Heute Jagdtagung in Stainz: Jägerschaft klar gegen Gatterjagd und Aussetzen von Fasanen

Vortragende sprachen von Paradigmenwechsel, nannten den Abschuss von Zuchttieren keine Jagd; Fachtagung des Grünen Kreuzes spricht sich gegen Jagd auf Zuchttiere aus

Stainz (OTS) - Die Kritik an der Gatterjagd und am Aussetzen von sogenanntem Federwild wie Fasane und Stockenten für die Jagd schlägt immer größere Wellen. Nun nimmt sich auch eine hochkarätige Fachtagung der Jägerschaft, organisiert vom Grünen Kreuz im Schloss Stainz in der Steiermark, diesem Thema an. Der Vortragende Prof. Rudolf Winkelmayer sagte dazu wörtlich: „Das Töten ausgesetzter Tiere und das Abschießen von Tieren im Gatter ist keine Jagd!“ Die Zuhörerschaft zeigte sich einverstanden. Man müsse die Jagd an die heutige Diskussion zur Tierethik anpassen, waren sich die Vortragenden einig. Die Eckpfeiler eines neuen Jagdgesetzes müssten Ökologie und Tierschutz sein, analog zum neuen Wildtiermanagementgesetz im deutschen Bundesland Baden-Württemberg, das vielfach zitiert wurde. Eindeutig ist der Paradigmenwechsel, der sich gerade in der Jagd vollzieht – so auch der Titel eines der Vortragenden – zu bemerken.

Martin Balluch, Obmann des Vereins Gegen Tierfabriken, ist auch anwesend: „Zu unserer Forderung nach einem Verbot der Jagd auf gezüchtete Tiere, ob im Gatter oder nach dem Aussetzen, bekommen wir sehr viele positive Rückmeldungen, aber nicht nur aus der Bevölkerung, sondern auch aus der Jägerschaft. Da ist etwas in Bewegung, und das sieht man auch hier in Stainz. Bei einem der Vorträge wurde auch eine jagdkritische VGT-Aussendung an die Wand projiziert und positiv erwähnt. Jetzt sollten sich die Landesjägerschaften öffentlich von der Jagd auf Zuchttiere distanzieren. Die Aussagen der Landesrätin Verena Dunst aus dem Burgenland, dass die vorhandenen Jagdgatter eben besser kontrolliert würden, reicht nicht aus. Wir – und das schließt die Mehrheit der Jägerschaft mit ein – wollen ein endgültiges Verbot der Jagd auf Zuchttiere!“

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