• 19.11.2015, 12:35:10
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Österreich verliert beim Schutz von Eigentumsrechten schon wieder an Boden

Wien (OTS) - Österreichs Wertung im Internation Property Rights Index
fiel im vergangenen Jahr von 7.8 auf 7.6, was einen Abfall vom 12ten
auf den 17ten Platz bedeutet. „Diese dramatische Verschlechterung
zeigt den anhaltenden Trend auf“, so Dr. Barbara Kolm, Präsidentin
des Friedrich A. von Hayek Institutes und Direktorin des Austrian
Economics Centers. Österreichs Wertung im IPRI verschlechtert sich
seit ungefähr 10 Jahren laufend. Auch wenn Österreich in der
Unterkategorie „geistiges Eigentum“ unter den 15 erfolgreichsten
Staaten weltweit ist, bestehen vor allem auf dem Gebiet der
„physischen Eigentumsrechte“ (Österreich nimmt lediglich den 27ten
Rang weltweit ein) relativ große Probleme. „Die Wertung Österreichs
wird sich nicht verbessern, bevor in diesem Land ein
Gesinnungswandel in Bezug auf die Rolle des Staates stattfindet.
Immer weiter ausufernde Regulierung und eine kontinuierlich
ansteigende Steuerbelastung werden den Respekt von Eigentums- und
Verfügungsrechten eher noch weiter verringern und dadurch zu
wirtschaftlicher Stagnation und Krise führen. Was diesem Land
wirklich fehlt ist ein Umdenken in Richtung von weniger Staat, mehr
Marktwirtschaft und mehr Unternehmertum. Bevor nicht die
Staatsverschuldung abgebaut, Steuern gesenkt und Unternehmertum
gefördert wird, wird sich auch in Bezug auf die wirtschaftliche
Situation im Land nichts verbessern“, fasst Kolm die Lage
zusammen.

Die Property Rights Alliance (PRA) und das Austrian Economics Center
(AEC) präsentieren die Veröffentlichung des 2015 International
Property Rights Index (IPRI). (weitere Informationen unter:
http://www.ots.at/redirect/IPRI) Der IPRI ist weltweit der einzige
Index, der auf eine umfassende Weise die Ausgestaltung von physischen
und intellektuellen Eigentums- und Verfügungsrechten misst. Der Index
umfasst 129 Staaten, welche insgesamt 99% des weltweiten BIP und 94%
der Weltbevölkerung abdecken.

Der vollständige Report ist unter
www.internationalpropertyrightsindex.org aufrufbar. In diesem Jahr
arbeiteten 92 internationale Organisationen aus 65 Staaten als
Partner der PRA an der Erstellung des IPRI. Der Index stellt für
Politiker und Geschäftstreibende eine wichtige Informationsquelle
dar. Durch die Vergleichsmöglichkeit auf drei verschiedenen Ebenen
(Rechtliches und politisches Umfeld, Physische Eigentums- und
Verfügungsrechte, geistiges Eigentum) erlaubt der IPRI präzise
Aussagen über das Ranking eines Staates und dessen zu erwartende
ökonomischer Performance.

Eines der zentralen Resultate des IPRI 2015 ist, dass zwischen
Staaten mit starken Eigentums- und Verfügungsrechten und jenen, die
über diese nicht in ausreichendem Ausmaß verfügen, eine große
wirtschaftliche Kluft prangt. Staaten im obersten Quintil des Index
wie Finnland, Norwegen oder Neuseeland haben ein durchschnittliches
Bruttonationalprodukt von ca. 44.543$ während die Staaten des
zweiten Qunitels bereits nur mehr über ein durchschnittliches BNP von
23.786$ verfügen. Für das dritte, vierte und fünfte Quintil lauten
die entsprechenden Zahlen 11.087$, 3.378$ und 1,881$. „Der 2015 IPRI
bekräftigt die enorme Wichtigkeit von Eigentums- und
Verfügungsrechten für den Aufbau einer funktionierenden
Marktwirtschaft und für Wirtschaftswachstum“, so Barbara Kolm.
„Darüber hinaus sind Eigentumsechte aber auch Menschenrechte, deren
Umsetzung in direkter Verbindung zu individueller Freiheit steht und
damit als sehr begrüßenswert anzusehen ist.“

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