Mehr als 70.000 Unterschriften als Absage an grenzenloses Mountainbiken im Wald

Österreichischer Forstverein übergibt Unterstützungserklärungen an Rupprechter

Wien (OTS) - Der Österreichische Forstverein hat im Juni dieses Jahres eine Unterschriftenaktion gestartet, in der er sich gegen eine generelle Öffnung des Waldes für Mountainbiker aussprach. Die positive Reaktion der Bürgerinnen und Bürger darauf ist überwältigend. Bis dato wurden mehr als 70.000 Unterschriften gesammelt und heute an den für den Forstbereich zuständigen Bundesminister Andrä Rupprechter übergeben.

"Der Österreichische Forstverein sieht sich als Stimme für den Wald, auch in der Frage des Mountainbikens. Wir sprechen uns ausdrücklich für einen geregelten Ausbau an Mountainbike-Strecken im Wald aus. Das Ökosystem Wald darf nicht zu einer Rennpiste degradiert werden. Wir wollen, dass auch in Zukunft die Bedürfnisse aller Waldbesucher, der Wildtiere und der im Wald arbeitenden Menschen berücksichtigt werden. Daher sprechen wir uns vehement gegen eine Änderung des Forstgesetzes aus. Unser Ziel ist, dass die Rechtssicherheit für alle weiterhin gesichert bleibt", erläuterte Johannes Wohlmacher, Präsident des Österreichischen Forstvereins, die Hintergründe der Aktion "Sicherheit im Wald für alle".

Positives Echo

"Neben der Zustimmung in Form von Unterschriften erhalten wir auch zahlreiche positive schriftliche Rückmeldungen von Erholungssuchenden im Wald. Diese bestätigen uns in der Einschätzung, dass bei einer generellen Öffnung der Forststraßen auch die Wanderwege befahren werden. Genau das wollen aber die Befürworter einer Forststraßenöffnung nicht. Die häufigsten Probleme gibt es durch sportbegeisterte Mountainbiker, die mit zu hoher Geschwindigkeit und ohne sich vorher bemerkbar zu machen, harmlose Wanderer gefährden", erläuterte Wohlmacher die Reaktionen. "Dass dies auch zahlreiche Österreicherinnen und Österreicher so sehen, bestätigt nicht nur eine Gfk-Umfrage aus dem Frühjahr sondern auch das Zwischenergebnis der Forstvereins-Aktion mit derzeit 70.000 Unterschriften", so der Präsident.

Neues Vorzeigemodell

"Das Forstgesetz ermöglicht zielgerichtete Lösungen, die nicht nur die Bedürfnisse der Menschen, sondern auch jene der Wildtiere und der Natur berücksichtigen. Dies zeigt ein Großprojekt der Österreichischen Bundesforste AG und des Forstbetriebes Klosterneuburg im Weidlingbachtal, das kurz vor seiner Realisierung steht. Dem Bedarf der Mountainbiker an Singletrails wird dabei voll entsprochen, ohne dabei Wanderer negativ zu berühren", verwies Rudolf Freidhager, Vorstand der ÖBf AG und Vizepräsident des Österreichischen Forstvereins, auf ein neues Vorzeigemodell in der Nähe Wiens. "Dies funktioniert aber nur, weil das Forstgesetz eine gezielte Lenkung der Besucherströme im Wald ermöglicht. Eine Änderung dieses Gesetzes wäre daher völlig kontraproduktiv", brachte Freidhager das Anliegen des Forstvereins und zahlreicher Bürgerinnen und Bürger auf den Punkt.

Unterschriftenaktion verlängert

Da die Resonanz der Bevölkerung zu diesem Thema so groß ist, wird die Möglichkeit zur Abgabe von Unterschriften und damit zur Unterstützung dieser Aktion unter www.sicherheitimwaldfueralle.at bis zum 30. April 2016 verlängert.

Starkes Unterstützungskomitee

Auch zahlreiche Prominente aus verschiedenen Bereichen - vom Sport über die Wissenschaft bis hin zum Naturschutz - befürworten diese Aktion. So finden sich im Unterstützungskomitee beispielsweise der Präsident des Österreichischen Skiverbandes, Peter Schröcksnadel, die aus den Wetternachrichten bekannte Klimatologin Christa Kummer, "Benimm-Papst" Thomas Schäfer-Elmayer, der Rektor der Universität für Bodenkultur, Martin Gerzabek und Roman Türk, der Präsident des Naturschutzbundes Österreich.
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