- 16.11.2015, 13:13:30
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Kompetenzen bündeln, Vielfalt und Chancen schaffen
Drei soziale Institutionen fusionieren zu AQUA Mühle Vorarlberg
Utl.: Drei soziale Institutionen fusionieren zu AQUA Mühle
Vorarlberg =
Bregenz (OTS) - (VLK) – Am 1. Oktober 2015 fusionierten die drei
Organisationen ABF (Arbeitsinitiative für den Bezirk Feldkirch), ABO
(Arbeit und Beschäftigung Oberland) sowie aqua mühle frastanz soziale
dienste gGmbH und treten seitdem unter dem neuen Namen AQUA Mühle
Vorarlberg gGmbH auf. Das ermöglicht vor allem die Ausweitung der
Vielfalt der Arbeitsangebote und Dienstleistungen und kommt
Klientinnen und Klienten ebenso zugute wie Auftrag- und
Fördergebenden sowie Partnerbetrieben. Landesstatthalter Karlheinz
Rüdisser sprach im heutigen (Montag, 16. November) Pressegespräch im
Landhaus von einem "Meilenstein".
Alle bisherigen Angebote der drei Organisationen werden
zusammengeführt um Synergien effizient und konsequent zu nützen.
"Arbeitsuchenden Menschen, speziell aus den Bezirken Feldkirch und
Bludenz, steht damit ein umfangreiches Angebot an befristeten
Dienstverhältnissen und sozialer Betreuung und Begleitung aus einer
Hand zur Verfügung", führte Rüdisser aus. Ziel ist die möglichst
dauerhafte Integration in den regulären Arbeitsmarkt.
Bei dem Zusammenschluss waren dem AMS auch inhaltliche Aspekte
wichtig, sagte Landesgeschäftsführer Anton Strini: "Damit erfolgen
nämlich auch eine Verbreiterung der Einsatzmöglichkeiten für die
Transitarbeitskräfte in einzelnen Arbeitsbereichen und eine Bündelung
der Kompetenzen in der Betreuung der vom Arbeitsmarktservice in die
Projekte vermittelten Personen mit Vermittlungshandicaps."
Durch die Tripel-Finanzierung "AMS – Land Vorarlberg –
Eigenerlöse" war es möglich, in Vorarlberg einen erweiterten
Arbeitsmarkt aufzubauen, betonte Günter Lampert, Gründungsobmann ABF
und Mitbegründer aqua mühle frastanz: "Die drei Säulen Wohnen –
Qualifizieren – Arbeiten sind nach wir vor tragend."
Das Wachstum von AQUA Mühle hat zwei Botschaften, so
Geschäftsführer Peter Hämmerle: "Eine erfreuliche, nämlich dass der
Sozialstaat funktioniert und reagiert. Und eine bedenkliche, nämlich
dass es zunehmende negative gesellschaftliche Entwicklungen gibt, die
dieses Wachstum notwendig machen. Es gibt wenig Hinweise darauf, dass
sich die Ausgrenzungsmechanismen am Arbeitsmarkt, der Bildung, der
sozialen Integration, usw nachhaltig positiv verändern. Deshalb
bleibt unsere Aufgabe bestehen, Antworten und Lösungen anzubieten."
Hohe Wertschöpfung
Soziale Einrichtungen wie die AQUA Mühle Vorarlberg schaffen durch
ihre Angebote ein hohes Maß an regionaler sozialer Wertschöpfung,
weil Menschen aktiviert, qualifiziert und betreut werden. Und sie
schaffen eine unmittelbare regionale wirtschaftliche Wertschöpfung.
Die Subventionen und Leistungserlöse fließen in Löhne von über 400
Menschen (rund 12,5 Millionen Euro jährlich), in Mieten für
Betriebsstätten und Sachkosten (rund 1,9 Millionen Euro jährlich)
sowie in Materialeinkäufe (rund 1,7 Millionen jährlich). Soziale
Einrichtungen wie die AQUA Mühle Vorarlberg sind deshalb auch
wichtige Wirtschaftsfaktoren.
Insgesamt beschäftigt AQUA Mühle Vorarlberg rund 420 Personen in
Voll- und Teilzeit. In dieser Zahl inkludiert sind auch jene rund 85
Menschen, die im Projekt einen vorübergehenden Arbeitsplatz, Aus- und
Weiterbildungskurse sowie soziale Begleitung und Betreuung erhalten.
Rund 30 bis 40 Prozent dieser Transitarbeitskräfte können laut
AMS-Landesgeschäftsführer Anton Strini nach den Monaten am zweiten
Arbeitsmarkt wieder in den ersten integriert werden.
www.aqua-soziales.com
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