• 19.11.2015, 10:55:30
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„Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ an Barbara Hundegger verliehen

IV-GS Neumayer: Wildganspreis ist Bekenntnis zu Kunst, Literatur und Ansporn für gesellschaftliche Veränderung – Hundeggers Schaffen öffnet seit 20 Jahren große Denkräume

Utl.: IV-GS Neumayer: Wildganspreis ist Bekenntnis zu Kunst,
Literatur und Ansporn für gesellschaftliche Veränderung –
Hundeggers Schaffen öffnet seit 20 Jahren große Denkräume =

Wien (OTS) - „Seit über einem halben Jahrhundert ist dieser Preis nun
schon eine Tradition und ein Bekenntnis zugleich – zur Kunst, zur
Literatur und zu ihrem Vermögen, uns neue Perspektiven und Einsichten
zu eröffnen, sowie uns zu Veränderungen anzuspornen“, erklärte der
Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph
Neumayer, Mittwochabend anlässlich der Verleihung des
„Literaturpreises der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ an
Barbara Hundegger im Wiener Haus der Industrie. Die Autorin öffne mit
ihren Werken seit fast 20 Jahren große Denkräume und erfülle damit
eine „wesentliche Aufgabe von Kunst und Literatur für jede
Gesellschaft. Auch wir weisen beständig auf die Notwendigkeit von
Veränderungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft hin. Das ist
weder angenehm noch bequem – aber es ist notwendig“, zog Neumayer
Parallelen zur Industrie.

Hundegger: Große Ehre für mich, schöner Tag für Lyrik
insgesamt

„Barbara Hundegger schreibt eine in-medias-res-Literatur, die die
Lesenden anpackt, so wie die Autorin die Welt mit ihren Texten
anpackt. Ihre Texte konfrontieren uns mit der Realität – laden uns
ein, die dialektische Denkweise der Autorin im Erkunden von Welt und
Gesellschaft mitzugehen“, stellte die Schriftstellerin Barbara
Neuwirth in ihrer Laudatio fest, bevor Barbara Hundegger ihre
Auszeichnung aus den Händen von Christoph Neumayer entgegennahm. „Ich
habe etwas angefangen, das es mit sich bringt, mit Ingeborg Bachmann
und Arno Geiger auf einer Liste zu stehen. Das ist eine große Ehre
für mich“, so die Preisträgerin, die nicht nur für sich selbst,
sondern „für die Lyrik insgesamt“, einen schönen Tag sah.

Wildgans-Preis wird seit 1962 durch unabhängige Jury vergeben

Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird bereits seit 1962 von
einer unabhängigen Jury vergeben. Die Begründung der Jury – bestehend
aus Prof. Marianne Gruber (Präsidentin der Österreichischen
Gesellschaft für Literatur), Univ.-Prof. Dr. Johann Holzner (vorm.
Leiter des Brenner-Archivs an der Universität Innsbruck) und Barbara
Neuwirth (Schriftstellerin) – für die Auswahl der Schriftstellerin:
„Barbara Hundeggers hoch artifizielle Lyrik öffnet große Denkräume
und leitet durch die Kunstfertigkeit des Dialogischen zu neuen
Sichtweisen. Die dabei gestaltete Verbindung von Kunst, Politik und
Emotion ist ein literarischer Kommentar zu unserer Welt, dessen kluge
Feinheit und poetische Raffinesse faszinieren, überraschen und
herausfordern.“ Der Anton-Wildgans-Preis geht jährlich an eine
österreichische Schriftstellerin oder einen österreichischen
Schriftsteller der jüngeren oder mittleren Generation, deren bzw.
dessen „Schaffen die abschließende Krönung noch erwarten lässt“ und
gehört zu den renommiertesten österreichischen Literaturpreisen.
Unter den Preisträgerinnen und Preisträgern befinden sich eine Reihe
von prominenten Autorinnen und Autoren der Zweiten Republik wie
Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard, Michael Köhlmeier, Arno Geiger,
Barbara Neuwirth, Sabine Gruber, Olga Flor und Norbert Gstrein.

Barbara Hundegger, geboren 1963 in Hall in Tirol, lebt als freie
Schriftstellerin in Innsbruck; mehrere Jahre Studium der Germanistik,
Philosophie und Theaterwissenschaft in Innsbruck und Wien;
langjähriges Engagement in der Autonomen Frauenbewegung; berufliche
Tätigkeit als Korrektorin, Lektorin und Redakteurin; Lektorin am
Institut für Sprachkunst/Universität für Angewandte Kunst/Wien;
mehrfach ausgezeichnet, u.a. Outstanding Artist Award für Literatur
(2011), Christine-Lavant-Lyrikpreis (2003), Reinhard-Priessnitz-Preis
(1999), Österreichisches Staatsstipendium für Literatur. Zahlreiche
Projekte und Veröffentlichungen – zuletzt die Lyrikbände „wie ein
mensch der umdreht geht – dantes läuterungen reloaded“ (2014),
„schreibennichtschreiben“ (2009), „rom sehen und“ (2006).

Weitere Informationen: www.iv-net.at/medien

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