• 18.11.2015, 12:26:15
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Mehr als 70.000 Unterschriften als Absage an grenzenloses Mountainbiken im Wald

Österreichischer Forstverein übergibt Unterstützungserklärungen an Rupprechter

Utl.: Österreichischer Forstverein übergibt
Unterstützungserklärungen an Rupprechter =

Wien (OTS) - Der Österreichische Forstverein hat im Juni dieses
Jahres eine Unterschriftenaktion gestartet, in der er sich gegen eine
generelle Öffnung des Waldes für Mountainbiker aussprach. Die
positive Reaktion der Bürgerinnen und Bürger darauf ist
überwältigend. Bis dato wurden mehr als 70.000 Unterschriften
gesammelt und heute an den für den Forstbereich zuständigen
Bundesminister Andrä Rupprechter übergeben.

"Der Österreichische Forstverein sieht sich als Stimme für den
Wald, auch in der Frage des Mountainbikens. Wir sprechen uns
ausdrücklich für einen geregelten Ausbau an Mountainbike-Strecken im
Wald aus. Das Ökosystem Wald darf nicht zu einer Rennpiste degradiert
werden. Wir wollen, dass auch in Zukunft die Bedürfnisse aller
Waldbesucher, der Wildtiere und der im Wald arbeitenden Menschen
berücksichtigt werden. Daher sprechen wir uns vehement gegen eine
Änderung des Forstgesetzes aus. Unser Ziel ist, dass die
Rechtssicherheit für alle weiterhin gesichert bleibt", erläuterte
Johannes Wohlmacher, Präsident des Österreichischen Forstvereins, die
Hintergründe der Aktion "Sicherheit im Wald für alle".

Positives Echo

"Neben der Zustimmung in Form von Unterschriften erhalten wir auch
zahlreiche positive schriftliche Rückmeldungen von Erholungssuchenden
im Wald. Diese bestätigen uns in der Einschätzung, dass bei einer
generellen Öffnung der Forststraßen auch die Wanderwege befahren
werden. Genau das wollen aber die Befürworter einer
Forststraßenöffnung nicht. Die häufigsten Probleme gibt es durch
sportbegeisterte Mountainbiker, die mit zu hoher Geschwindigkeit und
ohne sich vorher bemerkbar zu machen, harmlose Wanderer gefährden",
erläuterte Wohlmacher die Reaktionen. "Dass dies auch zahlreiche
Österreicherinnen und Österreicher so sehen, bestätigt nicht nur eine
Gfk-Umfrage aus dem Frühjahr sondern auch das Zwischenergebnis der
Forstvereins-Aktion mit derzeit 70.000 Unterschriften", so der
Präsident.

Neues Vorzeigemodell

"Das Forstgesetz ermöglicht zielgerichtete Lösungen, die nicht nur
die Bedürfnisse der Menschen, sondern auch jene der Wildtiere und der
Natur berücksichtigen. Dies zeigt ein Großprojekt der
Österreichischen Bundesforste AG und des Forstbetriebes
Klosterneuburg im Weidlingbachtal, das kurz vor seiner Realisierung
steht. Dem Bedarf der Mountainbiker an Singletrails wird dabei voll
entsprochen, ohne dabei Wanderer negativ zu berühren", verwies Rudolf
Freidhager, Vorstand der ÖBf AG und Vizepräsident des
Österreichischen Forstvereins, auf ein neues Vorzeigemodell in der
Nähe Wiens. "Dies funktioniert aber nur, weil das Forstgesetz eine
gezielte Lenkung der Besucherströme im Wald ermöglicht. Eine Änderung
dieses Gesetzes wäre daher völlig kontraproduktiv", brachte
Freidhager das Anliegen des Forstvereins und zahlreicher Bürgerinnen
und Bürger auf den Punkt.

Unterschriftenaktion verlängert

Da die Resonanz der Bevölkerung zu diesem Thema so groß ist, wird
die Möglichkeit zur Abgabe von Unterschriften und damit zur
Unterstützung dieser Aktion unter www.sicherheitimwaldfueralle.at bis
zum 30. April 2016 verlängert.

Starkes Unterstützungskomitee

Auch zahlreiche Prominente aus verschiedenen Bereichen - vom Sport
über die Wissenschaft bis hin zum Naturschutz - befürworten diese
Aktion. So finden sich im Unterstützungskomitee beispielsweise der
Präsident des Österreichischen Skiverbandes, Peter Schröcksnadel, die
aus den Wetternachrichten bekannte Klimatologin Christa Kummer,
"Benimm-Papst" Thomas Schäfer-Elmayer, der Rektor der Universität für
Bodenkultur, Martin Gerzabek und Roman Türk, der Präsident des
Naturschutzbundes Österreich.
(Schluss)

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