• 17.11.2015, 10:11:36
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Ökosoziales Forum präsentiert neues Buch „Wer sich bewegt, verliert nicht“

Elisabeth Köstinger und Stephan Pernkopf wollen mit mutigen Ideen gegen den Stillstand ankämpfen

Utl.: Elisabeth Köstinger und Stephan Pernkopf wollen mit mutigen
Ideen gegen den Stillstand ankämpfen =

Wien (OTS) - „Wir blockieren uns nicht nur gegenseitig, sondern vor
allem unsere Zukunft. Die großen Herausforderungen unserer Zeit
können wir nicht aussitzen. Sie werden sich auch nicht in Luft
auflösen, wenn wir lange genug darauf warten. Es steht viel auf dem
Spiel. Nicht nur Handeln hat Konsequenzen, auch Nicht-Handeln hat
Auswirkungen. Vielleicht nicht für uns, aber sicher für die, die nach
uns kommen. Unsere Vision für ein besseres Morgen ist die Ökosoziale
Marktwirtschaft, die im Vorjahr ihren 25. Geburtstag gefeiert hat und
die es geschafft hat, die Ökologie auf den Tisch der
Entscheidungsträger zu bringen“, so der Präsident des Ökosozialen
Forums Österreich Stephan Pernkopf anlässlich der Präsentation des
neuen Buches „Wer sich bewegt, verliert nicht“. ****

Die Präsidentin des Ökosozialen Forums Europa Elisabeth Köstinger
ergänzt: „Ökosozial heißt jedenfalls abwägen, kreativ Synergien
finden, weiterdenken, verschiedene Standpunkte sehen und im Gespräch
bleiben. Mit dem Buch wollen wir die Richtung der Ökosozialen
Marktwirtschaft neu ausloten und nachschärfen. Wir stellen
gesellschaftliche Problemfelder zur Diskussion und haben interessante
Menschen gebeten, ihre Sichtweise und mögliche Lösungswege mit uns zu
teilen. Fakt ist, wir brauchen eine faktenbasierte Politik statt eine
Verdrängung der Realität. In unserem Buch geht es neben
Selbstverantwortung und Mündigkeit auch um Entideologisierung und
Verantwortung.“

Pernkopf und Köstinger fungieren als Herausgeber und Autoren des
Buches. Darüber hinaus finden sich auch Beiträge von Veit Dengler,
Josef Riegler, Notker Wolf, Clemens Sedmak, Franz Schellhorn und
Philipp Geymüller, Heini Staudinger, Christiane Spiel und Barbara
Schober, Winfried Pingerra und Carmen Grohs und Dorothee Bär –
allesamt Experten in den von ihnen bearbeiteten Themenfeldern.

Veit V. Dengler (CEO der NZZ Mediengruppe in Zürich) appelliert an
alle Bürgerinnen und Bürger, sich im Sinne der Aufklärung und des
Postulats von Immanuel Kant ihres eigenen Verstandes zu bedienen.
Sich für ihre Anliegen einzusetzen, denn Politik geht alle an. Wenn
wir unsere Zukunft nicht selbst gestalten, werden das andere tun –
mit anderen Interessen, anderen Prioritäten.

Der Vater der Ökosozialen Marktwirtschaft Josef Riegler
(Ehrenpräsident des Ökosozialen Forums) richtet seinen Blick auf die
Menschheit als Ganzes. Die großen Herausforderungen unserer Zeit –
von Terrorismus bis Wirtschaftskrise – machen nicht vor Landesgrenzen
halt. Über Umwege betrifft die Perspektivenlosigkeit in Afrika oder
die Abholzung des Regenwaldes auch uns. Wenn wir an der Lösung der
globalen Probleme konstruktiv mitarbeiten, helfen wir mittelbar auch
uns selbst.

Dass Freiheit und Verantwortung ein Geschwisterpaar sind und getrennt
von einander völlig entwertet werden, stellt Notker Wolf (Abtprimas
der benediktinischen Konföderation). Freiheit ohne Verantwortung
führt in eine Ellbogengesellschaft, in der nur mehr das Recht des
Stärkeren gilt. Und Verantwortung ohne Freiheit ist ohne praktischen
Wert, was hilft es auch, wenn wir als verantwortungsvolle Menschen
nicht die Möglichkeit haben, Entscheidungen zu treffen oder zu
handeln.

Von einer anderen Seite nähert sich auch Clemens Sedmak (Professor am
King’s College in London) dieser Problematik. Für ihn ist Eigentum
ein wichtiger Aspekt des eigenen Selbstverständnisses, gleichzeitig
aber auch eine Verpflichtung und ein Handlungsauftrag.

In ihrem Beitrag schreibt Elisabeth Köstinger allen Europagegnern ins
Stammbuch, was wir der Europäischen Einigung alles zu verdanken haben
und dass wir eigentlich alle Europa sind. Anstatt nur über die EU zu
meckern, sollten wir unseren europäischen Traum mitgestalten.

Franz Schellhorn (Direktor der Agenda Austria) und Philipp Geymüller
(Projektleiter bei der Agenda Austria) plädieren für einen echten
Föderalismus, der Verantwortung und Entscheidungen gleichermaßen an
die kleineren Einheiten verlagert.

Eigeninitiative steht im Zentrum der Ausführungen von Heini
Staudinger (Eigentümer der Waldviertler Schuhwerkstatt). Statt
Verantwortung abzuschieben, wäre die positive Gestaltung unseres
unmittelbaren Lebensumfeldes eine fruchtbare Alternative, die das
Leben auch für andere Menschen besser macht.

Verbesserungen im Bildungsbereich sind nicht nur dringend notwendig,
sondern auch möglich, sind Christiane Spiel (Professorin für
Bildungspsychologie an der Universität Wien) und Barbara Schober
(Professorin für Bildungsforschung an der Universität Wien)
überzeugt. Zumindest dann, wenn das ideologische Minenfeld in der
Schulpolitik entschärft wird und die Schule als motivierender Lernort
etabliert wird.

Winfried Pinggera (Generaldirektor der Pensionsversicherungsanstalt)
und Carmen Grohs (Referentin in der Generaldirektion der
Pensionsversicherungsanstalt) legen anschaulich dar, dass eine immer
kürzere Erwerbsphase von im Verhältnis immer weniger Menschen nicht
dauerhaft eine größer werdende Gruppe von Pensionisten für einen
immer längeren Zeitraum absichern kann. Der Eintritt in den Ruhestand
sollte sich daher an der steigenden Lebenserwartung orientieren.

Die Digitalisierung sollte vor allem als Chance begriffen werden,
plädiert Dorothee Bär (Parlamentarische Staatssekretärin und
Abgeordnete des Deutschen Bundestages). Datensicherheit ist für sie
in erster Linie eine Frage der Transparenz. Und auch hier begegnet
uns das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit, das es
abzuwägen gilt.

Im Schlussbeitrag entwickelt Stephan Pernkopf die Idee der
Ökosozialen Marktwirtschaft zu einer ökosozialen Gesellschaft weiter.
In dem Dreieck von Arbeit, Wirtschaft und Umwelt stellt er den
Menschen selbst und ruft zum Handeln auf. Wenn der Mensch in den
Mittelpunkt rückt, denn rückt anderes automatisch in den Hintergrund.
Duckmäusertum und Realitätsverweigerung bei notwendigen Reformen
etwa.

Das Buch ist ab sofort zum Preis von EUR 19,80 im Buchhandel
erhältlich.

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