eigentum) erlaubt der IPRI präzise Aussagen über das Ranking eines Staates und dessen zu erwartende ökonomischer Performance.

Eines der zentralen Resultate des IPRI 2015 ist, dass zwischen Staaten mit starken Eigentums- und Verfügungsrechten und jenen, die über diese nicht in ausreichendem Ausmaß verfügen, eine große wirtschaftliche Kluft prangt. Staaten im obersten Quintil des Index wie Finnland, Norwegen oder Neuseeland haben ein durchschnittliches Bruttonationalprodukt von ca. 44.543$ während die Staaten des zweiten Qunitels bereits nur mehr über ein durchschnittliches BNP von 23.786$ verfügen. Für das dritte, vierte und fünfte Quintil lauten die entsprechenden Zahlen 11.087$, 3.378$ und 1,881$. „Der 2015 IPRI bekräftigt die enorme Wichtigkeit von Eigentums- und Verfügungsrechten für den Aufbau einer funktionierenden Marktwirtschaft und für Wirtschaftswachstum“, so Barbara Kolm. „Darüber hinaus sind Eigentumsechte aber auch Menschenrechte, deren Umsetzung in direkter Verbindung zu individueller Freiheit steht und damit als sehr begrüßenswert anzusehen ist.“

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Roland Fritz
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