Handel fordert verstärkte Unterstützung für lokale Nahversorger

Förderung für die Einkaufsstraßen real rückläufig – Fachmarktzentren am Stadtrand schaden lokalen Händlern - Pakt für erfolgreiche Nahversorgung soll Abhilfe schaffen

Wien (OTS) - Der Wiener Einzelhandel, der nach wie vor das Rückgrat der täglichen Versorgung der Wienerinnen und Wiener bildet, steht vor großen Herausforderungen: Einerseits hat in den letzten Jahren der Onlinehandel stark zugelegt, auf der anderen Seite bedrohen Einkaufszentren am Rande der Stadt die lokalen Händler in den Einkaufsstraßen. „Wir starten daher 2016 eine Online-Offensive, um die Händler bei der Schaffung von eigenen Online-Auftritten zu unterstützen, und werden dazu auch eine Webshop-Umsetzungsförderung initiieren“, kündigt Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien, die Gegenoffensive des stationären Handels an.

Gleichzeitig schlägt er im Bereich der Förderungen eine Neujustierung zur Stärkung der lokalen Geschäfte Wiens vor: „Die verschiedenen Förderungen der Stadt für die Maßnahmen zur Kaufkraftbindung in der Einkaufsstraßen stagnieren seit Jahren und werden nicht einmal der Inflation angepasst. Sie verlieren somit real massiv an Wert und müssen dringend angehoben werden. Die knapp zwei Millionen pro Jahr reichen schon lange nicht mehr aus, um die nachhaltigen Aktivitäten der Einkaufsgebiete und damit deren Arbeitsplätze zu sichern. Und sie sind geradezu mickrig, wenn man sich ansieht, wieviel unbezahlte Zeit, Geld und Mühen die Wiener Geschäftsleute alljährlich für Werbeaktionen, Events oder die Weihnachtsbeleuchtung aufwenden.“

Weiters fordert Trefelik eine Herabsetzung des Schwellenwerts für die Genehmigung von Einkaufszentren in Betriebs- und Industriegebieten auf 1.500 Quadratmeter. So soll die Zahl der Fachmarktzentren am Stadtrand besser reguliert werden können: „Dazu müsste man auch einen Widmungszusatz in der Bauordnung beschließen, der den Ausschluss bestimmter Einzelhandelsbranchen in ausgewählten Betriebs- und Industriegebieten ermöglicht. Einzelhandel mit Lebens- und Genussmittel sollte dort lediglich auf die Versorgung der Mitarbeiter in diesen Gebieten ausgelegt sein.“

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