- 13.11.2015, 13:47:39
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ÖAAB-Tamandl: "Freiwilligen-Abfertigungsprogramm" der Post ist vollkommen falsches Signal
ÖAAB-Wien-Obfrau erinnert an Verantwortung eines staatsnahen Unternehmens
Utl.: ÖAAB-Wien-Obfrau erinnert an Verantwortung eines staatsnahen
Unternehmens =
Wien (OTS) - "Es ist das vollkommen falsche Signal, wenn die Politik
unterschiedliche Maßnahmen zur Förderung älterer Arbeitnehmer und
gegen die Altersarbeitslosigkeit setzt und gleichzeitig gerade die
Post als staatsnaher Betrieb ihren älteren Bediensteten den Gang in
die Frühpension nahe legt", so ÖAAB-Wien-Obfrau Abg.z.NR Gabriele
Tamandl heute zu den Plänen des Unternehmens.
Auch wenn betont werde, dass es sich um ein freiwilliges Angebot
handle, das die Post-Bediensteten nicht annehmen müssen, sei die
Optik verheerend, so Tamandl: "Man signalisiert, dass Über-50-Jährige
zum alten Eisen zählen und eine Belastung darstellen. Dabei ist das
Gegenteil wahr. Gerade ältere Arbeitnehmer verfügen über Erfahrung
und Kompetenz, von denen Betriebe profitieren können."
„Es gibt auf unterschiedlicher Ebene politische Bemühungen und
Imagekampagnen, die die Beschäftigungszahlen älterer Arbeitnehmer
erhöhen und der Alters-Arbeitslosigkeit entgegenwirken sollen. Und
dann forciert gerade ein staatsnaher Betrieb den Gang in die
Frühpension. Das ist inakzeptabel, auch wenn sich um ein als
‚freiwilliges Angebot‘ verbrämtes Projekt handelt“, so die Wiener
ÖAAB-Obfrau.
"Arbeit ist nicht nur Erwerbstätigkeit, Arbeit hat auch eine
sinnstiftende Komponente. Über-50-Jährige aus dem Arbeitsprozess zu
drängen oder ihnen auch nur das Gefühl zu geben, nicht mehr gebraucht
zu werden: Das ist eine fatale Entwicklung, die nicht Schule machen
darf und der wir mit aller uns zur Verfügung stehenden Kraft
entgegenwirken sollten", so Tamandl abschließend.
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