- 17.11.2015, 09:21:03
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Reinigungsbranche: 1,6 Prozent Lohnerhöhung gefordert
BetriebsrätInnen erteilen Verhandlungsteam der Gewerkschaft vida klaren Auftrag
Utl.: BetriebsrätInnen erteilen Verhandlungsteam der Gewerkschaft
vida klaren Auftrag =
Wien (OTS) - Einen eindeutigen Auftrag hat jetzt das Verhandlungsteam
der Gewerkschaft vida für die kommenden Lohnverhandlungen in der
Reinigungsbranche bekommen. „Bei ihrer gestrigen Konferenz in Wien
haben sich unsere Betriebsrätinnen und Betriebsräte einstimmig dafür
ausgesprochen, dass die Arbeitgeber ab 1. Jänner 2016
durchschnittlich 1,6 Prozent mehr Lohn zahlen müssen. Die
Beschäftigten leisten erstklassige Arbeit und die muss auch
dementsprechend am Lohnzettel honoriert werden. In Zahlen bedeutet
das, dass die Arbeitgeber gerade einmal 14 Cent mehr auf den
Brutto-Stundenlohn drauflegen müssen. Hier kann wirklich niemand von
unüberwindbaren Hürden sprechen“, so Ursula Woditschka, Sekretärin
des vida-Fachbereichs Gebäudemanagement.++++
Arbeitgeber müssen Verhandlungen wieder aufnehmen
Die BetriebsrätInnenkonferenz wurde einberufen, um über den aktuellen
Stand der Lohnverhandlungen zu informieren. „Derzeit ignoriert die
Arbeitgeberseite all unsere Vorschläge. Sie will uns nicht einmal von
Angesicht zu Angesicht gegenübertreten, sondern hat uns
vorgeschlagen, unsere Forderungen telefonisch zu übermitteln“, zeigt
sich Fachbereichsvorsitzende Monika Rosensteiner entsetzt. „Im Namen
aller BetriebsrätInnen fordert die vida die Arbeitgeberseite auf, an
den Verhandlungstisch zurückzukehren. Als mögliche Termine bieten wir
den 23. oder 26. November an.“
„Die Konferenz ist in guter Stimmung verlaufen und hat die Ent- und
Geschlossenheit unserer BetriebsrätInnen bewiesen. Sie schicken eine
klare, leicht verständliche Botschaft an die Arbeitgeber. Und zwar,
dass sie sich mit Jänner eine angemessene Lohnerhöhung erwarten.
Diese Botschaft sollte jeder verstehen“, ist Woditschka überzeugt.
Druck kann weiter erhöht werden
Sollte die Arbeitgeberseite die angebotenen Termine nicht wahrnehmen,
sind die Gewerkschafterinnen entschlossen, den Druck zu erhöhen.
Rosensteiner: „Eine BetriebsrätInnenkonferenz ist die unterste
Eskalationsstufe im Arbeitskampf. Gestern haben sich die
BetriebsrätInnen in Wien getroffen. Ohne Probleme können wir aber
auch gezielte Aktionen in den Bundesländern organisieren. Und zwar an
öffentlichen Orten, wo dann jeder mitbekommt, wie mit uns umgegangen
wird.“
„Reinigung hat ihren Wert und die Beschäftigten haben ihren Preis! Ab
2016 muss es für sie 14 Cent mehr pro Stunde geben“, schließt
Woditschka.
Der Fachbereich Gebäudemanagement in der Gewerkschaft vida vertritt
die Interessen der rund 40.000 ArbeitnehmerInnen in der Denkmal-,
Fassaden- und Gebäudereinigung, rund 70 Prozent davon sind Frauen.
Aktuell liegt der Stundenlohn bei 8 Euro 23 brutto. Ein Großteil der
Beschäftigten ist 25 Stunden pro Woche beschäftigt.
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