- 18.11.2015, 12:11:21
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Schönborn: "Oberösterreich bekommt einen sehr guten Bischof"
Vorsitzender der Bischofskonferenz in erster Stellungnahme zu Scheuer-Ernennung: "Diözese Linz braucht einen Brückenbauer wie Manfred Scheuer"
Utl.: Vorsitzender der Bischofskonferenz in erster Stellungnahme zu
Scheuer-Ernennung: "Diözese Linz braucht einen Brückenbauer
wie Manfred Scheuer" =
Wien (KAP) - Kardinal Christoph Schönborn hat die Bestellung von
Manfred Scheuer zum neuen Bischof von Linz in einer ersten
Stellungnahme begrüßt. Scheuer sei ein bestens geeigneter Bischof für
Oberösterreich. Er bringe große menschliche und geistliche Qualitäten
mit und sei in seiner Heimatdiözese Linz tief verwurzelt. Er sei
deshalb auch mit den "Spannungen und Spaltungen" in der Diözese Linz
bestens vertraut. Schönborn: "Ein Bischof ist vor allem ein
Brückenbauer hin zu den Menschen und zwischen den Menschen, und die
Diözese Linz braucht einen solchen Brückenbauer." Fazit:
"Oberösterreich bekommt einen sehr guten Bischof."
Der Vorsitzende der Bischofskonferenz hob aus dem
"oberösterreichischen" Lebenslauf Scheuers u.a. seine Tätigkeit als
Spiritual am Linzer Priesterseminar sowie seine Arbeit als diözesaner
Postulator in Linz für die Seligsprechung von Franz Jägerstätter
hervor. Scheuer sei zudem ein hervorragender Theologe. Als Bischof
von Innsbruck habe er sich in den vergangenen Jahren sehr bewährt. Er
sei hoch geschätzt und beliebt bei den Menschen.
Lobend hob der Vorsitzende der österreichischen Bischofskonferenz
auch die Aufgaben Scheuers auf Österreich-Ebene hervor. Scheuer ist
in der Bischofskonferenz u.a. für die Caritas zuständig und hat sich
laut Schönborn in dieser Aufgabe sehr bewährt. Er werde sie daher
hoffentlich auch in Zukunft wahrnehmen. Scheuer sei als
"Caritasbischof" in der gegenwärtigen Herausforderung durch die
Flüchtlinge der richtige Mann. Gerade die Diözese Linz sei zudem
dafür bekannt, dass man sich besonders um gesellschaftspolitische
Themen annehme. Das sei gute Tradition der Diözese und ihrer
Bischöfe. Scheuer könne hier bei seinen Vorgängern anknüpfen und
deren soziales Engagement fortsetzen.
Der designierte Linzer Bischof ist in der Bischofskonferenz auch
(gemeinsam für Kardinal Schönborn) für die Ökumene zuständig und habe
sich auch in diesem Bereich große Verdienste erworben, wie Kardinal
Schönborn unterstrich. Auch in Oberösterreich mit den vielfältigen
Beziehungen vor allem zwischen katholischer und evangelischer Kirche
habe Scheuer weiterhin ein reges Betätigungsfeld. Der Bischof kenne
sich in den Kirchen der evangelischen Tradition gut aus und sei
erfahren und bewährt in der ökumenischen Zusammenarbeit.
Kardinal Schönborn würdigte gegenüber "Kathpress" auch den
scheidenden Linzer Bischof Ludwig Schwarz. Seine
Menschenfreundlichkeit und Menschennähe sowie sein Gespür für soziale
Fragen hätten ihm in der Diözese Linz einen "soliden Stand"
ermöglicht. Es gelte, in Dankbarkeit auf die zehn Jahre
zurückzublicken, in denen Bischof Schwarz die Diözese leitete, so
Schönborn: "Bischof Ludwig hat gute Arbeit geleistet in dieser sicher
nicht einfachen, aber sehr lebendigen Diözese." Er habe eine Reihe
von neuen geistlichen "Pflänzchen" in Oberösterreich gefördert und
begleitet. Der Kardinal hob dabei u.a. die sehr beliebten
Jugendkatechesen des Bischofs hervor.
Auf die Diözese Innsbruck angesprochen meinte Schönborn, dass er sich
einen "engagierten Hirten" in der Linie von Reinhold Stecher, Alois
Kothgasser und Manfred Scheuer wünsche. Da die Suche nach einem neuen
Bischof für die Diözese Innsbruck nun "bei Null beginnt", werde es
wohl rund neun Monate dauern, bis ein Nachfolger für Manfred Scheuer
feststeht.
O-Töne von Kardinal Schönborn sind in Kürze unter
www.kathpress.at/audio abrufbar.
((ende)) GPU/RME
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